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Posts Tagged ‘Bauen im Winter’

Verplanken der Zwischenwände

Nach der großflächigen Dämmung der letzten Bautage, wurde heute angefangen, die Innenwände im EG zu verplanken. Bei knapp unter 0 °C im Rohbau, war dies nur mit der Einhell-Gaspuste zu bewerkstelligen. Wir haben die letzten Tage einen Mörderwintereinbruch erleben dürfen: Dauerfrost bei bis zu -15 °C (Danke Sibirien!). Und dann noch in unseren Höhenalgen. Wer im Winter baut, der sollte so schnell wie möglich seine Hausanschlüsse ins Haus bekommen und das Loch für die Hausanschlüsse so schnell wie möglich zumachen.

Heute hatten wir nicht mehr die Geduld zum Einfädeln der Sperrholzplatten zur Befestigung am Flaschenzug (nicht bei den Temperaturen), so dass wir mit vereinter Frau- und Manneskraft die Sperrholzplatten in das EG gestemmt haben. Für die Wandinnenverplankung in unserem Rohbau im EG haben wir vorerst 5 Sperrholzplatten ins EG gebracht und wie nach Handbuch zuerst die großen Planken verplankt, danach den Zuschnitt gemacht.

Mit knapp 4 cm Abfall war ein Endlos-Verplanken nicht mehr so wirklich möglich. Beim Endlosverplanken nimmt man das Verschnittstück der zugeschnittenen Platte und setzt diese direkt als nächste Platte auf die Holzständer, danach misst man den Abstand bis Ober- bzw. Unterkante und schneidet dann eine neue Holzwerkstoffplatte mit den genauen Maßen zu. Das Abfallstück wird dann als nächste Platte an den nächsten Holzständer geschraubt, wieder die Maße bis Ober- bzw. Unterkante genommen und wieder zugeschnitten. So fällt Praktisch fast kein Verschnitt an.

Es wird noch 2011!

Freitag, 28.10.11 flatterte ein Brief in unseren Briefkasten. Im Betreff stand: Termine! Termine! Termine! (genau so wie hier abgedruckt in Fettschrift). So wie es aussieht, steht unser Haus in den nächsten 4 Wochen.

Folgender Fahrplan ist angedacht, (wir sind gespannt, ob dies gehalten werden kann):

07.11.-11.11. Ausschachtung der Baugrube
11.11. Feinabsteckung der Baugrube, Anschluss Bauwasser und Baustrom, Abnahme der Erdarbeiten
14.11. – 17.11. Kellermontage
17.11.-18.11. Verfüllung des Kellers und Verfestigung, Abnahme der Gründung
21.11. – 23.11. Hausmontage
nach dem 23.11. Abnahme des Rohbaus, Quellmörtelverfugung, Sockelisolierung und Fassadenbau

Jetzt geht es also los! Die nächsten 4 Wochen (also der gesamte November) wird wohl sehr sehr stressig. Ab morgen wird wieder Schnittstellenmanagement betrieben.

Unser Versicherungsmakler freute sich gestern Abend gegen 22 Uhr über eine weitere Provision aus der Gebäudeversicherung.

Tiefbau fängt nun an

Fa. Krummholz fängt nun mit dem Tiefbau im Laufe des morgigen Tages an, und … der Keller lässt auf sich warten. (Erratum vom 01.11.: Fa. Krummholz fängt doch erst am 07.11. mit dem Erdbau an.)

Da in einer Fertigungsstraße des ProHaus-Betonfertigteilezulieferers einige Tische gebrochen sind, kann der Montagetermin des Kellers in der KW 45 (jetzt schon KW 45! ursprünglich sollte es in KW 43 gestellt werden) nicht eingehalten werden. Unser Bauleiter kann noch keine genaue Terminzusage für die Kellermontage machen. Ist wohl so, dass wir evtl. bis in den November hinein auf unseren Keller warten dürfen.

Im Gespräch mit unseren Fachleuten (Bauleiter und Architekt) wurde uns versichert, dass das Haus und der Keller auch im Winter ohne Schäden gebaut werden würde, auch wenn es Frost und Minusgrade draußen gäbe.

Außerdem habe ich im Gespräch persönlich ein paar Sachen über Bauwerkstoffe und Bauen im Winter hinzugelernt:

  • Durch Folien um das Fundament, kann die Wärmewirkung der Hydratationswärme, die beim Abbinden des Betons frei wird, längere Zeit genutzt werden, um ein Einfrieren des Betons und somit Frostschäden vorzubeugen.
  • Die Sockelabdichtung kann durch verschweißen mit Bitumenschweißbahnen auch bei Frostgraden gemacht werden, ohne dass es Frostschäden gibt.
  • Ist das Haus von ProHaus gestellt und handelt es sich um ein 2-Schalen-Haus, so ist die Vormauerung irrelevant, da es im aufgestellten Zustand ohne Vormauerung schon wasserdicht ist. Mit dem Ausbau kann sofort auch ohne Vormauerung begonnen werden.
  • Die Vormauerung wird dann vollzogen, wenn es die Witterung zulässt.
  • Die Quellvermörtelung ist frostempfindlich, kann jedoch noch im Nachhinein gemacht werden. Kann also geschoben werden.
  • Blitzeis in der Baugrube macht Probleme, Schnee kann mit Gasbrennern abgeschmolzen werden.

Um bei den Kosten für das Recycling des Erdaushubs vielleicht etwas sparen zu können, bieten viele Gemeinden die Möglichkeit an, im Gemeindewald den Erdaushub zu verfüllen. Die Verfüllung und der Einbau des Erdaushubs wird nach Kubikmeter berechnet und dient dazu, um z. B. Wege zu vergrößern.