Archive

Posts Tagged ‘Sanitär’

Bestückte Noppenbahnen …

Endlich, nachdem wir unseren Heizungsbauer noch einmal aus terminlichen Gründen wechseln mussten, wurde es geschafft: Unsere Noppenbahnen sind nicht mehr nur schwarz, sondern haben teilweise auch „weiße Streifen“. Dankenswerterweise griff uns unsere Sanitätsfirma, die uns auch den Heizkessel und den Warmwasserspeicher verrohrt haben mit 3 Mann unter die Arme um innerhalb (na ratet mal) einem Tag die komplette Fußbodenheizung zu verlegen. An einem Tag wurden 4 Wochen herschieben wett gemacht. Man ist gut beraten, wenn man die richtigen Leute und vor allem Handwerker kennt.

Wie gesagt, endlich kann der Estrich kommen und er kommt (in 14 Tagen). Man denkt nicht, wie schnell die Wochen ins Landziehen, wenn der eine oder andere Handwerker es nicht packt, den Auftrag in seine Planung zu bekommen.

Aber allem Ärger zu trotz: Am Dienstag wird vollends gefüllt, der Badheizkörper aufgehängt, die Flussmenge eingestellt, 24 Stunden abgedrückt und dann kann unser Estrichbauer kommen.

Wichtig beim Verlegen der Fußbodenheizung ist natürlich noch neben den Verlegeabständen sog. Schiebehülsen nicht zu vergessen. Diese Schiebehülsen werden auf die Rohre gesteckt, die unter der Türe durchlaufen. Diese Schiebehülsen müssen ca. 10 cm in jeden Raum reichen und dienen der Beweglichkeit der Dehnfuge des Estrichs, die meistens an der Türschwelle gelegt wird.

Abstrahlung vs. Konvektion (Quelle: http://www.kosertec.com)

Zu den Verlegeabständen ist folgendes zu sagen: die Verlegeabstände müssen so gewählt werden, dass man unter oder knapp über der magischen Zahl 100 m Rohrlänge mit dem Rohr eines Heizkreises kommt (Hin und Zurück mit inbegriffen). Bei der Länge von 100 m ist das Rohr genug lang, um genug heißes Wasser in der richtigen Geschwindigkeit durch den Kreis pumpen zu lassen. Physikalisch wissen wir ja, dass zum Wärmetransport Konvektion notwendig ist. Geht die Konvektion gegen Null, gibt es also fast keine, dann wird die Fußbodenheizung auch nicht warm genug oder benötigt zu lange Zeit, um die richtige Wohlfühltemperatur zu liefern. ProHaus rechnet die Verlegeabstände eigentlich gut und auch unsere Profis richteten sich danach.

An die Rohrenden sollte man dann auch die Rohrmeter schreiben, die man verwendet hat.

Übrigens: Unsere Sanitärmonteure ließen sich nicht davon überzeugen, im Bad die Heizungsrohre durchzulegen. Sie haben Duschwanne und Badewanne ausgelassen (vgl. die Umfrage im Artikel – Estrich rückt näher… vom 21.10.2013).

Tipp für ETA-Kessel: Das Estrichtrocknungsprogramm

Wer wie wir einen ETA-Kessel zum Feuern benutzt, der muss mit dem Servicepasswort 135 ins Serviceprogramm des Kessels. Sobald der Servicemodus aktiv ist, muss in das Textmenü des Heizkreises eingestiegen werden und dort findet sich dann der Parameter „Estrich“. Durch einmaliges Anklicken öffnet sich das Untermenü, und die gewünschten Parameter lassen sich einsteigen.

Dieser klitzekleine Tipp wurde uns weder vom Servicetechniker, noch von unserem Hausanbieter gegeben. Erst als ich den Service von ETA angeschrieben habe, hat ein Servicetechniker noch am gleichen Tag mit dem Hinweis geantwortet.

Die liebe Einliegerwohnung

23. Mai 2013 1 Kommentar

Ja, Beton ist schon hart! Das durften wir heute spüren. Im Moment sind wir am Sanitär- und Elektroinstallieren der Einliegerwohnung und mussten am eigenen Leib erfahren, wie hart Beton beim Schlitzen sein kann.

Mit 80er-Bohrkrone, Mauernutfräße (im Elektrikerjargon: Schlitzfräß‘), Flachmeißel und Bohrhammer gingen wir heute ans Werk um unsere Schlitze für die Elektroinstallation zu schlitzen und die Bohrlöcher für die Unterputzdosen mit der Bohrkrone in die Mauern buchstäblich zu mahlen.

Wir können froh sein, dass KS-L-Steine die meisten Wände in der Einliegerwohnung ausmachen. Hier fräßt sich die Bohrkrone richtig leicht ins Mauerwerk im Gegensatz in Beton. In Beton dauert es gefühlte Stunden, bis man in der gewünschten Tiefe angekommen ist. Wir wählten eine Tiefe von 4,5 bis 5 cm da wir uns noch dafür entschieden, Rigips aus schallschutztechnischen und kosmetischen Gründen vor die Wände zu kleben. Für die Arbeit mit Schlitzfräß‘, Bohrhammer, Meißel und Bohrkrone empfiehlt es sich, Gehör-, Sicht- sowie Atemschutz aufzuziehen. Schlitze in KS-L zu fräßen macht regelrechte Sandstürme und die feinen Härchen der Gehörschnecke degradieren all zu leicht bei andauerndem Lärm.

Nach 6 Stunden und einen Bohrkronenbruch hörten wir für heute auf. Auch nach 6 Stunden spüren wir, was wir gemacht haben.

Update (24.05.):

Der Wohn- und Schlafbereich der Einliegerwohnung wurde fertig geschlitzt. Jetzt sind nur noch Bad, Küche, Gang und Flur dran. Mit dem Schlitzwerk weiß man, was man geschafft hat.

HWR-Nachbereitungen

Potenzialausgleichsschiene unter dem Dach

Potenzialausgleichsschiene unter dem Dach. Der Hauserder wird noch durch ein NYM-J PE-Leiter ersetzt.

Am heutigen Tage verlegten wir die von unseren Installateuren gewünschten Kabelkanäle, machten den Außenfühlerdurchbruch, schlossen den Außenfühler noch hängend an die Nordseite an und verpackten alle Kabelstränge in die Kabelkanäle und Kabelrohre. Weiter verdrahteten wir mit Hilfe der Schaltplatinenbelegungsskizze Außenfühler, Pelletvortrieb und Notschalter. Im Moment wissen wir noch nicht wirklich, wo wir den Heizungsnotschalter befestigen sollen. Er sollte auf jeden Fall außerhalb des Heizungsraumes befestigt werden, so dass man den Notausschalter auch dann benutzen kann, wenn der Heizungsraum irgendwann mal zugeschlossen wäre.

Ostersamstag und wir stabilisieren

Der heutige Ostersamstag stand ganz im Zeichen der Stabilität. Nachdem wir nun wussten, wo Badewanne, WC, Waschtisch und Duschwanne im Bad positioniert werden sollten, machten wir uns daran, die Waschtisch- und Geberit-Duofix-Verstärkungen an den Ständern anzubringen.

Der Geberit-Duofix soll nach Montageanleitung OKFFB (Oberkante Fertigfußboden) 1,10 m ohne Auszug der Stahlstreben hoch sein. Daher brachten wir die Wandverstärkung für den Duofix Unterkante Holz auf 1,10 – 1,11 m ab OKFFB an. Das Holz, welches wir für die Verstärkung wählten, bemisst 12 cm in der Breite, so dass wir bei Anbringung des Unterputzspülkastens noch 12 cm Spiel nach oben haben. Die minimale Anbringhöhe muss jedoch die 1,11 m sein, ansonsten bringt uns die Wandverstärkung nichts, sie Schrauben würden nur in die Spanplatte versenkt werden. Der Geberit-Duofix lässt sich nach Montageanleitung bis zu 20 cm in der Höhe verstellen. Für die Waschtischverstärkungen wählten wir weg vom Normvorschlag ein 5 cm höheres Maß, man muss ja an sein Alter denken ;).

Bevor man die Wand- und Waschtischverstärkungen anbringt, muss man die Dämmung in die Ständer legen. Durchziehen durch die Verstärkungen klappt ohne Dämmwollzerstörung nicht. Wir montierten nämlich zuerst die Wandverstärkungen und versuchten dann die Dämmung einzufädeln. Vergeblich, ohne Erfolg. Daher hieß es, wieder alle Verstärkungen abschrauben, Dämmung in den Ständer legen, danach wieder alle Wandverstärkungen anschrauben.

Nach den ostersamstaglichen Stabilisierungsmaßnahmen haben wir dann noch das letzte Kabel für den Taster in der Galerie des EGs für das DG gelegt. Dafür fräßten wir den 1. Ständerquerbalken in der Küche knapp 1. cm ein und führten das Kabel durch den Boden hoch an die Verteilerdose mitten durchs Schlafzimmer am Boden entlang in den Ständer, in dem die Verteilerdose für den Flur vorgesehen war.

Rigipsrettung und Dämmung ohne Ende

31. Dezember 2011 1 Kommentar
Nicole bei der Rigipsrettung

Nicole bei der Rigipsrettung

Als wir heute zur Baustelle kamen, erwartete uns eine böse Überraschung: der Sturm von heute Nacht hat uns die Abdeckfolie von den gr0ßen Rigipsplatten genommen und es hat munter „daraufgekraupelt“. Die Temperaturen über den heutigen Tag hat den Graupel schmelzen lassen. Die Rigipsplatten sind zwar unter Folie, durch das Abladen hat es aber Löcher gegeben, in die Wasser eingedrungen ist. Noch immer sind wir mit der Dämmung beschäftigt und haben Momentan nicht genügend Stauraum, um die Rigipsplatten nach innen zu tragen und in die entsprechenden Räume zu verteilen: Man muss ja noch arbeiten können. Wir nahmen also eine Rigipsrettung vor: ich fuhr nochmals in unsere Zwischenmietwohnung und holte den Badabzieher und zwei Geschirrtücher. Die Folie wurde mit dem Badabzieher abgezogen und die feuchten Lochstellen mit den Geschirrtüchern trockengelegt. Danach kam extrastarkes Haftklebeband von Tesa auf die Löcher. Auf die geflickte Folie legten wir dann eine kleine Gewebebahn, dann darauf eine Spanplatte und auf die Spanplatte und den Rest der Rigipsblatten dann eine Gewebeabdeckfolie von 20 Quadratmetern. Diese verankerten wir teilweise mit Heringen, teilweise mit Holz und Paletten und teilweise mit Stein. Auf die Rigipsstapel kamen dann über die Plane nochmals Paletten. Wir hoffen nun, dass unsere Rigipsplatten nun auch die schwersten Stürme überleben und soweit trocken bleiben.

Ansonsten waren wir heute wieder fleißig Dämmen. Alle Außenwände wurden heute fertig gedämmt. Bleiben nur noch die Decke und alle Innenwände. Morgen sind wir mit der kratzigen Angelegenheit wahrscheinlich fertig und wir können Anfangen, die Dampfbremsfolie in den Decken zu verbauen.

Außer der Dämmung vermaßen wir heute auch unsere Fensterbänke, um uns Angebote für Granitfensterbänke machen zu lassen. Dabei wurden die Fensterbänke in allen Nasszellen (Bad, Gäste-WC, Toilette) nicht berücksichtigt, da diese (hoffentlich bald) durchgefließt werden.

Außerdem hatten wir heute das 1. Telefonat mit unserem Ausbauberater, der uns die ihm per E-Mail übermittelten Fragen bereitwillig am Telefon beantwortet hat:

  • Abkleben der Tackerlöcher: muss nicht gemacht werden. Die Tackerlöcher können gut und gerne offen gelassen werden.
  • Die Dampfbremsfolie muss nicht von Sparren zu Sparren getackert werden. Das Tackern dient nur dem erstmaligen fixieren der Dampfbremsfolie. Die Dampfbremsfolie an sich wird dann von der Deckenunterkonstruktion bzw. der Rigipsplatte gehalten. Im Drempel muss die Dampfbremsfolie nicht 20 cm auf den Boden überlappen. Sie kann bündig mit dem letzten Balken auf dem Fußboden enden. Nur Estrich verlegt wird, muss die Dampfbremsfolie mit in den Estrich eingebaut werden.
  • 240er-Dämmung reicht nicht: Wir sollen uns am kommenden Montag bei unserem Komissionierer melden, und fragen, warum die Dämmung nicht gereicht hat. Er schickt auch Nachschub, wenn es nicht reicht. Allen Bauherren in den ProHaus-Baublogs die wir besucht haben, reicht die 240er-Dämmung nicht.
  • Die Dampfbremsfolie wird an die Decke nach der Dämmung und vor der Elektroinstallation angebracht. Die gesamte Elektrik, die über die Decke geführt wird, kann in die Dachunterkonstruktion für Rigips gelegt werden.
  • Die Elektroinstallation an den Außenwänden erfolgt direkt auf der Dämmung, danach Verplankung mit Holzwerkstoffplatten, Dampfsperre und Rigips. Mit Hilfe einer Bohrkrone wird dann die Steckdose passgenau ausgesägt. Dieses Aussägen reicht wohl, um die Dampfbremsfolie an diesem Durchbruch Dicht zu bekommen.
  • Die Sanitärinstallation kann gerne auf die Dämmung in die Innenwände gelegt werden.

Am heutigen Tag wurden dann auch die Einzelheiten des Hausstromanschlusses mit unserem Elektriker durchgesprochen. Herr Keller kam auf unsere Baustelle und machte eine Vorbesichtigung, in denen wir die einzelnen Räume durchgegangen sind. Ich war schon vier Schritte weiter, als unser Elektriker, da ich mit Ihm schon die Feinheiten der Installation durchsprechen wollte. Ich musste mal wieder feststellen, dass die Elektriker Pragmatiker sind und erst bis zum nächsten Schritt denken: der nächste Schritt ist der Schritt, die Elektrik ins Haus zu legen. Danach gehen wir dann an das Finetuning unseres Elektroinstallation. Leider kann der Hausanschluss erst in der KW 1/2012 gemacht werden. Aber bis dahin ist ja nicht mehr weit. Wir sind froh, dass wir Elektriker gefunden haben, die mit uns auch die Baubetreuung machen.