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Die Mängelliste wird abgearbeiet

Die letzte Woche war für uns sehr turbulent. Nachdem wir telefonisch Mängel gemeldet haben, entdeckten wir noch mehr Mängel. Sodass es an der Zeit war, eine umfangreiche Mängelanzeige zu machen. Postalisch per Einschreiben und vorab per Fax wurde ein zwei Seiten langer Brief an ProHaus geschickt.

Wir fangen im Keller an und tasten uns dann vor bis zum OG:

Es wurden die falschen Rohrbögen für die Leerrohreinführung der Hausanschlüsse Wasser und Strom/EDV/Kabel in die Bodenplatte betoniert. Die Monteure verwendeten 45°-Bögen anstelle von 10°-Bögen. Durch diesen spitzen Winkel konnten wir unsere Hauseinführung des Wassers im besten Willen nicht biegen. Die Rohrdicken, sowie die Wasseranschlüsse wurden ProHaus schon Monate zuvor zugeschickt. ProHaus schlägt folgende Mängelbeseitigung vor: am Montag kommt ein Sägeteam, welches die Sohle an der Stelle der Leerrohre eröffnet. Danach darf unser Tiefbauer die Sohle aufstemmen, die falschen Leerrohre herausnehmen und die richtigen Leerrohrbögen hineinsetzen. Kurz vor Weihnachten soll dann ein Montageteam kommen, um die Sohleplatte an dieser Stelle abzudichten und zu schließen. Dieser Pfusch hätte deutlich vermieden werden können.
Die Fensterfluchten des Wohnkellers und teilweise auch im HWR-Raum haben unsauber gearbeitete Fluchten. Die Fluchten haben teilweise Abweichungen in den Maßen von 2,5 cm. Das Sägeteam, die den Kellerboden öffnet, darf diesen Mangel kommenden Montag ausmerzen.
Der Einbau der Bautreppe wurde nicht vollständig vollzogen. Die Bautreppe fehlte im UG. Der Einbau der Bautreppe wurde letzten Donnerstag vollzogen.
Im EG wurden zwei Fenster bodentief eingebaut, wobei in der Bemusterung zweigeteilte Fenster bestellt waren. In Absprache mit Herrn Hillen, unserem Hochbaubauleiter, werden für die falsch eingebauten Fenster die französischen Balkone werksseitig hergestellt und geliefert. Die Herstellung der französischen Balkone hätte via Auftrag von uns bauseits erledigt werden sollen. Jetzt übernimmt es ProHaus.
Zwei Rolladenpanzer von zwei Fenstern wurden ab Werk schlichtweg nicht eingebaut Die zwei Rolladenpanzer müssten mit der Bautreppe montiert worden sein. Dies wird heute noch überprüft.
Der Schornstein wurde ab Werk viel zu kurz geliefert Die Frist für die Beseitigung des Mangels wurde von uns auf den 21.12. gesetzt.
Zwei Regenfallrohre wurden ab Werk schlichtweg vergessen Die Regenrohre sollten mit der Auslieferung der Vormauerschale geliefert werden.
Schon jetzt zeigt unsere Kellerdecke Spannungsrisse Die Risse sollten bis zum 09.12. von Seiten ProHaus begutachtet und abgedichtet werden.

Aufgrund der umfangreichen Mängel hatten wir uns dazu entschlossen, dass ProHaus die schon abgemachte Auslieferung der Ausbaupakete stoppt, bis die Mängel beseitigt wurden. Herr Dröge, unser Sachbearbeiter und Koordinator vor Ort in Nordhorn ließ dies auch sofort veranlassen. Nur Ursa (die Firma für die Dämmungsauslieferung) hätte nur unter immensen Kosten für ProHaus ausgeliefert werden können. Daher entschieden wir uns dafür, Ursa (das Ausbaupaket 1) zum verabredeten Zeitpunkt anzunehmen. Weiter wurden von uns 5000 EUR von der Teilschlussrechnung des Hauses einbehalten, bis die Mängel von seiten ProHaus beseitigt wurden.

Auslieferung der Ausbaupakete

Das Dämmungspaket von Ursa wurde am letzten Dienstag ausgeliefert und zwar so:

Verabredet war ein LKW ohne Hänger, da es bei uns ein wenig eng zu ging. Auch dieser LKW-Fahrer fand unsere Baustelle nicht und musste von Marcus abgeholt werden. Marcus lotste unseren LKW mit Hänger zu unserer Baustelle. Danach fragte er, ob der LKW-Fahrer eine Ameise dabei hätte. Dies wurde jedoch von dem Fahrer verneint. Das Ausladen geschah dann wie folgt: Der LKW-Fahrer schmiss unsere Dämmung von den Paletten direkt in den Dreck, die Dämmungsrollen wurden dann im 6er- bzw. 8er-Pack von Marcus vor die Türe gerollt, danach in den Keller gebracht. Dieses Szenario wiederholte sich für 3 Stunden und 450 kg Dämmung. Auch im Lieferservice wurde von seiten ProHaus gespart, da nicht einmal eine Ameise in Gebrauch war.

Die Bodenplatte wird gegossen

Bewehrung und Guss der Bodenplatte

Bewehrung und Guss der Bodenplatte

Heute rückte der Kellerbautrupp von Nordhorn an und fing gleich mit der Arbeit auf unserer Baustelle an. Ziel des Tages war die Bewährung und das Gießen der Bodenplatte. Heute wurde mir wieder bewusst, dass viel zu viele Stellen in dem Bau des Hauses involviert sind. Die Planung für den Keller ist knapp, da die Verfüllung und die Befestigung alleine schon 2 Tage benötigt und daher am Donnerstag der Keller mit Kellerdecke stehen sollte um mit dem Backer verfüllen zu können. Dies jedoch ist sehr knapp kalkuliert. In Absprache mit unserem Polier vor Ort gelingt es erst, die Filigrandecke frühestens am Donnerstag auflegen zu können.

Von unserem Erdbauer bekamen wir den Tipp, dass man die Versorgeranschlüsse gerade in diesem Wetter vor der Montage des Hauses in den Keller verlegen sollte. Dafür müssen die Rohre freigelegt werden und das geht schlechter, wenn das Gerüst für die Vormauerschale steht und stehen bleibt, bis die Temperaturen ein Verputzen und Mauern erlauben.

Bin gespannt, wie es weitergeht.

Wichtige Tipps:

  • Denken Sie schon mindestens zwei Monate vor dem Gießen der Bodenplatte an die Hausanschlüsse für Strom, Gas und Wasser (Mehrspartenanschluss oder Leerrohre), so dass die richtigen Anschlußarten eingegossen werden. Kontaktieren Sie hierfür früh genug Ihren Versorger und lassen Sie sich nicht an Ihren lokalen Elektriker und Installateur verweisen. Bleiben Sie hartnäckig, bis Sie alle Infos für den Hausanschluss von Ihrem Versorger bekommen haben.
  • Beaufsichtigen Sie Ihre Bodenplattengießer bei Leerrohren: Max. 15°-Winkel in die Bodenplatte für den Hausanschluss eingießen lassen! Das verhindert erneute Sohlen-Eröffnung.