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Ganz normaler (Bau)Alltag

Sonnenuntergang über Loffenau

Sonnenuntergang über Loffenau

Der Schulalltag hat uns wieder, daher schreiben wir nicht mehr so viel. Trotzdem gibt es noch ein paar weitere Updates:

Am vergangenen Montag gelang uns das Schnittstellenmanagement brillant. Wir bekamen sowohl unseren Versorger als auch den Kundendienst von Gussek auf die Baustelle. Hartnäckig bleiben lohnt sich wohl. Da uns der Schulalltag wieder hat, übernahm mein Vater die Oberaufsicht auf dem Bau. An diesem Tag wurde der Hausanschluss für den Strom ins Haus verlegt und die geöffnete Kellersohle geschlossen. Und man muss sich ja nicht mehr wundern: Die vom Kundendienst mitgebrachten Zementsäcke haben nicht gereicht. Der Kundendienst versuchte gleich das Problem in den Griff zu bekommen und frage an der Nachbarstelle nach ein paar günstigen Spende-Säckchen. Da die schwäbischen Grenze gerade mal 2km entfernt liegt, hatten sie keinen Erfolg. Deshalb sind die guten Handwerker 20 km weit nach Bad Rotenfels gefahren (der Standort des einzigen Baumarktes der innerhalb einer halben Stunde erreichbar ist), um nochmals Zementsäcke zu kaufen. Ist scheinbar gar nicht so einfach, für ein selbst gegrabenes Loch die passende Menge an Zement vorauszusehen, geschweige denn zu berechnen. Rechnen ist so eine Sache.

Heute war dann der Kundendienst für den Holzständer da und musste feststellen, dass die Fa. Schiedel Murgs (nein, sie heißen nicht „Murgs“, sondern machen ihn nur)  im Setzen des Abschlusssteins bei der Verlängerung des Kamins gemacht hat. Mein Vater hat auch heute wieder die Oberaufsicht übernommen. Wie wir feststellen mussten, arbeiten die meisten Handwerker ohne Oberaufsicht nicht wirklich sauber und pfuschen nur rum. So auch im Fall des Schornsteinsetzens: Normalerweise wird als Abschlussstein bei den Kaminen ein Stein mit vier Gewindestangen gesetzt, so dass man die Metallabdeckung des Kamins an diesen vier Gewindestangen sturmsicher befestigt bekommt. Die gute Fa. Schiedel hat einen Stein verwendet, der nur zwei Gewindestangen besaß. Schön, dass der Tonkanal schon mit Dünnbettmörtel auf immer und ewig auf das alte Tonrohr aufgeklebt wurde. Der Stein lässt sich nun auch nicht mehr ersetzen. Wir sind mal wieder gespannt, mit welch kreativen Lösungen für dieses Problem uns unsere handwerkenden Freunde diesmal überraschen werden.

Auch der Techniker der Telekom kam heute und legten den Hausanschluss für das Telefon. Zwei Tage nach der Montage des Elektrohausanschlusses war das wirklich schnell für die Telekom. Trotz alledem musste mein Vater als Oberaufseher nochmals Fa. Krieger anrufen, um nochmals den Telekomikern Dampf unter dem Hintern zu machen. Aber danach klappte es auch. Ab heute haben wir Strom, Wasser und Telefon im Haus und nicht mehr nur in der Erde.

Zitat aus einer mehr oder weniger zuverlässigen Internetquelle:

Wie viele Ärzte könnten in einer Lehrzeit von 3 Jahren exzellente Fließenläger werden? 95 %. Wie viele Fließenläger könnten innerhalb der Ausbildungszeit für Medizin exzellente Ärzte werden? 5 %.

Das stimmt nachdenklich.

Wenigstens sind wir heute mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt worden.

Weiterführendes findet man:

Mängelmanagement und Ausbaupakete

In letzter Zeit war enorm viel zu tun. Die meiste Zeit ging für Mängelmanegement drauf. Am vergangenen Mittwoch kam der Kundendienst von ProHaus. Alles was er machen konnte, war die Verschieferung für den Schornstein zurecht zu schneiden. Das Dach war vereist, daher konnte er nicht das Dach abdichten und den Schornstein verschiefern. Die fehlenden Rolladenpanzer wurden mitgebracht, aber Wellen für die Rolladenpanzer waren nicht vor Ort. Somit konnte er die Rolladenpanzer nicht einbauen. So viel zum Mängelmanagement von ProHaus.

Die letzten Tage war jetzt doch Tauwetter, jedoch war der Kundendienst bisher nicht wieder da, da es nicht in die Planung passt. Ab Weihnachten gibt es erst einmal 2 Wochen Betriebsferien. Nach dem Gespräch mit Herrn Hillen (dem Oberbauleiter von ProHaus) können die Mängel erst ab der KW 02 oder 03 ausgebessert werden.

Auch mit der Anlieferung der Ausbaupakete gab es Schwierigkeiten und Missmanagement von seiten ProHaus. Die Spedition Hüttemann schickte einen 18-Tonner vorbei, da Sie davon ausging, dass der 18-Tonner ohne Probleme an unser Grundstück fahren kann. Nach Begutachtung der Straßenverhältnisse fuhr der LKW-Fahrer unverrichteter Dinge zur nächsten Abladestation. Hüttemann fand dann einen Spediteur in der Nähe von Rastatt, der mit einem 7.5-Tonner unser Ausbaupaket 2 anlieferte und wir geschlagene 3 Stunden den LKW selbst ausladen durften. Unser Fahrer war sich zu fein dafür, mit anzupacken.

Die Mangelausbesserung der HWR-Fensterfluchten sind von Herrn Zwafelink und einem Kollegen höchst persönlich letzten Donnerstag ausgebessert worden, so dass nun alle Fenster eingebaut werden konnten und nun der Keller wenigstens dicht ist. Dies hat ja auch lange genug gedauert.

Ab morgen geht es dann an die Dämmung des Drempels und der Außenwände.

 

Die Mängelliste wird abgearbeiet

Die letzte Woche war für uns sehr turbulent. Nachdem wir telefonisch Mängel gemeldet haben, entdeckten wir noch mehr Mängel. Sodass es an der Zeit war, eine umfangreiche Mängelanzeige zu machen. Postalisch per Einschreiben und vorab per Fax wurde ein zwei Seiten langer Brief an ProHaus geschickt.

Wir fangen im Keller an und tasten uns dann vor bis zum OG:

Es wurden die falschen Rohrbögen für die Leerrohreinführung der Hausanschlüsse Wasser und Strom/EDV/Kabel in die Bodenplatte betoniert. Die Monteure verwendeten 45°-Bögen anstelle von 10°-Bögen. Durch diesen spitzen Winkel konnten wir unsere Hauseinführung des Wassers im besten Willen nicht biegen. Die Rohrdicken, sowie die Wasseranschlüsse wurden ProHaus schon Monate zuvor zugeschickt. ProHaus schlägt folgende Mängelbeseitigung vor: am Montag kommt ein Sägeteam, welches die Sohle an der Stelle der Leerrohre eröffnet. Danach darf unser Tiefbauer die Sohle aufstemmen, die falschen Leerrohre herausnehmen und die richtigen Leerrohrbögen hineinsetzen. Kurz vor Weihnachten soll dann ein Montageteam kommen, um die Sohleplatte an dieser Stelle abzudichten und zu schließen. Dieser Pfusch hätte deutlich vermieden werden können.
Die Fensterfluchten des Wohnkellers und teilweise auch im HWR-Raum haben unsauber gearbeitete Fluchten. Die Fluchten haben teilweise Abweichungen in den Maßen von 2,5 cm. Das Sägeteam, die den Kellerboden öffnet, darf diesen Mangel kommenden Montag ausmerzen.
Der Einbau der Bautreppe wurde nicht vollständig vollzogen. Die Bautreppe fehlte im UG. Der Einbau der Bautreppe wurde letzten Donnerstag vollzogen.
Im EG wurden zwei Fenster bodentief eingebaut, wobei in der Bemusterung zweigeteilte Fenster bestellt waren. In Absprache mit Herrn Hillen, unserem Hochbaubauleiter, werden für die falsch eingebauten Fenster die französischen Balkone werksseitig hergestellt und geliefert. Die Herstellung der französischen Balkone hätte via Auftrag von uns bauseits erledigt werden sollen. Jetzt übernimmt es ProHaus.
Zwei Rolladenpanzer von zwei Fenstern wurden ab Werk schlichtweg nicht eingebaut Die zwei Rolladenpanzer müssten mit der Bautreppe montiert worden sein. Dies wird heute noch überprüft.
Der Schornstein wurde ab Werk viel zu kurz geliefert Die Frist für die Beseitigung des Mangels wurde von uns auf den 21.12. gesetzt.
Zwei Regenfallrohre wurden ab Werk schlichtweg vergessen Die Regenrohre sollten mit der Auslieferung der Vormauerschale geliefert werden.
Schon jetzt zeigt unsere Kellerdecke Spannungsrisse Die Risse sollten bis zum 09.12. von Seiten ProHaus begutachtet und abgedichtet werden.

Aufgrund der umfangreichen Mängel hatten wir uns dazu entschlossen, dass ProHaus die schon abgemachte Auslieferung der Ausbaupakete stoppt, bis die Mängel beseitigt wurden. Herr Dröge, unser Sachbearbeiter und Koordinator vor Ort in Nordhorn ließ dies auch sofort veranlassen. Nur Ursa (die Firma für die Dämmungsauslieferung) hätte nur unter immensen Kosten für ProHaus ausgeliefert werden können. Daher entschieden wir uns dafür, Ursa (das Ausbaupaket 1) zum verabredeten Zeitpunkt anzunehmen. Weiter wurden von uns 5000 EUR von der Teilschlussrechnung des Hauses einbehalten, bis die Mängel von seiten ProHaus beseitigt wurden.

Auslieferung der Ausbaupakete

Das Dämmungspaket von Ursa wurde am letzten Dienstag ausgeliefert und zwar so:

Verabredet war ein LKW ohne Hänger, da es bei uns ein wenig eng zu ging. Auch dieser LKW-Fahrer fand unsere Baustelle nicht und musste von Marcus abgeholt werden. Marcus lotste unseren LKW mit Hänger zu unserer Baustelle. Danach fragte er, ob der LKW-Fahrer eine Ameise dabei hätte. Dies wurde jedoch von dem Fahrer verneint. Das Ausladen geschah dann wie folgt: Der LKW-Fahrer schmiss unsere Dämmung von den Paletten direkt in den Dreck, die Dämmungsrollen wurden dann im 6er- bzw. 8er-Pack von Marcus vor die Türe gerollt, danach in den Keller gebracht. Dieses Szenario wiederholte sich für 3 Stunden und 450 kg Dämmung. Auch im Lieferservice wurde von seiten ProHaus gespart, da nicht einmal eine Ameise in Gebrauch war.

Dieser Sonntag … 1. Meckertag …

20. November 2011 1 Kommentar

Heute war Meckertag. Nachdem mein Bruder mit uns auf der Baustelle war, wurden einige Baumängel festgestellt:

  1. Glasfasergewebe wurde nicht in die Arbeitsfugen eingebracht.
  2. Über die Arbeitsfugen wurden nach außen hin kein Gewebe zwischen die Bitumenschichten eingespachtelt, welches die Arbeitsfugen vor Spannungsrissen schützen soll.
  3. Die bituminöse Abdichtung der Kellerwand bis Oberkante Erdreich-Verfüllung fehlte, wobei es sich bei unseren Wänden auch um WU-Beton handeln könnte, der keine besondere Abdichtung benötigt.
  4. Der Lichtschacht wurde nicht für die Verfüllung abgedichtet.
  5. Wir stellten durch Sichtprüfung 2 mm Bitumenschichtdicke fest, wobei 4 mm Bauvorschrift sind.
  6. Bei der Filigrandecke ist eine Ecke abgeplatzt.
  7. Kraftschlüssige Vermörtelung der Maurerfugen fehlte bei allen gemauerten Wänden.
  8. Bei nichttragenden Wänden müsste 1 cm bis zur Unterkante Decke freigelassen werden, dies verhindert später Spannungsrisse in der Decke. Unsere Wände wurden alle tragend ausgebaut.

Heute abend ging noch ein Mängelbericht an unseren Hausanbieter auf elektronischem Wege raus, der die Mängel erläuterte und eine schriftliche Stellungnahme und die Ausbesserung der Mängel verlangte.

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