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Archive for Dezember 2011

Neujahrstag = Dämmtag Nr. 4

Heute gingen wir für ein paar Stunden die Dämmung mit 50er-Mineralwolle der schon ab Werk beplankten Innenwände an. Beim Zuschnitt der 50er-Dämmung sollten nur 0,5 cm Zuschlag gegeben werden, da diese Dämmung superstarr ist und sich nicht gern biegen lässt. Besonders zeitaufreibend im Dämmungszuschnitt waren hier die Innenwände an den Dachschrägen (wohl dem, der gut Tetris spielen kann). Breiten von 2,5 cm sind schlecht zu schneiden. Daher habe ich diese Breiten mit PU-Schaum ausgespritzt. Ging schneller und genauer.

Während sich Nicole mit der Dämmung unseres Gästezimmers und teilen des Ess-Wohnbereichs beschäftigte, wurden von mir die ersten Latten für die Armaturverstärkung unter dem Waschtisch mit der metabo KS 216 M Lasercut zugeschnitten. Trotz umfangreicher Lattenlieferung, lässt sich ein Einkauf im Baumarkt für die Waschtischverstärkung nicht vermeiden.

Für unsere 3 Waschtische und deren Verstärkung benötigen wir noch folgende Utensilien:

  • 1 Diele (200 mm x 60 mm x 2 m)
  • 1 Päckchen 90°-Winkel mit einer Breite von 60 mm

Für die Armaturverstärkung des Warm-/Kaltwasserzulaufs können die ab Werk mitgelieferten schmalen Latten benutzt werden. Alle Verstärkungen werden zwischen die Holzständer mit Winkel angeschraubt.

Rigipsrettung und Dämmung ohne Ende

31. Dezember 2011 1 Kommentar
Nicole bei der Rigipsrettung

Nicole bei der Rigipsrettung

Als wir heute zur Baustelle kamen, erwartete uns eine böse Überraschung: der Sturm von heute Nacht hat uns die Abdeckfolie von den gr0ßen Rigipsplatten genommen und es hat munter „daraufgekraupelt“. Die Temperaturen über den heutigen Tag hat den Graupel schmelzen lassen. Die Rigipsplatten sind zwar unter Folie, durch das Abladen hat es aber Löcher gegeben, in die Wasser eingedrungen ist. Noch immer sind wir mit der Dämmung beschäftigt und haben Momentan nicht genügend Stauraum, um die Rigipsplatten nach innen zu tragen und in die entsprechenden Räume zu verteilen: Man muss ja noch arbeiten können. Wir nahmen also eine Rigipsrettung vor: ich fuhr nochmals in unsere Zwischenmietwohnung und holte den Badabzieher und zwei Geschirrtücher. Die Folie wurde mit dem Badabzieher abgezogen und die feuchten Lochstellen mit den Geschirrtüchern trockengelegt. Danach kam extrastarkes Haftklebeband von Tesa auf die Löcher. Auf die geflickte Folie legten wir dann eine kleine Gewebebahn, dann darauf eine Spanplatte und auf die Spanplatte und den Rest der Rigipsblatten dann eine Gewebeabdeckfolie von 20 Quadratmetern. Diese verankerten wir teilweise mit Heringen, teilweise mit Holz und Paletten und teilweise mit Stein. Auf die Rigipsstapel kamen dann über die Plane nochmals Paletten. Wir hoffen nun, dass unsere Rigipsplatten nun auch die schwersten Stürme überleben und soweit trocken bleiben.

Ansonsten waren wir heute wieder fleißig Dämmen. Alle Außenwände wurden heute fertig gedämmt. Bleiben nur noch die Decke und alle Innenwände. Morgen sind wir mit der kratzigen Angelegenheit wahrscheinlich fertig und wir können Anfangen, die Dampfbremsfolie in den Decken zu verbauen.

Außer der Dämmung vermaßen wir heute auch unsere Fensterbänke, um uns Angebote für Granitfensterbänke machen zu lassen. Dabei wurden die Fensterbänke in allen Nasszellen (Bad, Gäste-WC, Toilette) nicht berücksichtigt, da diese (hoffentlich bald) durchgefließt werden.

Außerdem hatten wir heute das 1. Telefonat mit unserem Ausbauberater, der uns die ihm per E-Mail übermittelten Fragen bereitwillig am Telefon beantwortet hat:

  • Abkleben der Tackerlöcher: muss nicht gemacht werden. Die Tackerlöcher können gut und gerne offen gelassen werden.
  • Die Dampfbremsfolie muss nicht von Sparren zu Sparren getackert werden. Das Tackern dient nur dem erstmaligen fixieren der Dampfbremsfolie. Die Dampfbremsfolie an sich wird dann von der Deckenunterkonstruktion bzw. der Rigipsplatte gehalten. Im Drempel muss die Dampfbremsfolie nicht 20 cm auf den Boden überlappen. Sie kann bündig mit dem letzten Balken auf dem Fußboden enden. Nur Estrich verlegt wird, muss die Dampfbremsfolie mit in den Estrich eingebaut werden.
  • 240er-Dämmung reicht nicht: Wir sollen uns am kommenden Montag bei unserem Komissionierer melden, und fragen, warum die Dämmung nicht gereicht hat. Er schickt auch Nachschub, wenn es nicht reicht. Allen Bauherren in den ProHaus-Baublogs die wir besucht haben, reicht die 240er-Dämmung nicht.
  • Die Dampfbremsfolie wird an die Decke nach der Dämmung und vor der Elektroinstallation angebracht. Die gesamte Elektrik, die über die Decke geführt wird, kann in die Dachunterkonstruktion für Rigips gelegt werden.
  • Die Elektroinstallation an den Außenwänden erfolgt direkt auf der Dämmung, danach Verplankung mit Holzwerkstoffplatten, Dampfsperre und Rigips. Mit Hilfe einer Bohrkrone wird dann die Steckdose passgenau ausgesägt. Dieses Aussägen reicht wohl, um die Dampfbremsfolie an diesem Durchbruch Dicht zu bekommen.
  • Die Sanitärinstallation kann gerne auf die Dämmung in die Innenwände gelegt werden.

Am heutigen Tag wurden dann auch die Einzelheiten des Hausstromanschlusses mit unserem Elektriker durchgesprochen. Herr Keller kam auf unsere Baustelle und machte eine Vorbesichtigung, in denen wir die einzelnen Räume durchgegangen sind. Ich war schon vier Schritte weiter, als unser Elektriker, da ich mit Ihm schon die Feinheiten der Installation durchsprechen wollte. Ich musste mal wieder feststellen, dass die Elektriker Pragmatiker sind und erst bis zum nächsten Schritt denken: der nächste Schritt ist der Schritt, die Elektrik ins Haus zu legen. Danach gehen wir dann an das Finetuning unseres Elektroinstallation. Leider kann der Hausanschluss erst in der KW 1/2012 gemacht werden. Aber bis dahin ist ja nicht mehr weit. Wir sind froh, dass wir Elektriker gefunden haben, die mit uns auch die Baubetreuung machen.

Dämmung des OG

Heute wurden die Dachschrägen im OG mit 240er und die Außenwände mit 160er-Mineralwolle gedämmt. Da wir heute nur zu zweit waren, maßen, schnitten und drückten wir an unterschiedlichen Hausseiten. Dank Nicoles Vorliebe für Puzzles benötigen wir nur noch zusätzliche 2 Rollen 240er Dämmung. Nach der Dämmung des Drempels (Kniestocks) und der Außenwände, gehen wir an die Planung und Installation der Sanitär- und Elektroinstallation, dann heißt es Strippen ziehen. Die Dämmung der Innenwände und die Dämmung der Decken erfolgt nach dem ziehen der Kabel und legen der Zu- und Abwasserrohre. Vor der Hausinstallation müssen Morgen noch die Außenwände im EG mit 160er-Mineralwolle gedämmt werden.

Hier sollen ein paar Fakten zu dem Umgang mit Mineralwolle gegeben werden:

Vor dem Dämmungsvorhaben sollten Ganzkörper-Schutzanzüge gekauft werden. Trotz dass die Mineralwolle weniger Glasanteil besitzt als gewöhnliche Glaswolle juckt es ziemlich nach Hautkontakt. Atemschutz ist Pflicht, dazu reichen die Papieratemschutzfilter aus dem Baumarkt. Bei den Atemschutzmasken den Nasenbügel an die persönliche Nasenform anpassen nicht vergessen.

Es gibt auch für knapp 5 EUR komplette Arbeitsschutzsets bestehend aus Overall, besserem Papieratemschutzfilter und Handschuhen.

Bei Hautkontakt sollte die Hautpartie mit kaltem Wasser abgewaschen werden. Wir haben dies nicht befolgt und sind nach den Dämmungstagen gleich unter die Dusche gehüpft. Das hat auch ausgereicht, das jucken zu minimieren. Wie gesagt: Das Jucken wird minimiert. Man bekommt es so lange nicht weg, bis das Dämmen aufgehört hat.

Während dem Arbeiten mit der Dämmwolle sollte für ausreichend Ventilation gesorgt werden, am besten Durchzug. So werden die kleinen schwebenden Mineralwollpartikel gleich mit dem Luftzug aus dem Arbeitsbereich entfernt und man hat nicht so ein Brennen in den Augen.

Bei Überkopfarbeiten am besten Schutzbrille tragen. Und zwar so eine, die komplett den Augenbereich umschließt. So minimiert man, dass die kleinen herunterrieselnden Mineralwollpartikel sich im Auge sammelt und unangenehm jucken und brennen. Zwar beschlägt die Schutzbrille während den Arbeiten, dies ist jedoch das kleinere Übel.

Reste der Mineralwolle werden als Sondermüll behandelt und müssen in einen speziellen Dämmstoffabfallsack gepackt werden. Diesen Dämmstoffabfallsack bekommt man von jedem Containerlieferanten. Wir haben vorerst 3 solcher 1,5 Kubikmeter fassenden Monstertüten geordert. Sie wurden uns mit dem Container geliefert. Verschnitt fällt insbesondere an den Dachschrägen an (240er-, 160er- und 50er-Dämmung)

Nach getaner Arbeit (am besten Dämmtagesweise) sollten die Räume in denen gedämmt wurde flächendeckend gesaugt werden.

 

 

Glauben Sie nicht…

Glauben Sie nicht alles, was man Ihnen verspricht. Wenn es zu Ihnen heißt, dass die Mengen an Materialien großzügig bemessen sind, dann glauben Sie das bitte nicht und gehen Sie so vor, wie es in Ihrem Ausbauberater steht. Wir dämmten den Drempel (schwäbisch = Kniestock) und wir mussten feststellen, dass unsere 240er-Dämmung nicht ganz ausreichen wird. Und das, obwohl unser Ausbauberater der Meinung war, dass der Drempel mit gedämmt werden kann, da ja die Dämmungsmenge so großzügig bemessen sei. Zu uns hieß es, dass es überhaupt kein Problem sei, Materialien noch im nachhinein anzufordern, wenn es nicht ausreicht. Wir sind gespannt, ob das ohne Problem so geht.

Weiter erwarten wir mit Spannung, ob der Verschnitt bei Latten, Spanplatten, Dampfbremsfolie und Rigips-Platten großzügig bemessen ist.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Noch ein paar Tipps für den Dämmungszuschnitt:

  • Schneiden Sie die Dämmung in der Breite der Sparren plus folgende Zuschnittgrößen zu (das hilft den Ausschuss an Dämmstoff bei der Pfettendachkonstruktion zu minimieren):
    • Drempel: 1 cm Zuschnitt
    • Dachschrägen: 2 cm Zuschnitt
    • Alle Außenwände (160er- Dämmung) 1 cm Zuschnitt (verhindert übermäßige Wulstbildung)
    • Alle Innenwände (50er-Dämmung) 0,5 cm Zuschnitt
    • Alle Decken (100er-Dämmung) 0,5 cm Zuschnitt
  • Die Zuschnitte der 240er-Dämmung für die Dachschrägen müssen sehr genau geschnitten werden, da sonst die Dämmung wieder herunterkommt.
  • Am besten im Team arbeiten: Einer misst die Dachsparren und den Holzständer aus und notiert die Maße auf dem Holzständer, zwei schneiden zu und einer drückt die Dämmung in die Holzständer und Dachsparren hinein. Derjenige, der die Dämmung in den Ständer hineindrückt, sollte groß und etwas kräftiger sein. Arbeitet man nur zu zweit, so ist es zeitsparender alleine alles zu machen (Alles heißt: Ausmessen, Zuschneiden, Reindrücken). Man muss nur an verschiedenen Wänden und Decken anfangen.

Weihnachtsruhe

An Heiligabend noch, bauten wir das letzte Kellerfenster ein und lackierten den grundierten Kessel schwarz. Ab 27.12. gehts dann mit der Dämmung weiter. Noch am 23.12. erreichte uns die nächste ProHaus-Rechnung. Wenigstens in der Rechnungsstellung sind die schnell. Nachdem unsere finanzierende Bank den Mängeleinbehalt vollständig ProHaus überwiesen hat, behalten wir den Rechnungsbetrag vor, bis alle Mängel beseitigt sind.

Allen Besuchern wünschen wir hier

frohe Festtage
und
einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Mängelmanagement und Ausbaupakete

In letzter Zeit war enorm viel zu tun. Die meiste Zeit ging für Mängelmanegement drauf. Am vergangenen Mittwoch kam der Kundendienst von ProHaus. Alles was er machen konnte, war die Verschieferung für den Schornstein zurecht zu schneiden. Das Dach war vereist, daher konnte er nicht das Dach abdichten und den Schornstein verschiefern. Die fehlenden Rolladenpanzer wurden mitgebracht, aber Wellen für die Rolladenpanzer waren nicht vor Ort. Somit konnte er die Rolladenpanzer nicht einbauen. So viel zum Mängelmanagement von ProHaus.

Die letzten Tage war jetzt doch Tauwetter, jedoch war der Kundendienst bisher nicht wieder da, da es nicht in die Planung passt. Ab Weihnachten gibt es erst einmal 2 Wochen Betriebsferien. Nach dem Gespräch mit Herrn Hillen (dem Oberbauleiter von ProHaus) können die Mängel erst ab der KW 02 oder 03 ausgebessert werden.

Auch mit der Anlieferung der Ausbaupakete gab es Schwierigkeiten und Missmanagement von seiten ProHaus. Die Spedition Hüttemann schickte einen 18-Tonner vorbei, da Sie davon ausging, dass der 18-Tonner ohne Probleme an unser Grundstück fahren kann. Nach Begutachtung der Straßenverhältnisse fuhr der LKW-Fahrer unverrichteter Dinge zur nächsten Abladestation. Hüttemann fand dann einen Spediteur in der Nähe von Rastatt, der mit einem 7.5-Tonner unser Ausbaupaket 2 anlieferte und wir geschlagene 3 Stunden den LKW selbst ausladen durften. Unser Fahrer war sich zu fein dafür, mit anzupacken.

Die Mangelausbesserung der HWR-Fensterfluchten sind von Herrn Zwafelink und einem Kollegen höchst persönlich letzten Donnerstag ausgebessert worden, so dass nun alle Fenster eingebaut werden konnten und nun der Keller wenigstens dicht ist. Dies hat ja auch lange genug gedauert.

Ab morgen geht es dann an die Dämmung des Drempels und der Außenwände.

 

Dämmstoffverteilung

Heute war für 3 Stunden das Verteilen von Dämmmaterialien angesagt. Wir mussten unsere 450 kg an Dämmmaterial an die Verwendungsorte (Dachgeschoss und Erdgeschoss) verteilen.