Archiv der Kategorie: Sockelgießen

Jipijeij – Wir kriegen eine Eingangstür

Eingangstür Außenansicht

Unsere Tür von Außen

Ganz früh ging es heute los. Um kurz nach 8 Uhr am frühen morgen waren wir auf der Baustelle um die Aussparungen der Eingangstür für den Einbau vorzubereiten. Wir gingen in 8 Schritten vor:

  1. Abschrauben der selbst gebastelten OSB-Türen.
  2. Herausschlagen und Demontage des Holzrahmens.
  3. Herauskratzen des Styrodurs im Rahmen, so dass die Tür bis an den WU-Beton eingepasst werden konnte.
  4. Ausbau der Eingangstüre aus dem Rahmen.
  5. Abnahme des ab Werk fälschlicher Weise an die Tür angeklebte Sockeleinpassungsstück aus Pressspan, welches die Tür auf die Höhe des OKFFB gebracht hat. Unser Keller hat ja selbst diesen Sockel fertig mitbekommen.
  6. Einschlagen und Einschrauben der Befestigungsanker an der Türleibung.
  7. Einpassen und Einschäumen des Fensterrahmens.
  8. Bohren und Anschrauben der Befestigungsanker an der Betonflucht.

Nicole machte sich an das Entfernen des Styrodurs in den Türfluchten unserer Eingangsnische. Ich betonierte derweil den Kamin im OG. Den Zement habe ich dabei mit Kies 1:3 gemischt. Nach drei Stunden Abtrennen und Herauskratzen des Styrodurs unseres Sandwichkellers kam mein Bruder pünktlich zum Einsetzten der Türe. Unser Atlas Schwerlasttransportbrett war hierbei eine große Hilfe. Zu zweit hoben wir die Türe an, während Nicole den Atlas unter die Türe schob. Danach war es ohne Probleme möglich, die Türe dorthin zu schieben, wo wir sie haben wollten. Mit der gleichen Technik verfuhren wir mit der Glas-Holztüre, nachdem sie mein Bruder vom Rahmen getrennt hat. Beim Trennen in der Horizontalen entfernt man die Türbänder (das sind die Stifte, die in den Zapfen am hinteren Tüerende liegen) mit Hilfe eines runden Eisens (wir nahmen ein Stück Bewehrungsstahl), drückt leicht mit dem Knie gegen Die Türe und nimmt dann die Türe aus dem Rahmen am besten gleich auf den Atlas.

ProHaus hat wohl ohne unseren Keller geplant, da die Tür auf einer schwarzen Pressspanplatte gestanden hat. Wir dachten, diese Pressspanplatte war für den Transport wichtig und könnte gut mit dem Entfernen der Schrauben abgenommen werden. Dies war jedoch nicht so. Die Pressspanplatte war mit der Tür verklebt. Nachdem die Tür an den Türleibungen mit einem Brett und drei Torx-Schrauben von mir verstärkt wurden, nahm mein Bruder die Handkreissäge und sägte den Pressspan bis auf zwei Milimeter von der Tür weg. Ab und an sprühten Funken. Dies lag an Metallverstärkungsstiften, die in das Pressspan mit eingelassen wurde. Ein gutes Sägeblatt kommt aber auch hier durch, ohne dass es stumpf wird oder zerspringt. Den 2-mm-Rest des Sperrholzes haben wir dann mit dem Stechbeitel abgeschabt. Das Brett stabilisierte den Rahmen so, dass dieser nicht aus seinen Winkeln kam.

Einganstür Innenansicht

Unsere Eingangstüre von Innen (noch ist sie von innen eingepackt).

Nun wurde der Rahmen eingepasst, eingekeilt und eingeschäumt. Erst nachdem der Schaum trocken war, wurden die Befestigungsanker an die Wand gedübelt. Dieses Vorgehen verhindert, dass sich nach dem Einpassen während dem Bohren irgendwie die Türe wieder verschiebt. Die Tür wurde punktuell eingeschäumt. Wichtig waren dabei die Bereiche um den Anker und in den Ecken. Der Schaum hat genügend Ausdehnung, so dass er die ganze Türleibung auch beim punktuellen Ausschäumen ausfüllt. Das Problem war nur noch die Abdichtung des Betonsockels gegen Nässe, welches nächste Woche in Angriff genommen wird. Wir lösen dieses Problem mit Kaltbitumenbahn.

Unser Haus in Abendsonne

Unser Haus in Abendsonne

Ausbetonieren des Schornsteins

Ausbetonieren des Schornsteins

Nachdem die Türe eingesetzt wurde und mein Bruder sich verabschiedet hatte, mussten wir noch die Schalung für das Betonieren des HWR-Raumes montieren. Da sich unser Installateur nicht sicher war, wie er am besten Pelletlager, Heizkessel und Warmwasserkessel stellen möchte, hat er uns den Tipp gegeben, dass wir den ganzen Raum mit Beton voll laufen lassen sollen. Dies nachdem wir nach dem ersten Baustellengespräch mit ihm über den Sockel gesprochen hatten. Hätte ja auch hier schon angekündigt werden können. Falk-Estrich übernimmt das Betonieren wir waren für die Schalung zuständig. Schön dass es Handwerker gibt, die unkompliziert sind, so wie unser Estrichbauer. Viel zu kurzfristig musste ich Ihn gestern anrufen und trotzdem hat es geklappt, dass der Raum in 2 Wochen betoniert werden kann.

Ja, wie man der Länge dieses Posts sieht, wurde heute sehr viel geschafft.

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Dampfbremsfolienkunst und Streichen des Kellers

Heute kümmerte sich Nicole weiter um den Keller und strich ihn in weiß. Ich kümmerte mich um die Dampfbremsfolie im DG, die um den Giebel angebracht werden musste.

Es ist schon eine kleine Kunst, die Dampfbremsfolie ohne viel Falten und überall dicht abschließend an die Außenwände und die Decke des Giebels zu bekommen. Dann sollten auch noch die geraden Wandflächen des Giebels mit Holzwerkstoffplatten verplankt werden, bevor diese mit Dampfbremsfolie überzogen werden. Ich beschloss, die in die geraden Wände hängende Dampfbremsfolie mit Dampfbremsfoliendichtkleber abzudichten, dann mit Holzwerkstoffplatten zu verplanken, um dann nochmals die Dampfbremsfolie über die geraden Flächen mit 20 cm Überlappung zu den Schrägen zu ziehen. Ich fand heute heraus, dass wenn man die Folie mit Tackerklammern an die Endposition anbringt, es viel einfacher ist, mit Eurasol die Stöße abzukleben. Hohlräume wurden vor der Anbringung der Dampfbremsfolie mit Mineralwolle „endgedämmt“. Die Dämmwolle wurde unter der Dampfbremsfolie so gut es ging noch zurechtgerückt.

Beim Streichen von Beton und Kalksandstein wurde uns heute wieder bewusst, wie wichtig eine dick aufgetragene Grundierung ist. Stellenweise wollte die gute weiße Farbe am Sockel nicht haften bleiben. D. h. dass wir morgen früh zu Farben-Frank müssen und nochmals Haftgrund besorgen dürfen. Dann darf der Sockel nochmals damit eingepinselt um nach 24 Stunden mit weißer Farbe nachgestrichen zu werden. Wenn wir schon bei Farben-Frank sind, können wir gleich nochmals weiße Farbe besorgen, da der eine Eimer doch nicht für alles gereicht hat.

Ansonsten stehen nun die Verplankungen der Außenwände im DG an. Danach geht es wieder an die Dampfbremsfolie und dann kommt endlich die Einlattung der Deckenunterkonstruktion. Diese wird im Bereich des Giebels nochmals interessant.

Aus Aufputz mach Einbau

Der gegossene Sockel nach einem Tag abbindenBevor wir zu unserem heutigen Werk kommen, zeige ich den Sockel nach einem Tag abbinden. Das Wasser ist vollständig in den umliegenden Raum geflossen, der Estrichsockel sieht schon super aus. Nach einem Tag hat der Estrich eine Konsistenz von Maromorkuchen und ist noch ein wenig weich.

Nun zu unserem Tageswerk:

So macht man aus einem Aufputz-FBH-Verteiler einen Einbauverteiler

Wir machten einen Aufputz-FBH-Verteiler zu einem Unterputzkasten. Ich weiß nicht, wie sich das ProHaus im OG vorgestellt hat, aber der Flur ist zu klein für ein Aufputzsetzen des Fußbodenverteilers. Andere Räume sind nicht sinnvoll, da diese entweder zu dezentral oder durch Geräusche, die vom FBH-Verteiler ausgehen könnten, gestört werden. Nach langem hin- und herüberlegen entschieden wir uns den Ständer zu Gunsten des FBH-Verteilers im OG zu unterbrechen und die Ständerkonsruktion umzukonstruieren (siehe Bild). An die Seite des FBH-Verteilers wurde für das Netzteil eine Steckdose hinkonstruiert. Dafür bohrten wir mit einer Bimetallbohrkrone ein Loch in Größe der Hohlraumdose in den FBH-Verteiler und vergrößerten die Klemmfläche der Befestigungsanker der Dose durch eine zurechtgesägte und mit selbigem Bohrkranz durchlöcherte Spanplatte.

Danach wurde gleich die erste Steckdose unseres Hauses angeschlossen und gesetzt: Im Fußbodenheizungsverteiler. Die Ständerkonstruktion wurde mit Schrauben befestigt und zu guter Letzt wurden noch die Löcher für die Leitungen gebohrt und die Leitungen zu den betreffenden geplanten Verbrauchern geführt.

Wir stellen uns unsere Konstruktion wie folgt vor: Sobald der Ständer im Gang verkleidet ist (Spanplatten), werden wir die restlich verbleibenden Zentimeter bis Milimeter des Kastens bis zum Rand mit Rigips verkleiden. Dann steht ein minimaler kleiner Kasten aus der Wand, der hoffentlich weiter nicht stören wird.

Sockelgießen

Der heutige Tag stand im Zeichen des Sockels. Da die Heizungsanlage vor dem Estrich aufgestellt und angeschlossen werden muss, sollte man für das ganze Heizungszubehör einen Sockel gießen. So kann man das Abbinden des Estrichs durch Durchheizen (speziell wenn man eine Fußbodenheizung hat) beschleunigen.

geflochtene BaustahlmattenAus dem Baumarkt besorgten wir am gestrigen Tag ersteinmal 16 Sack Betonestrich. Ich weiß nicht, wie wir auf die 16 40-kg-Säcke gekommen sind, aber wie wir heute festestellen mussten, hat dieses Estrichvolumen nicht ganz gereicht. Also war folgendes angesagt: auf Papa mit dem Bus warten, danach Papa und Bus schnappen und zum Baumarkt fahren und 16 weitere Sack Betonestrich á knappe 3 EUR kaufen. Am Ende verbauten wir dann insgesamt 31 Sack Betonestrich für einen durch die ganze Länge des Raumes reichenden Estrichsockel.

Für das Gießen des Estrichs muss der Untergrund besenrein vorbereitet werden. Wir haben die Verschalung ja schon gestern montiert. Vor dem Montieren der Schalung habe ich das Bodenstück, welches v0m Betonestrich übergossen wird, mit Besen und Schaufel und teilweise noch mit dem Industriestaubsauger gereinigt. Danach wurde die Schalung aufgebaut und heute gingen wir dann ans Flechten der Baustahlmatten.

Stahl im Beton macht den Beton dehnfähig. Beton ist durch seine Beschaffenheit sehr druckfest, aber empfindlich gegen Zugkräfte, wie sie bei ungleicher Lastenverteilung auftreten können. Stahl im Beton macht den Beton zugfester. Daher entschieden wir uns für das Verarbeiten von 2 Baustahlmatten, die es für knappe 12 EUR je Baustahlmatte im Bauhaus zu kaufen gibt. Beim Flechten der Baustahlmatten ist darauf zu achten, dass man die Metallstreben mit einem doppelt gelegten Bindedraht (der billigste Blumendraht aus dem Baumarkt reicht dafür) die Metallstreben der Baustahlmatte kreuzförmig verbindet und dann mit einer Beißzange dreht und und bei genügend Spannung des Drahtes, den Draht abknippst. Abdrehen geht auch. Zugegeben wir haben ein wenig mit dem Baustahl übertrieben, aber sicher ist eben sicher.

Die Abflussrohre der unter der Bodenplatte verlegten Schmutzwasserentwässerung wurden von uns mit kurzen HTEM-Rohren mit Muffe verlängert. Die HTEM-Rohre wurden später in den Sockel einbetoniert.

Marcus beim BetonestrichschüttenAnrühren des BetonestrichsNicole beim StampfenNicole beim GlattstreichenDas Meisterwerk

Nachdem der Baustahlkern geflochten und positioniert wurde, gingen wir ans Anrühren des Betonestrichs. Sackweise wurde der Betonestrich in die Mörtelwanne gegeben und mit Wasser (ca. 4 l pro 40 kg-Sack) mit einem Rührer gemischt. Es empfiehlt sich einen fließfähigen Estrich herzustellen. Mit der Stopflatte wurde dann der Betonestrich über den Sockelbereich verteilt und verdichtet. Nach ca. 8 Stunden hatten wir unseren Sockel gegossen. Nun wurde nur noch mit der Kelle für sehr glatte Oberflächen die Oberfläche begradigt. Nun muss der Estrich aushärten. Nach 4 Tagen sollte er begehbar sein. Im Mittel dauert es knapp einen Monat, bis der Estrich vollständig ausgehärtet ist

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Verschalung für den Sockel und Elektrozeugs

Wieder einmal gingen wir (Nicole und ich) arbeitsteilig beim Hausbau vor:

  1. Nicole war für die Elektrik im DG zuständig,
  2. ich bastelte die Verschalung für den Sockel, auf dem später vor dem Estrichverlegen die Heizungsanlage stehen soll.

Nicole entschied sich bei der Verlegung der Thermostatleitungen, diese in den Boden zu legen. Wir entschieden uns, als Thermostatleitungen die NYM 5 x 1,5 mm² zu verlegen. So hat man später noch Zeit, wenn die An-Aus-Thermostate von ProHaus kaputt sind, den kaputten Thermostat durch einem Thermostaten mit Diode und Ausschalter zu ersetzen. Nicole musste wiederum 3 Ständer durchbohren und war gegen Schluss dieser Aktion überhäuft mit Sägespänen und ein wenig frustriert, da der Bohrkranz das zeitliche segnete. Obwohl das Kiefernholz eigentlich weich ist, merkt man doch, dass es sehr robust ist. So kann es wohl auch einen Bohrkranz sprengen.

Dreikantleisten (eigentlich pyramidal) zum Abphasen des BetonsEben gezogenes nochmal ausgebessertes ParapetAuch die Bruchstellen im Beton wurden mit Reperaturspachtel ausgebessertIch ging über den Tag (14 Uhr! Es sind Osterferien!) an die finale Ausbesserung des Parapets und kümmerte mich um die Verschalung unseres Sockels für die Heizung. Für den Sockel nahmen wir folgende Maße an: Breite 0,9 m, Höhe 0,2 m und die Länge ging über die gesamte Raumlänge mit 4,45 m. Heraus kamen ca. 0,82 Kubikmeter Betonestrich. Wir haben daher heute im Bauhaus 18 40-kg-Säcke Betonestrich und 2 Bewährungsstahlmatten eingekauft. Zum Bewährungsstahl ist folgendes zu sagen: Dat Ding macht alles kaputt, was absolut weicher als es selber ist. So z. B. die Hartkunststoffteile im Auto. Für das Abphasen des Estrichs kauften wir eine Kiefer-Dreikantleiste dazu, die auf die Verschalung genagelt wurde. Das Abphasen des Betons hat den Vorteil, dass die abgephasten Ecken nicht so leicht ausbrechen.

Nochmals für den Einkauf: Für einen Sockel von 0,82 Kubikmetern benötigt man:

  • 18 40-kg-Säcke Betonestrich
  • 2 Bewährungsmatten (je mehr Stahl man reinschmeißt, desto besser. Beton ist ohne Bewährungsstahl nicht zugfest)
  • Betondübel und Schrauben
  • Winkel
  • Schalungsholz (z. B. Dielenbretter, wer die Musterung des Holzes nicht mag, der benutzt am besten markorand-Abschalbretter, die einseitig beschichtet sind)
  • Schalungsholzverbinder (z. B. ein abgeschnittenes Dielenstück)
  • Randdämmstreifen
  • Akkuschrauber mit zugehörigem Bit
  • Schlagbohrmaschine
  • Stichsäge
  • Stiftsnägel
  • Dreikantleiste

Eine große Frage, die uns beschäftigte, war, wie man den Sockel gegen aufsteigende Nässe isolieren sollte. Nach ein paar Telefonaten kam folgendes raus: Nach DIN 18195-4, 6.2 sollten alle Räume gegen aufsteigende Nässe abgedichtet werden (insbesondere die Wohnräume).

Nur bei Raumnutzungen mit „geringen Anforderungen an die Trockenheit der Ramluft„; kann eine Abdichtung entfallen, wenn der Wassertransport durch eine kapillarbrechende Schüttung (k>10-4 m/s) mit einer Dicke von mindestens 150 mm unterhalb der Bodenplatte vermindert wird (z.B. Tiefgaragen, einfachste Lagerkeller)

(direktes Zitat aus dem Gutachterwissen). Daher erübrigte sich die Abdichtung und wir gingen gleich an die Verschalung.

Die Verschalung muss an den Boden gedübelt werden. Dies verhindert das Abhauen der Schalung im Bereich des Bodens. Am besten stützt man noch die obere Kante der Verschalung mit einem Konterholz an mindestens 3 Stellen ab, so dass die Schalung nicht abhauen kann. Estrich muss schwimmend verlegt werden. Daher bieten sich die von ProHaus mitgelieferten Randdämmstreifen zum Verbau an. Sie unterbrechen die Estrichschicht und lassen den Estrich so im Breich der Arbeitsfuge nicht einreisen. Wer jetzt noch mag, darf gerne die Dreikantleiste auf die Verschalung nageln, um damit die Ecken abzuphasen.

Die Schalung muss mit dem Boden verdübelt werden. Es sei denn, man zimmert einen Kasten.Verschalung trifft RanddämmstreifenVerschalungsverbindung mit Hilfe eines abgesegten DielenDie Verschalung mit Randdämmstreifen für den Sockel