Archiv

Archive for Februar 2013

Und mit Rigips geht es weiter

Rigipsverbau, Elektrik in der Küche und Bilder für die Bank waren heute die Hauptaufgaben des Tages. Das Bad im Obergeschoss ist, bis auf die Schnellbauschrauben, soweit gut verspachtelt. Wir benutzten die Knauffsche Spachtelmasse für Nassräume (imprägniert und auf Kalkbasis), waren jedoch nicht so wirklich zufrieden mit der Verarbeitungsfähigkeit. Sedamur Glättputz ist hier um Welten besser und für alle Bauherren und -herrinen zu empfehlen. Trotzdem verwandten wir Knauff, da es von Sedamur keine imprägnierte Spachtelmasse gab.

Ansonsten wurde die elektrische Leitung für Dunstabzug und Mauerkasten in der Küche endlich gefunden und es wurden zwei ECON-64-Außendosen gesetzt. Nachdem ich die schon montierten Deckenplatten nochmals zurückgebaut habe, war der Kabelverlauf klar. Abnahme von etwas Rigips und das teilweise Aufschneiden der blauen Folie ließen mich dann auch das Stromkabel so platzieren, dass es möglich ist, die Steckdosen für Mauerkasten und Dunstabzug zu montieren. Es ist auf jeden Fall nicht zu empfehlen, die Kabel aus Einklemmgründen in die Dämmung zu stecken. Die findet man wohl nicht mehr so schnell, wie man es hier gesehen hat.

Da unsere Bank nun wieder Bilder vom Baufortschritt haben möchte, ist es mir möglich, die Fortschrittsbilder unseres Hauses sogar mit Erläuterung online zu stellen.

Bankbilder_2_p1 Bankbilder_2_p2 Bankbilder_2_p3 Bankbilder_2_p4 Bankbilder_2_p5

Bankbilder_2_p6

Wie die obere Dokumentation zeigt, warten wir bisher immer noch auf das Verputzen unseres Kellers. Ende März, Anfang April, wenn es draußen mal wieder Plusgrade haben sollte, müsste dies Fa. Reit in Angriff nehmen.

Heute war auch unser Bezirksschornsteinfeger zufällig da und kontrollierte unsere Feuerstelle. Am Donnerstag in 14 Tagen wird die Endabnahme der Feuerstelle vollzogen. Jedoch war unser Bezirksschornsteinfeger jetzt schon mit dem Verbau des Feuerungskessel zufrieden, so dass wir wahrscheinlich keine unerwarteten Probleme bekommen werden.

Tutorial – Anschließen einer Antennendose

Heute gibt es mal Abwechslung zum Baubericht: Das Tutorial – Anschließen einer Antennendose.

Um mit der Arbeit zu beginnen, benötigt man Schraubendreher, Antennendose, Coax-Abmantelmesser und einen Meterstab. Am besten benutzt man einen Kreuzschraubendreher, der für das Anziehen der Festhalteschrauben für das Coaxkabel und für die Steckdosenkrallen benötigt wird und einen Schlitzschraubendreher, der für das Lockern und Anziehen der Geräteschrauben an der Einbaudose benötigt wird. Natürlich darf man auch nicht den Fasenschneider vergessen, wenn die Kabel nicht schon auf 20 cm abgelangt sind.

Werkzeug zum Antennenanschluss

Werkzeug für den Antennenanschluss.

1. Ablangen:

Bevor man loslegt, muss das Coaxkabel auf eine ca-Länge von 20 cm abgelangt werden. Das Coax-Abmantelmesser, welches ich benutze, hat zwei Drehmesserabstände: einen weiten und einen engen.

Das Coax-Kabel auf ca. 20 cm Ablangen

Das Coax-Kabel auf ca. 20 cm ablangen.

2. Abmanteln:

Im zweiten Schritt mantelt man mit dem weiten Drehmesserabstand 1,5 cm des äußeren Mantels des Coaxkabels ab, danach nimmt man die engen Klingenabstände und mantelt 1 cm den Kupferdraht ab. Danach wird der Metallgeflechtschlauch 0,5 cm über das nicht abgemantelte Kabel zurückgestülpt. Der Metallgeflechtschlauch muss später Kontakt zur Dose haben.

weite Klingenweite des Coaxabmangelmessers

weite Klingenweite des Coax-Abmantelmessers (Abmanteln des Außenmantels)

enge Klingenweite des Coax-Abmantelmessers

enge Klingenweite des Coax-Abmantelmessers (Abmanteln des Kupferdrahtes)

Koaxabmantelung in zwei Schritten: Erst der Außenmantel, danach das Kufperkabel

Koaxabmantelung in zwei Schritten: Erst der Außenmantel, danach das Kupferkabel. Metallgeflechtschlauch zurückstülpen nicht vergessen!

3. Anschluss:

Im 3. Schritt wird das abgemantelte Kupferkabel an die Dose angeschlossen. Dazu löst man vor dem Einstecken des Kupferdrahtes die Festhalteschraube für den Kupferdraht und die eine Schraube von der Metallbrücke kurz vor dem Steckplatz des Kupferkdrahtes. Dann steckt man den Kupferdraht in den dafür vorgesehenen Steckplatz, dreht die Festhalteschraube für den Kupferdraht zu. Danach sollte man den Zugtest (ähnlich wie beim Anschluss der Steckdosen) nicht vergessen. Sitzt das Kabel richtig und fest, dann kann die Metallbrücke angezogen werden. Dabei darauf achten, dass das Metallgeflecht Kontakt zur Metallbrücke hat.

Der Metallgeflächtsdraht muss mit dem Gehäuse in Kontakt stehen!

Der Metallgeflächtsdraht muss mit dem Gehäuse in Kontakt stehen!

4. Montieren:

Die Antennedose wird mit einer Drehbewegung in die Einbaudose positioniert. Darauf achten, dass das Coax nicht zu sehr verdrillt. Dies hätte Einbußen bei der Schirmung zur Folge. Die Geräteschrauben der Einbaudose werden gelockert, die Einbaudose lotgerecht ausgerichtet, die Geräteschrauben werden angezogen und die Krallen danach festgedreht.

Fertig eingebaute Antennendose

Fertig eingebaute Antennendose. Die Antennendose wird sowohl an den Geräteschrauben, als auch an den Metallkrallen fest angezogen.

Tipp für das lotgerechte Ausrichten der Antennendosen bzw. Steckdosen:

  • Beim Verbau einer Antennendose bzw. einer Steckdose: mit der Wasserwaage knapp 6 mm neben der Einbaudose einen senkrechten Bleistiftstrich ziehen. Dann die Dose daran ausrichten.
  • Beim Verbau von mehreren Antennen- bzw. Steckdosen: mit der Wasserwaage knapp 6 mm über den Einbaudosen einen waagrechten Bleistiftstrich ziehen. Dann die Dosen daran ausrichten.

Wer eine Kombidose (Coax-, RJ11 und RJ45) verlegen will, wird für Hilfe auf youtube fündig: http://www.youtube.com/watch?v=wW4yH06n54k.

Beachtet aber bitte dabei, dass für Gigabit-LAN immer alle 8 Adern des Eternet-Verlegekabels benutzt werden müssen. Mittlererweile werden auch keine Adern mehr abgeknipst.

Der Momentane RJ45-Standard liegt bei Verlegekabeln der Cat. 7 bald 7e.

Für einen Überblick über die max. Verlegestrecken soll folgende Tabelle dienen:

RJ45-Kategorie max. Verlegestrecke
CAT5 veraltet und in D. verboten
CAT5e 45 m
CAT6 55 m
CAT6a/7 100 m

Allerdings sollte beim Verlegen von RJ45-Kabeln immer der neueste Standard genommen werden, auch wenn dieser teurer ist. RJ45-Buchsen auszuwechseln ist deutlich günstiger und einfacher, als neue Kabelstrippen ziehen zu müssen.

Verspachteln und Elektrik

Die letzten zwei Tage standen im Zeichen des Verspachtelns und der Elektrik.

2013-02-08 17.41.41

Rigipsverspachteln mit Hilfe der Traufel

In der linken Hand die Traufel, in der rechten die breite Malerspachtel ging es am Samstag die Leiter hoch und runter. Wir haben das Schlafzimmer mit dem ersten Spachtelgang versehen.

Verspachteln geht ruck zuck, wenn man wie die Gipser mit der Traufel (auch Glättkelle genannt) die Spachtelmasse über die Anschlussränder vom Rigips zieht. Dabei sollte man darauf achten, dass man nicht zu viel Spachtelmasse anrührt. Die Spachtelmasse härtet innerhalb 30 min. aus. Wir benutzen im Moment noch Sedamur Glättputz (wurde uns vom Malerfachbetrieb empfohlen). Dieser ist auf Kalkbasis und beinhaltet Kunststofffasern zur Verhinderung von Trocknungs- und Bewegungsrissen. Trotzt dass wir es nicht nach Packungsangabe bräuchten, benutzen wir selbstklebendes Armaturgewebe von Knauff, um die Spachtelmasse zu stabilisieren. Dafür holten wir im Bauhaus selbstklebendes Armaturgewebe, klebten es vor der Spachtelei auf und Spachtelten einfach drüber. Wie genau man Rigips verspachtelt findet sich in der Knauff-Anleitung: Rigips verspachteln (pdf, ca. 2,1 MB). Die angerührte Spachtelmasse wird mit Hilfe der Malerspachtel auf die Traufel aufgetragen und dann auf den Rigips aufgetragen. Reste auf der Traufel werden nochmals mit der Malerspachtel zusammengekratzt und weiter aufgetragen. Die Spachtelmasse hat dann die richtige Konsistenz, wenn Rührspuren mit dem Rührer in der Spachtelmasse stehen bleiben. Angerührt wird die Spachtelmasse, indem man erst das Wasser und dann bis zur Inselbildung (ca. 2 bis 3 cm Spachtelmasse aus dem Wasser ragend) Fertigspachtel in den Rühreimer einbringt und 3 min. einsinken lässt. Danach erst mit dem Rührer die Masse gleichmäßig rühren. Das Einsinken verhinder die Brockenbildung in der Spachtelmasse, und die Spachtelmasse wird richtig schön sämig.

Heute ging es dann ans Steckdosen und Schalter einbauen und verschalten. Gestern wurde dies schon gestartet, jedoch war das Wissen, über die Verschaltung von Schaltern nicht ausreichend genug und der Elektriker im Urlaub.

Erst eine Googlesuche brachte mich auf die Seiten von Georg Birkert (Elektrobirkert von Möttingen), der selbst schon die Domain sehr schön zielführend wählte: dein-elektriker-hilfe.de. Auf Birkerts Seiten finden sich klasse und auch für den Ottonormalverbraucher verständlich geschriebene Anleitungen, wenn man von den Rechtschreibfehlern her absieht.

Wen’s interessiert, dem führe ich die URLs an:

Wer vorher sich in die Materie ein wenig einließt, hat nachher weniger Ärger. Wer an der Elektrik daheim selbst Hand anlegt, sollte stets die DIN-Normen beachten.

Wir machen (Bau)fortschritte

3. Februar 2013 1 Kommentar

Es wird mal wieder Zeit für einen Baufortschrittseintrag. Da wir als lehrendes Volk im Moment ziemlich im Halbjahresinfostress stehen, sprechen heute mal wieder mehr die Bilder.

Ein paar Handwerkertipps für Selbstbauer sollen natürlich auch in diesem Threat nicht fehlen.

  • Rigips-Anbringung bei schwierig zugänglichen Stellen: Hier hilft die, wir nennen es, Viereck-Dreieck-Technik. Bei schwierig zugänglichen Stellen, wie, z. B. dem Treppenaufgang im Flur, werden die Einmann-Rigipsplatten (1,5 m auf 1 m) im Ganzen soweit hochgeschoben, bis eine Ecke des Vierecks an der Schräge andockt. Dies wird wiederholt, bis die größte Fläche mit Rigips verschraubt ist. Die rechteckigen Dreiecke, die jetzt noch fehlen, können ganz einfach aus vorhanden Rigipsresten geschnitten und dann einfach angebracht werden.
  • Dielen machen das Bauherren-Leben leichter: Problematisch wird es immer, wenn steile Bautreppenaufgänge gerade Leitern nicht stehen lassen. Hier helfen Dielen. Gerissene oder zu alte Dielen lassen die Gerüstbauer meistens auf der Baustelle liegen. Diese müssen nicht fortgeschmissen werden, sondern können noch einen letzten Dienst tun: Mit Hilfe eines Balkens und der Diele lassen sich wunderbar Treppenaufgänge überbrücken. Wichtig dabei ist es jedoch, dass die Dielen an Balken und Treppe verschraubt werden.