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Posts Tagged ‘Sperrholzplatten’

Und wieder einmal gehts ans Verplanken

Heute lassen wir Bilder sprechen:

Außer dem oben Gezeigten haben wir uns heute um das Stopfen einiger Zementmörteldurchbrüche mit Quellmörtel beschäftigt. Der Quellmörtel wurde dabei in die Löcher gestopft. Da er nachquillt, mussten wir nicht so stark stopfen, wie bei der Untermörtelung.

Unterputzdosen unter Putz gebracht

Heute war die Porenbetonwand zur Terasse hin dran. Nachdem wir am vergangenen Samstag die Bereiche für zwei Lampen und eine Außensteckdose festgelegt haben, ging es heute daran, die Kabel zu legen und die Unterputzdosen zu setzen.

Ich ging wie folgt vor:

  1. Mit einer 83er Bohrkrone die Aussparung für die Unterputzdose fräsen. Dafür reicht ein Akkuschrauber. Gasbeton lässt sich sehr gut von Hand bearbeiten. Eine Schlitzfräße benötigt man dazu nicht und ist eher kontraproduktiv. Das Loch muss noch mit Stechbeitel und Hammer nachgearbeitet werden.
  2. Mit einem 10er Mauerdurchbruchbohrer die Mauerdurchbrüche durch den Blasbeton bis zu den Werkstoffplatten bohren. Hier reicht die Schraubfunktion des Bohrhammers. Die Bohrhammerfunktion würde die Blasbetonsteine zertrümmern. Ein Tipp für die Leute mit Giebel: Am besten Schlitze für die Kabel zur nächst dünneren Wand legen. Durch den Giebel von ProHaus kommt man mit keinem Bohrer, da ist so viel Luft und Dämmmaterial drin, dass das nicht funktioniert.
  3. Mit Stechbeitel und Plastikhammer die Schlitze für dieJ-NYM 3×1,5 cm² Kabel in den Porenbeton einbringen. Dabei habe ich die Durchbrüche mit einer Wasserwage ebenerdig oben und unten verbunden. Setzt man den Stechbeitel mit der schrägen Seite zum Schlitz hin an, verhindert man ein Abplatzen anderer Bereiche im Porenbeton, die man nicht abgeplatzt haben will.
  4. Mit dieser langen Schraube kann man in den Sperrholzplatten die Durchbrüche markieren.

    Mit dieser langen Schraube kann man in den Sperrholzplatten die Durchbrüche markieren.

    Mit einer Langen Schraube wurden dann die Durchbrüche vom Außendurchbruch aus durch Eindrehen in Styroporisolierung und Werkstoffplatten markieren. Dabei muss die Werkstoffplatte vollkommen durchschraubt werden. Vom Montageteam verbleiben genügend Schrauben der Größe, wie rechts im Bild gezeigt auf der Baustelle. Ich habe es auch mit dem Ausmessen versucht und mich dermaßen vermessen, so dass ich vom Ausmessen abraten muss. Besser ist die Variante mit der langen Schraube.

  5. Von Innen an der Schraubenmarkierung mit einem 10 Holz- oder Metallbohrer den Werkstoffplatten und Isolationsdurchbruch vollziehen.
  6. Kabelverlauf des Außendurchbruchs im Ständer.

    Kabelverlauf des Außendurchbruchs im Ständer.

    Danach das Kabel bis zum Schaltschrank einziehen. Und beim Einführen der Kabel nicht zimperlich sein. Durch die Styroporisolierung kann es ab und an wo klemmen. Zum Teil kann man das Klemmen verhindern, indem man ein zwei mal mit dem drehenden Bohrer in das Bohrloch ein- und wieder ausfährt. Das bringt das Styropor zum Bröseln. Dieses abgebröselte Styropor kann schon nicht mehr stören. Wir entschieden uns dafür, die meiste Elektrik im EG über den Boden zu verlegen. Dafür brach ich die Untermörtelung teilweise mit dem Bohrhammer wieder auf, so dass wir die meisten Kabel durch diese Durchbrüche verlegen können. Danach wird mit Quellmörtel wieder untermörtelt.

  7. Kabel zur Außenseite hin ablangen, so dass ein gutes Stück Kabel (ca. 1. m) aus dem Durchbruch schaut.
  8. Isolierung mit Dampfbremsfolienkleber

    Isolierung mit Dampfbremsfolienkleber

    Isolation der Kabeldurchbrüche mit durchgeführtem Kabel mit Hilfe von Dampfbremsfolienkleber. Ich werde sehen, ob das reicht. Ansonsten muss man mit Winddichtklebeband nachdichten.

    Setzen der Unterputzdose

    Am Schluss muss dann noch die Unterputzdose gesetzt werden. Dabei muss am Rücken der Dose ein großer Haufen an Betonspachtel (am besten in der Hälfte der Dose) aufgebracht werden. Danach wird die Dose in die vorher mit dem Bohrkranz ausgefräßte Vertiefung gedrückt. Es quillt die Spachtelmasse auf den Seiten nach vorne raus. Leider auch in der Mitte bei den diversen Sollbruchstellen der Dose. Dies lässt sich aber nicht verhindern. Die Spachtelmasse, die in die Dose kommt, muss sofort mit der Spachtel entfernt werden. Danach erfolgt das Eingipsen der Dose von der Seite her. Dazu wird in ganz kleinen Portionen die Spachtelmasse zwischen Porenbetonwand und Dose gedrückt. Am Schluss wird porenwandbündig noch fein verspachtelt, so dass die Dose insgesamt auch optisch gut eingegipst ist.

    Ein Tipp noch für das Eingipsen der Unterputzdose:Die Unterputzdose muss immer so eingegipst werden, dass die Schraubenvorrichtungen ebenerdig horizontal oder im 90° Winkel zum Boden verbleiben. Dann lassen sich diese Vorrichtungen auch für das Innenleben der Dose nutzen und die Steckdosen können gerade in die Wand eingebaut werden. Ansonsten müssen die Steckdosen schräg montiert werden.

    J-NYM-Kabel können ohne bedenken eingegipst, einbetoniert und eingespachtelt werden. Sie werden nicht von Gips und Beton angegriffen.

    Hier soll noch die Evolution der Eingipsversuche gezeigt werden:

    Mein Glanzstück des Setzens der Unterputzdose

    Mein Glanzstück des Setzens der Unterputzdose. Hier kommt mal ne Steckdose rein.

    Schon besser gesetzt

    Schon besser gesetzt. Hier kommt mal ne Lampe dran.

    Mein Probestück im Setzen der Unerputzdose.

    Mein Probestück im Setzen der Unerputzdose. Hier kommt mal ne Lampe dran.

Verplankungstricks

Die Fortführung der Dämmung im OG war heute etwas anspruchsvoller, da wir uns an die Dachschrägen gewagt haben. Schrägen zu schneiden ist eigentlich kein Problem, da man den höchsten Ständer und den niedrigsten ausmisst, auf der Spanplatte markiert und dann mit der Richtlatte verbindet. Danach misst man die Strecke vom Strich ab, die der Strecke vom Sägeschuhrand zum Scherblatt der Handkreissäge entspricht, spannt dann die Richtlatte an dieser Strecke entlang, danach sägt man einfach. Also so haben wir das jedenfalls gedacht und gemacht.

Bei uns wollte es heute trotz aller wohlüberlegter Technik nicht klappen, wir mussten 2x nachkorrigieren. Beim ersten Mal hab ich mich am höchsten Ständerpunkt vermessen (kann ja mal passieren), beim zweiten Mal wissen wir bis jetzt noch nicht, warum das beim 1. Mal nicht geklappt hat, da wir eigentlich richtig gemessen und gesägt haben. Um die Dehnfuge der Spanplatte vom Boden ohne großen Aufwand mit dem Verschrauben der Spanplatten hinzubekommen, haben wir die Spanplatte dieses Mal mit Plastikkeilen vom Baumarkt unterlegt, die Spanplatte ausgerichtet und dann angeschraubt. Nicole war von den Plastikkeilen begeistert, dass hat sie mir heute mehrmals gesagt.

ein 1 cm-Schlitz zwischen Dachschrägenbalken und Spanplatte reicht, um die Kabel von der Deckenkonstruktion in die Holzwerkstoffplatten zu leiten.

ein 1 cm-Schlitz zwischen Dachschrägenbalken und Spanplatte reicht, um die Kabel von der Deckenkonstruktion in die Holzwerkstoffplatten zu leiten.

Ein wenig Kopfzerbrechen machten uns die Kabel, die eigentlich unter die Deckenkonstruktion hinter die Spanplatte gebracht werden sollten. Der Zufall half uns dabei, beim 1. Korrekturschnitt der Spanplatte haben wir sehr großzügig korrigiert, so dass die Länge der Spanplatte über die ganze Schräge 1 cm unter dem Deckenbalken verblieb. Genau in diesen Zentimeterschlitz konnten wir dann unsere Kabel hinter die Spanplatte laufen lassen. Wir sind gespannt, wie sich unsere Lösung mit der Deckenkonstruktion und dem abschließenden Aufschrauben des Rigipses verträgt.

Einklemmen der Kabel zwischen 160er Dämmung und Werkstoffplatte.

Einklemmen der Kabel zwischen 160er Dämmung und Werkstoffplatte.

Bei der Installation der Kabel hinter der Spanplatte hilft die 160er-Dämmung der Außenwände. Sie ist nämlich gerade so dick, dass sie die Kabel zwischen Spanplatte und Dämmung einklemmt, so dass Sie rein theoretisch nicht verrutschen können.

Nach dem Verschwindenlassen der Kabel hinter der Spanplatte haben wir uns Höhe und Maß zur Mitte der Spanplatte auf der Platte notiert, um später unsere Kabel wieder zu finden.

Beim Verplanken der Ständer, die mit 50er-Schalldämmung gedämmt wurden, nagelten wir die Kabel nach gewünschtem Verlauf rückseits an die Spanplatte, bevor wir sie mit den Ständern verschraubten. Vorher wurde natürlich mit Keilen unterlegt und ausgerichtet. Die Dicke der 50er-Dämmung reicht nicht ganz aus, um die Kabel zwischen Holzwerkstoffplatte und Dämmung einzuklemmen.

Kellerumräumaktion und finale einseitige Verplankung

Nachdem wir die letzten drei Tage unseren Keller völlig umgekrempelt haben, konnten wir heute die einseitige Verplankung abschließen. Da unsere finanzierende Bank Bilder vom Fortschritt des Ausbaus haben möchte, nehme ich dies zum Anlass, um morgen endlich wieder aktuelle Bilder online zu stellen. Noch ein Tipp, um die finanzierende Bank zufriedenzustellen: penible Buchführung über die Eigenleistung und das selbst bezahlte Material nicht vergessen. Ich empfehle die Aufstellung der Eigenleistung mit Hilfe einer Excel-Tabelle zeitnah schon während des Ausbaus (am besten am Abend nach getaner Arbeit) zu machen und nicht erst darauf zu Warten, bis die finanzierende Bank dies anfordert. Somit lässt sich Stress (den man eh schon mit dem Bauen hat) vermeiden und man muss nicht irgendwelche fiktive Zahlen erfinden.

Darüber hinaus sind für unser Bauvorhaben folgende weitere Schritte geplant:

  • Bilder online stellen und dem Finanzier zuschicken
  • Abschließende Dämmung des EG mit 50er-Dämmung
  • Festlegung der Strominstallation
  • Befestigung der Dampbremsfolie
  • Dachunterkonstruktion konstruieren
  • Verlegen der Strom- und Ethernet-Kabel
  • Verlegen der Abwasserrohre und der Zapfstellenzuläufe
  • Verkleiden mit Rigips
  • Rigips verspachteln (Wenn wir hier angelangt sind, dann sind wir schon richtig weit ;))

Videoreihe – (H)Ausbau leicht gemacht – gestartet

Heute möchten wir Ihnen unsere neue Idee schmackhaft machen: Wir drehen (Lehr)-Videos (typisch Lehrer!). Außerdem wünschten wir uns das ein oder andere Mal während der Ausbauphase Kurzvideos zur Erklärung. Da wir diese nicht gefunden haben, entschlossen wir uns dazu, selbst aktiv zu werden und den Häuslebauern nach uns auch Videobotschaften zur Verfügung zu stellen. Dieser Artikel veröffentlicht das 1. Video der „(H)Ausbau leicht gemacht“-Reihe zu „Easy-Dämmen“.

Neben dem Videodreh haben wir heute auch noch die Innenwände des OGs einseitig nahezu fertigverplankt und mit 50er-Dämmung gedämmt. Die EG-Decke wurde zu einem guten Drittel mit 100er-Dämmung gedämmt (Gästezimmer, Gäste-WC und Kinderzimmer sind fertig). Um das Dämmen der EG-Decke abzuschließen, werden wir vollflächig mit 100er-Dämmung fertigdämmen, danach wird die zusätzliche Einmeter-Dämmung der Decke an den Außenbereichen mit 160er erfolgen. Da wir ein Breitenmaß von 1,20 m pro Rolle haben, werden wir die zusätzliche Dämmung auf 1,20 m erweitern.

Plankenschleppen – die Erste

Heute nahmen wir uns die Verplankung der Innenwände im OG vor. Wir standen hierbei vor einem Problem: Wie bekommen wir die Werkstoffplatten für die Verplankung ins OG?

Wir hatten dafür 2 Möglichkeiten:

Möglichkeit 1: einen langen Weg ums Haus und über die Terasse ins Erdgeschoss und dann weiter ins übers Treppenhaus ins Dachgeschoss oder
Möglichkeit 2: direkt über das Treppenhaus die Vertikale hinauf  

Wir entschieden uns für den direkten Weg übers Treppenhaus.

Nun, schön und gut, aber wie bekommen wir die knapp 2,70 m hohe Spanplatte in den 3. Stock? Dabei half uns ein Flaschenzug. An 2 Stellen der Verplankung des Flurs des Obergeschosses wurden lange SPAX-Schrauben gesetzt, in die der Flaschenzug dann angehängt werden konnten. Man bekommt in jedem gut sortierten Baumarkt einen Flaschenzug für knapp 36 EUR. 3 Spanngurte halfen uns dabei die Monsterspanplatte erst ins EG, dann ins OG zu bringen.

Ein Halbmastwurf (Bild oben, ganz rechts) sicherte unsere sperrige Fracht, als wir die Spanplatte noch mit Mannes- und Frauenkraft ins EG wuchten mussten. Ebenso sicherte dieser Halbmastwurf die Position des Flaschenzuges, als die sperrige Ware im OG angekommen und über den Bautreppenhandlauf gewuchtet werden musste.

Diese Prozedur durften wir für heute 7 Mal wiederholen.

Danach ging es ans Verplanken. Hier war wieder einmal Arbeitsteilung angesagt: Nicole schraubte mit Schnellbauschrauben die ausgerichteten Spanplatten an den Holzständer und ich durfte die Spanplatten zusägen. Beim Ausrichten der Spanplatte am Holzständer halfen Keile, die wir unter die Spanplatte gelegt haben.

Ausgerichtete und mit Schnellbauschrauben befestigte Planken

Beim Zuschnitt der Planken half eine Richtlatte als Anschlagslatte. Sie wurde so ausgerichtet, dass das Sägeblatt direkt auf der gewünschten Maßposition der Spanplatte schnitt. Danach konnte man einfach an der Richtlatte mit der Handkreissäge oder der Stichsäge entlangfahren und bekam einen geraden Zuschnitt hin. Meine Exakt EC-310-N Minikreissäge ist für den Spanplattenzuschnitt von 13er-Spanplatten nicht geeignet, wohl aber für Rigips, wir werden sehen. Das Sägeblatt der Exakt EC-310-N Minikreissäge hat gerade mal 2,5 Spanplatten geschafft, danach war es

Die Richtlatte dient als Anschlagslatte und wird so ausgerichtet, dass das Sägeblatt direkt auf der gewünschten Bemaßung liegt.

stumpf. Die nächsten Zuschnitte werde ich mit der großen Metabo-Handreissäge anfertigen. Nach dem Zuschnitt wurde die Spanplatte dann mit der Richtlatte ausgerichtet. Um die Richtlatte zu fixieren, boten sich Schnellspannzwingen an. Mit ihnen spart man sich die Schrauberei bei der Ausrichtung.

Zwischen den 2 Spanplatten müssen ca. 2 mm (eine Zollstockbreite) Platz gelassen werden, so dass die Spanplatte noch arbeiten kann (Quellen bei Wasseraufnahme, schrumpfen bei Wasserabgabe). Mehr als 2 mm Platz sollten zwischen den Spanplatten nicht gelassen werden, ansonsten wird es mit der Befestigung am Ständer eng.

Morgen werden wir die restlichen Innenwände einseitig verplanken, danach mit 50er-Dämmung vollständig dämmen.

Als wir dann daheim angekommen sind, war die Überraschung groß: 5 Kartons standen vor der Eingangstüre: Die Haus-EDV ist angekommen. 400 m RJ-45-Kabel, 10 Ethernetstecker und 10 Unterputzdosen für die RJ-45-Stecker. Dies sollte für die EDV-Hausinstallation genügen.

Wie gesagt, wenn sie auch gut in der Hand liegt, ist die Exakt EC-310-N Minikreissäge für Spanplatten der Breite 13 ziemlich ungeeignet.