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Verschalung für den Sockel und Elektrozeugs

2. April 2012 1 Kommentar

Wieder einmal gingen wir (Nicole und ich) arbeitsteilig beim Hausbau vor:

  1. Nicole war für die Elektrik im DG zuständig,
  2. ich bastelte die Verschalung für den Sockel, auf dem später vor dem Estrichverlegen die Heizungsanlage stehen soll.

Nicole entschied sich bei der Verlegung der Thermostatleitungen, diese in den Boden zu legen. Wir entschieden uns, als Thermostatleitungen die NYM 5 x 1,5 mm² zu verlegen. So hat man später noch Zeit, wenn die An-Aus-Thermostate von ProHaus kaputt sind, den kaputten Thermostat durch einem Thermostaten mit Diode und Ausschalter zu ersetzen. Nicole musste wiederum 3 Ständer durchbohren und war gegen Schluss dieser Aktion überhäuft mit Sägespänen und ein wenig frustriert, da der Bohrkranz das zeitliche segnete. Obwohl das Kiefernholz eigentlich weich ist, merkt man doch, dass es sehr robust ist. So kann es wohl auch einen Bohrkranz sprengen.

Dreikantleisten (eigentlich pyramidal) zum Abphasen des BetonsEben gezogenes nochmal ausgebessertes ParapetAuch die Bruchstellen im Beton wurden mit Reperaturspachtel ausgebessertIch ging über den Tag (14 Uhr! Es sind Osterferien!) an die finale Ausbesserung des Parapets und kümmerte mich um die Verschalung unseres Sockels für die Heizung. Für den Sockel nahmen wir folgende Maße an: Breite 0,9 m, Höhe 0,2 m und die Länge ging über die gesamte Raumlänge mit 4,45 m. Heraus kamen ca. 0,82 Kubikmeter Betonestrich. Wir haben daher heute im Bauhaus 18 40-kg-Säcke Betonestrich und 2 Bewährungsstahlmatten eingekauft. Zum Bewährungsstahl ist folgendes zu sagen: Dat Ding macht alles kaputt, was absolut weicher als es selber ist. So z. B. die Hartkunststoffteile im Auto. Für das Abphasen des Estrichs kauften wir eine Kiefer-Dreikantleiste dazu, die auf die Verschalung genagelt wurde. Das Abphasen des Betons hat den Vorteil, dass die abgephasten Ecken nicht so leicht ausbrechen.

Nochmals für den Einkauf: Für einen Sockel von 0,82 Kubikmetern benötigt man:

  • 18 40-kg-Säcke Betonestrich
  • 2 Bewährungsmatten (je mehr Stahl man reinschmeißt, desto besser. Beton ist ohne Bewährungsstahl nicht zugfest)
  • Betondübel und Schrauben
  • Winkel
  • Schalungsholz (z. B. Dielenbretter, wer die Musterung des Holzes nicht mag, der benutzt am besten markorand-Abschalbretter, die einseitig beschichtet sind)
  • Schalungsholzverbinder (z. B. ein abgeschnittenes Dielenstück)
  • Randdämmstreifen
  • Akkuschrauber mit zugehörigem Bit
  • Schlagbohrmaschine
  • Stichsäge
  • Stiftsnägel
  • Dreikantleiste

Eine große Frage, die uns beschäftigte, war, wie man den Sockel gegen aufsteigende Nässe isolieren sollte. Nach ein paar Telefonaten kam folgendes raus: Nach DIN 18195-4, 6.2 sollten alle Räume gegen aufsteigende Nässe abgedichtet werden (insbesondere die Wohnräume).

Nur bei Raumnutzungen mit „geringen Anforderungen an die Trockenheit der Ramluft„; kann eine Abdichtung entfallen, wenn der Wassertransport durch eine kapillarbrechende Schüttung (k>10-4 m/s) mit einer Dicke von mindestens 150 mm unterhalb der Bodenplatte vermindert wird (z.B. Tiefgaragen, einfachste Lagerkeller)

(direktes Zitat aus dem Gutachterwissen). Daher erübrigte sich die Abdichtung und wir gingen gleich an die Verschalung.

Die Verschalung muss an den Boden gedübelt werden. Dies verhindert das Abhauen der Schalung im Bereich des Bodens. Am besten stützt man noch die obere Kante der Verschalung mit einem Konterholz an mindestens 3 Stellen ab, so dass die Schalung nicht abhauen kann. Estrich muss schwimmend verlegt werden. Daher bieten sich die von ProHaus mitgelieferten Randdämmstreifen zum Verbau an. Sie unterbrechen die Estrichschicht und lassen den Estrich so im Breich der Arbeitsfuge nicht einreisen. Wer jetzt noch mag, darf gerne die Dreikantleiste auf die Verschalung nageln, um damit die Ecken abzuphasen.

Die Schalung muss mit dem Boden verdübelt werden. Es sei denn, man zimmert einen Kasten.Verschalung trifft RanddämmstreifenVerschalungsverbindung mit Hilfe eines abgesegten DielenDie Verschalung mit Randdämmstreifen für den Sockel

Der Sockel wird schwarz

Ankleben der Kaltbitumenbahn

Ankleben der Kaltbitumenbahn

Heute ging es wieder einmal an die Sockelisolierung. Nun auf die Grundierung mit Kaltbitumenbahn (ekliges Zeugs). Es empfiehlt sich Teilstücke von ca. 1,5 m mit 6 cm Überlappung auf den Sockel zu kleben. Auf ganzer Länge, wie im Ausbauberater beschrieben, kleben ist nicht empfehlenswert, da sich die Kaltbitumenbahn im schlechtesten Falle verklebt und danach sich nicht mehr auseinanderziehen lässt. Es sei denn, man ist zu zweit, dann kann einer die Kaltbitumenbahn halten, während der andere sie aufklebt.

Um die Kaltbitumenbahn auf dem Sockel ausgerichtet aufkleben zu können, löst man am besten ein ca. 5 bis 10 cm großes Stück des Papiers hinter der Kaltbitumenbahn, klebt es dann der Länge nach an der Oberkante des Holzständers fest und zieht dann nach und nach das Papier ab, während man die Kaltbitumenbahn von oben glatt streicht.

Ankleben der Bitumenbahn im Zwerggiebelbereich

Ankleben der Bitumenbahn im Zwerggiebelbereich

Zum Zuschneiden der Kaltbitumenbahn empfiehlt sich ein Cutter, den man dann mit Terpentinersatzlösung nach gebrauch wieder sauber bekommt. Das Zeug klebt nämlich wie Teufel auf fast allem.

Am Montag dann kommen die Maurer und am Donnerstag soll es schlechtes Wetter geben. Daher geht es mit Bitumenkleben morgen nach der Schule weiter.

Fertigstellung der „Sockelbräunung“

Heute haben wir unseren Sockel fertig grundiert, so dass es kommenden Dienstag an die Isolierung des Sockels gehen kann.

Mit dem Anrühren der BT 26 Grundierung bietet sich ein kleiner Exkurs in die Rührermodelle an. Im Trockenbau für den Eigengebrauch gibt es eigentlich nur zwei wichtige Modelle: Den Rondenrührer und den Wendelrührer. In der u. angef. Tabelle fasse ich die Eigenschaften beider Rührerarten kurz zusammen.

Rondenrührer

Rondenrührer

Der Rondenrührer ist ähnlich einem Barquirl aufgebaut und eignet sich hervorragend Flüssig-Flüssig-Mischungen oder Dispersionen anzurührern. Er wird für das Mischen bzw. das Anrühren von Farben, Lacken und Grundierungen verwendet. Der maximale Umsatz an Rührmasse ist 15 bis 30 kg. Der Rührer muss mindestens 800 W haben.

Wendelrührer

Wendelrührer

Wendelrührer haben eine enger gewickelte Mischspirale als der Rondenrührer und meist eine abgerundete Rührkante (es gibt auch kantigere Rührkanten). Diese Bauart erlaubt es Fest-Flüssig-Gemische, wie z. B. Zementmörtel, Quellmörtel, Beton oder ähnliches anzumischen, ohne dass die Wendel abreißt.

Der Sockel wird braun

Heute hat uns ProHaus angerufen. Die Fassade ist für die KW 11/2012 geplant (ohne dass wir abgerufen haben). Daher müssen wir uns sputen, die Sockelisolierung in den nächsten zwei Wochen hinzubekommen. Gott sei Dank gibt es jetzt ein paar angenehme Frühlingstage. Heute grundierten wir die Hälfte unseres Sockels, am Samstag ist die 2. Hälfte geplant.

Hier soll ein guter Tipp für den Umgang mit BT 26Voranstrich Allwetter angeführt werden: Das Teufelszeug klebt überall und ist absolut schlecht abzubekommen, wenn es angetrocknet ist. Daher bietet sich ein Ganzkörperschutz für das Grundieren des Sockels an. Im noch feuchten Zustand bekommt man es ganz leicht mit einem nassen lappen abgewischt. Um unter der Drainagefolie grundieren zu können, muss sie an den Ecken eingeschnitten werden. Wir benutzten einen Kleisterpinsel, den man nach Gebrauch mit BT 26 auf jeden Fall wegschmeißen kann. Kommt man in die Nähe von Fenstern, ist es ratsam, diese mit einem Spritzschutz zu versehen. Die angetrocknete Grundierung bekommt man nur mit kräftigem Bürsten von Haut und Fenster ab

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