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Archive for Januar 2012

Deckendämmung abgeschlossen

Heute waren wir gleich doppelt erfolgreich. Die Dämmung der Decke wurde abgeschlossen und unser Elektrikermeister Roland Seeger installierte mit Herrn Schneider den Zählerkasten.

Beim Prozedere für den Zählerkasten ist folgendes zu beachten:

  • Der Elektriker Ihres Vertrauens verkauft ihnen den Zählerkasten und installiert ihn.
  • Die meisten Elektriker schließen gleich den Zählerkasten, den Telefonanschluss und den Kabelanschluss (wenn vorhanden) an die Potenzialausgleichsschiene an. Der Potenzialausgleich erfolgt über die Fundamenterdung, der beim Gießen der Kellerplatte mit eingegossen wird.
  • Wenn der Elektriker gut ist, bekommen Sie den Antrag für den Zähler noch am gleichen Tag, an dem der Sicherungskasten installiert wurde.
  • Ist der Zählerschrank installiert, kostet der Strom bis zum Anklicken des Zählers nichts. Das Anklicken wird von dem Versorger übernommen.

Verbau des Rückbaus

Heute war erweiterter Dämmtag. Nachdem wir das Bauhaus in Rastatt besuchten, ging es wieder nach einem kleinen Mittagssnack auf den Bau. Wir versuchten die schon geschnittenen Reststücke aus dem Rückbau (240er und 100er, Artikel Rückbau: der Dämmung im Spitzboden) so gut es geht zu verbauen, um den Verschnitt zu reduzieren. Nicole kam dabei auf die geniale Idee, die übrigen 160er-Dämmrollen als 240er zu verbauen. Dabei schnitt sie 2x die gleichen Maße ab, halbierte den einen und verbaute so 1,5fache 160er-Dämmung. Dadurch sparten wir uns das Nachbestellen der 24er-Dämmung. Wohl hielten die geteilten Dämmkeile besser als die 240er-Dämmung selbst. Wir arbeiteten auf 2 Etagen: Während Nicole das OG dämmte, puzzlete ich die rückgebaute 100er-Dämmung aus dem oberen Stock in die Sparren der EG-Decke. Der Verbau gelang uns beiden erstaunlich gut und wir haben wenig Verschnitt zu beklagen. Beim nächsten Arbeitstag werden wir mit der Dämmung aller Decken endlich fertig sein.

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Ganz normaler (Bau)Alltag

Sonnenuntergang über Loffenau

Sonnenuntergang über Loffenau

Der Schulalltag hat uns wieder, daher schreiben wir nicht mehr so viel. Trotzdem gibt es noch ein paar weitere Updates:

Am vergangenen Montag gelang uns das Schnittstellenmanagement brillant. Wir bekamen sowohl unseren Versorger als auch den Kundendienst von Gussek auf die Baustelle. Hartnäckig bleiben lohnt sich wohl. Da uns der Schulalltag wieder hat, übernahm mein Vater die Oberaufsicht auf dem Bau. An diesem Tag wurde der Hausanschluss für den Strom ins Haus verlegt und die geöffnete Kellersohle geschlossen. Und man muss sich ja nicht mehr wundern: Die vom Kundendienst mitgebrachten Zementsäcke haben nicht gereicht. Der Kundendienst versuchte gleich das Problem in den Griff zu bekommen und frage an der Nachbarstelle nach ein paar günstigen Spende-Säckchen. Da die schwäbischen Grenze gerade mal 2km entfernt liegt, hatten sie keinen Erfolg. Deshalb sind die guten Handwerker 20 km weit nach Bad Rotenfels gefahren (der Standort des einzigen Baumarktes der innerhalb einer halben Stunde erreichbar ist), um nochmals Zementsäcke zu kaufen. Ist scheinbar gar nicht so einfach, für ein selbst gegrabenes Loch die passende Menge an Zement vorauszusehen, geschweige denn zu berechnen. Rechnen ist so eine Sache.

Heute war dann der Kundendienst für den Holzständer da und musste feststellen, dass die Fa. Schiedel Murgs (nein, sie heißen nicht „Murgs“, sondern machen ihn nur)  im Setzen des Abschlusssteins bei der Verlängerung des Kamins gemacht hat. Mein Vater hat auch heute wieder die Oberaufsicht übernommen. Wie wir feststellen mussten, arbeiten die meisten Handwerker ohne Oberaufsicht nicht wirklich sauber und pfuschen nur rum. So auch im Fall des Schornsteinsetzens: Normalerweise wird als Abschlussstein bei den Kaminen ein Stein mit vier Gewindestangen gesetzt, so dass man die Metallabdeckung des Kamins an diesen vier Gewindestangen sturmsicher befestigt bekommt. Die gute Fa. Schiedel hat einen Stein verwendet, der nur zwei Gewindestangen besaß. Schön, dass der Tonkanal schon mit Dünnbettmörtel auf immer und ewig auf das alte Tonrohr aufgeklebt wurde. Der Stein lässt sich nun auch nicht mehr ersetzen. Wir sind mal wieder gespannt, mit welch kreativen Lösungen für dieses Problem uns unsere handwerkenden Freunde diesmal überraschen werden.

Auch der Techniker der Telekom kam heute und legten den Hausanschluss für das Telefon. Zwei Tage nach der Montage des Elektrohausanschlusses war das wirklich schnell für die Telekom. Trotz alledem musste mein Vater als Oberaufseher nochmals Fa. Krieger anrufen, um nochmals den Telekomikern Dampf unter dem Hintern zu machen. Aber danach klappte es auch. Ab heute haben wir Strom, Wasser und Telefon im Haus und nicht mehr nur in der Erde.

Zitat aus einer mehr oder weniger zuverlässigen Internetquelle:

Wie viele Ärzte könnten in einer Lehrzeit von 3 Jahren exzellente Fließenläger werden? 95 %. Wie viele Fließenläger könnten innerhalb der Ausbildungszeit für Medizin exzellente Ärzte werden? 5 %.

Das stimmt nachdenklich.

Wenigstens sind wir heute mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt worden.

Weiterführendes findet man:

Rückbau der Dämmung im Spitzboden

5. Januar 2012 1 Kommentar
Auswirkungen von Sturmtief Andrea

Sturmtief Andrea wütet durch Deutschland

Tun Sie immer nur das, was im Ausbauordner steht, auch wenn Ihr Ausbauberater anderer Meinung ist!

Nach dem ersten Ausbaugespräch mit unserem Ausbauberater war uns eigentlich klar, dass wir den Spitzboden bis unter den First mit 240er Dämmung dämmen würden. Seine Worte: „Dämmen Sie den Dachstuhl ruhig mit der 240er Dämmung durch, Sie werden genügend Dämmung über haben.“ Gesagt, getan: Wir haben fleißig den Spitzboden gedämmt und wunderten uns dann, dass die 240er Rollen nicht mehr ausreichten.

Nach Rücksprache mit unserem Ausbauberater sollte ich diese Sache mit dem Komissionierer von ProHaus abklären. Meine E-Mail an den Komissionierer blieb unbeantwortet. Das heutige Telefonat war dafür dann eher unerfreulich. Dem Sinne nach und zusammengefasst: Der Fehler der fehlenden Dämmung würde bei uns liegen, der Spitzboden wurde bei der Dämmungsermittlung nicht miteinberechnet, daher würden die Rollen nicht reichen. Die Dämmung des Spitzbodens wäre auch unerheblich, da die thermische Hülle mit 240er-Dämmung des Obergeschosses geschlossen wäre. So unser Komissionierer. Ich erklärte, dass unser Ausbauberater uns in die andere Richtung beraten hätte: Es sollte genügend Dämmung übrig bleiben, um den Spitzboden mitdämmen zu können. Unser Komissionierer stellte sich stur und behauptete, dass dies nicht so gewesen sein könne. Im Ausbauordner stünde etwas anderes und er kann sich nicht vorstellen, dass uns der Ausbauberater anders beraten hätte.

Etwas säuerlich rief ich dann den Ausbauberater an. Nach Schilderung der Sachlage meinte er:  „Erinnern Sie sich? Ich habe Sie gefragt, ob Sie den Spitzboden mitbestellt haben.“ Erinnern? Mitbestellt? Von alldem war im Ausbaugespräch nicht die Rede: aber ich leide ja an Amnesie und kann mich an nichts mehr erinnern. Unser Aubauberater wies also alle Schuld von sich.

Guter Rat war nun teuer und wir rechneten hoch: Wenn die Dämmung alleine schon nicht für den Spitzboden gereicht hat, dann reichen auch nicht die Dampfbremsfolie, die Latten für die Dachunterkonstruktion, die Rigipsplatten. Daher haben wir uns dazu entschlossen, die Dämmung des Spitzbodens zurückzubauen. Die 240er-Dämmung wurde also vom Dachstuhl heruntergeworfen, mit viel Verschnitt so zurechtgeschnitten, dass Sie in die Decke des Obergeschosses einigermaßen passte. Da die Dämmung aber sehr schwer und durch den Rückbau aufgelockert war, hielt sie nicht mehr richtig. Wir haben uns dann für Teillattenunterbauten entschieden, die die Dämmung oben gehalten haben.

Das End‘ vom Lied waren dann zusätzliche Kosten für 6 zusätzlich zu bestellende Rollen 240er Dämmung, 3 Extra Dämmungsmüllsäcke (extra reißfest) und 2 Tage verlorene Zeit.

Daher nochmal: Tun Sie immer nur das, was im Ausbauordner steht, auch wenn Ihr Ausbauberater anderer Meinung ist! Nur dafür sind die gelieferten Materialien berechnet.

Videoreihe – (H)Ausbau leicht gemacht – gestartet

Heute möchten wir Ihnen unsere neue Idee schmackhaft machen: Wir drehen (Lehr)-Videos (typisch Lehrer!). Außerdem wünschten wir uns das ein oder andere Mal während der Ausbauphase Kurzvideos zur Erklärung. Da wir diese nicht gefunden haben, entschlossen wir uns dazu, selbst aktiv zu werden und den Häuslebauern nach uns auch Videobotschaften zur Verfügung zu stellen. Dieser Artikel veröffentlicht das 1. Video der „(H)Ausbau leicht gemacht“-Reihe zu „Easy-Dämmen“.

Neben dem Videodreh haben wir heute auch noch die Innenwände des OGs einseitig nahezu fertigverplankt und mit 50er-Dämmung gedämmt. Die EG-Decke wurde zu einem guten Drittel mit 100er-Dämmung gedämmt (Gästezimmer, Gäste-WC und Kinderzimmer sind fertig). Um das Dämmen der EG-Decke abzuschließen, werden wir vollflächig mit 100er-Dämmung fertigdämmen, danach wird die zusätzliche Einmeter-Dämmung der Decke an den Außenbereichen mit 160er erfolgen. Da wir ein Breitenmaß von 1,20 m pro Rolle haben, werden wir die zusätzliche Dämmung auf 1,20 m erweitern.

Plankenschleppen – die Erste

Heute nahmen wir uns die Verplankung der Innenwände im OG vor. Wir standen hierbei vor einem Problem: Wie bekommen wir die Werkstoffplatten für die Verplankung ins OG?

Wir hatten dafür 2 Möglichkeiten:

Möglichkeit 1: einen langen Weg ums Haus und über die Terasse ins Erdgeschoss und dann weiter ins übers Treppenhaus ins Dachgeschoss oder
Möglichkeit 2: direkt über das Treppenhaus die Vertikale hinauf  

Wir entschieden uns für den direkten Weg übers Treppenhaus.

Nun, schön und gut, aber wie bekommen wir die knapp 2,70 m hohe Spanplatte in den 3. Stock? Dabei half uns ein Flaschenzug. An 2 Stellen der Verplankung des Flurs des Obergeschosses wurden lange SPAX-Schrauben gesetzt, in die der Flaschenzug dann angehängt werden konnten. Man bekommt in jedem gut sortierten Baumarkt einen Flaschenzug für knapp 36 EUR. 3 Spanngurte halfen uns dabei die Monsterspanplatte erst ins EG, dann ins OG zu bringen.

Ein Halbmastwurf (Bild oben, ganz rechts) sicherte unsere sperrige Fracht, als wir die Spanplatte noch mit Mannes- und Frauenkraft ins EG wuchten mussten. Ebenso sicherte dieser Halbmastwurf die Position des Flaschenzuges, als die sperrige Ware im OG angekommen und über den Bautreppenhandlauf gewuchtet werden musste.

Diese Prozedur durften wir für heute 7 Mal wiederholen.

Danach ging es ans Verplanken. Hier war wieder einmal Arbeitsteilung angesagt: Nicole schraubte mit Schnellbauschrauben die ausgerichteten Spanplatten an den Holzständer und ich durfte die Spanplatten zusägen. Beim Ausrichten der Spanplatte am Holzständer halfen Keile, die wir unter die Spanplatte gelegt haben.

Ausgerichtete und mit Schnellbauschrauben befestigte Planken

Beim Zuschnitt der Planken half eine Richtlatte als Anschlagslatte. Sie wurde so ausgerichtet, dass das Sägeblatt direkt auf der gewünschten Maßposition der Spanplatte schnitt. Danach konnte man einfach an der Richtlatte mit der Handkreissäge oder der Stichsäge entlangfahren und bekam einen geraden Zuschnitt hin. Meine Exakt EC-310-N Minikreissäge ist für den Spanplattenzuschnitt von 13er-Spanplatten nicht geeignet, wohl aber für Rigips, wir werden sehen. Das Sägeblatt der Exakt EC-310-N Minikreissäge hat gerade mal 2,5 Spanplatten geschafft, danach war es

Die Richtlatte dient als Anschlagslatte und wird so ausgerichtet, dass das Sägeblatt direkt auf der gewünschten Bemaßung liegt.

stumpf. Die nächsten Zuschnitte werde ich mit der großen Metabo-Handreissäge anfertigen. Nach dem Zuschnitt wurde die Spanplatte dann mit der Richtlatte ausgerichtet. Um die Richtlatte zu fixieren, boten sich Schnellspannzwingen an. Mit ihnen spart man sich die Schrauberei bei der Ausrichtung.

Zwischen den 2 Spanplatten müssen ca. 2 mm (eine Zollstockbreite) Platz gelassen werden, so dass die Spanplatte noch arbeiten kann (Quellen bei Wasseraufnahme, schrumpfen bei Wasserabgabe). Mehr als 2 mm Platz sollten zwischen den Spanplatten nicht gelassen werden, ansonsten wird es mit der Befestigung am Ständer eng.

Morgen werden wir die restlichen Innenwände einseitig verplanken, danach mit 50er-Dämmung vollständig dämmen.

Als wir dann daheim angekommen sind, war die Überraschung groß: 5 Kartons standen vor der Eingangstüre: Die Haus-EDV ist angekommen. 400 m RJ-45-Kabel, 10 Ethernetstecker und 10 Unterputzdosen für die RJ-45-Stecker. Dies sollte für die EDV-Hausinstallation genügen.

Wie gesagt, wenn sie auch gut in der Hand liegt, ist die Exakt EC-310-N Minikreissäge für Spanplatten der Breite 13 ziemlich ungeeignet.

Dämmtag Nr. 5

Man mag nicht glauben, wieviel Zeit für die Dämmung drauf geht. Wir waren heute nun zu zweit wieder mit der Dämmung des OG beschäftigt. Heute haben wir uns arbeitsteilig (Nicole stopfte fleißig und ich schnitt zu) die Decken des OG vorgenommen. Hier war wieder ganz genaues Arbeiten angesagt. Dass die 100er-Dämmung in den Holzständern bleibt und nicht einfach so herausfällt, haben sich 0,5 cm Zuschnitt zu den Balkenmaßen bewährt. Mit mehr Zuschnitt bekommt die Dämmung keine Haftung, da Sie bauchartig nach unten durchhängt und dann doch irgendwann herausfällt. Mit weniger Zuschnitt fällt sie gleich heraus. Besonders schwierig zu schneiden war die Dämmung für die 3 cm Zuschnitte in den eng aneinander liegenden Balken. Als Materialspender hierfür eigneten sich ganz gut Verschnittreste.

Zum Zuschnitt der Dämmung:

Ich bevorzuge die Richtlattenmethode. Dabei wird mit einem Zollstock oben und unten an der Dämmung die gewünschte Länge mit der Richtlatte eingestellt, danach wird die Dämmung mit dem Dämmmesser entlang der Richtlatte angeritzt. Nimmt man nun die Richtlatte weg, so hat man eine schöne Schnittlinie, in der dann Feingeschnitten werden kann. Hierfür einfach innerhalb der Schnittlinie mit dem Dämmmesser entlangfahren und meistens hat man dann die gewünschte Länge des Dämmstoffs zugeschnitten.

Nicole bevorzugt die „Vertikalmethode“, in dem Sie den Dämmstoff aufstellt, dann oben und unten auf der Dämmung kurze Linien mit den gewünschten Maßen auf den Dämmstoff einzeichnet und diese dann mit einer Linie mit Edding verbindet und dann entlang dieser Linie schneidet. Am besten probieren Sie selbst aus, welche Methode Ihnen am besten liegt.

Neben der Dämmung der Decken im OG konnten wir heute durch die milde Witterung (absolut ungewöhnlich im Januar: 6 bis 7 Grad im Plus) unsere Zementvermörtelung fertigstellen. Die drei übrigen Fenster im EG wurden untermörtelt.

Zur Zementvermörtelung ist folgendes zu sagen: Am besten bewährt hat sich das Anmischen von 3 Teilen Sand mit einem Teil Zement. Der Feuchtigkeitsgrad ist dann richtig, wenn man aus dem angefeuchteten Mörtel einen Schneeball formen kann, der seine Schneeballform behält. Danach leert man den Mörtel an die zu unterfütternde Stelle und stopft den Mörtel mit Hilfe einer Latte unter die bodentiefen Fenster und Holzständer. Von außen kann ein Brett an den Holzständer geschraubt werden, alternativ dazu kann ein zweiter Helfer ein Brett gegen den Holzständer drücken, so dass kein Mörtel beim Stopfen einfach so ins Leere geschleudert wird.

Morgen werden wir ans erste Verplanken gehen und die Dämmung des OG abschließen.