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Posts Tagged ‘Trockenbau’

Das letzte Ausbaupaket …

jipiee, das letzte Ausbaupaket ist abgerufen. Die Postkarte mit samt der Bemaßung der Türen ging am vergangenen Mittwoch raus.

Und es folgen gleich mal ein Paar Tipps fürs Abrufen:

  1. IMG_0092Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig: Mit dem Kaufvertrag bei ProHaus geht eine Abtretung der Kaufsumme einher. Nur diese Abtretungssumme ändert sich noch ein paar Mal, bis der genaue Kaufpreis des Hauses feststeht: nämlich bis zum Ausbaupaket 4. Danach weiß der Häuslebauer, wie viel sein Haus wirklich kostet. Um unliebsame Verzögerungen der Zusendung bei der Freigabe zu verhindern, ist es besser, seinen Sachberater einmal zu viel als einmal zu wenig zu kontaktieren. Und zwar mit Durchhaltevermögen. Die Sachbearbeiter bei ProHaus sind meistens dauerüberlastet, so dass Beharrlichkeit sich auszahlen wird. Danach muss natürlich noch der Banksachbearbeiter mit ins Boot geholt werden. Hier zahlt es sich aus, den Kontakt zum ProHaussachbearbeiter dem Banksachbearbeiter auszusourcen.
  2. Wat? Sie wollen noch was ändern?: Es zahlt sich aus, früh seinen Bemusterer anzurufen, um mit ihm die letzten Feinschliffe abzumachen. Auch hier zahlt sich Beharrlichkeit aus: E-Mail, Briefe und dann noch der Anruf und das am besten alles drei auf einmal. Und wundern Sie sich nicht, wenn sie nicht mit dem gleichen Reden, der Sie bemustert hatte, so vor ein oder zwei Jahren. An der letzten Absprache mit dem Bemusterer orientiert sich nämlich der endgültige Kaufpreis. Darf es Eiche für die CPL-Beschläge und die Echtholztreppe sein, da man Fußbodenheizung und Eicheechtparkettholz verlegt? Stimmen die Maße nach dem Verrigipsen noch, so dass eine Duschwanne in das schon kleine Einliegerbad passt, oder lässt man es lieber erst heraus rechnen und kauft es später bei einem Sanitärdienstleister?

Sie brauchen aber nicht gleich panisch reagieren, wenn sie denken, dass sie schon ein wenig spät mit der letzten Absprache dran sind: Heizung, Sanitär und Estrich zögern sich genügend raus, so dass das mit der Sendung von Ausbaupaket 4 noch dicke reicht.

Besenrein …

30. August 2013 4 Kommentare

„So leer wird es in eurer Bude nie mehr sein!“. Ware Worte, die uns vor dem Vorbereiten des Estricheinbaus gesagt wurden:

So, leergeräumt haben wir. Jetzt muss nur noch der Estrichbauer kommen.

Vorbereitung:

Im Vorfeld bis zum Leerräumen haben wir noch folgendes abgearbeitet:

  • Erste Verspachtelungsaktion wurde gestartet. Dafür benutzten wir zum größten Teil Settamur Glättputz (siehe hierzu auch den Artikel Lebenszeichen von uns …)
  • Die Eckabschlussschienen wurden eingespachtelt. Hier eignet sich ebenso hervorragend Settamur Glättputz.
  • Fast alle KS-L-Wände der Einliegerwohnung und des Kellerflures wurden mit Rigipsplatten beklebt. Hierfür nutzten wir Perlfix Ansetzgips und ein Maurerlob. Der Ansetzgips ist mit Kunststoffadditiven angereichert, so dass er besonders klebrig ist und er wird nach dem Trocknen bombenfest. Das Maurerlob besitzt runde Aussparungen, mit denen man den Ansetzgips mit Rillen auftragen kann. Diese Methode ist Materialschonender als das Auftragen von großen Batzen auf die Rigipsplatte.
  • Alle beklebten Rigipsplatten wurden im ersten Arbeitsgang verspachtelt.
  • Die Kabelschlitze in den Betonwänden, die wir nicht mit Rigips beklebten, haben wir mit Settamur Glättputz plan Verspachtelt und nochmals feingeschliffen. Für das Schließen der Schlitze bedarf es keiner Armierung aus PVZ-Netzgewebe. Wir haben beides Probiert (ohne Armierung und mit) und der Settamur Glättputz ist so spitze, dass er auch ohne Armierung hält und keine Risse wirft.

Als wir mit der Verspachtelungs-, Klebe- und Glättaktion fertig waren, gingen wir ans Aufräumen, Wegräumen und Fegen.

Für unser Restmaterial, unsere Maschinen und unsere restlichen Schrauben wählten wir den einen Kellerraum, der für Zementestrich und nicht für Anhydridestrich vorgesehen war und stellten alles ordentlich unter.

Die Trennung der Estrichbereiche stellen wohl kein Problem dar, da ja auch die Treppenaussparungen nachträglich mit Estrich gefüllt werden müssen. Unser Estrichbauer stellt mit Alupappwinkel die Bereiche ab, die voneinander getrennt werden müssen.

Unser letzter Blogeintrag war Anfang August. Vom Zeitmanagement her kann man daher sagen, dass dieser letzte Schritt vor dem Estrich ungefähr ein Monat dauern kann.

Verspachteln und Elektrik

Die letzten zwei Tage standen im Zeichen des Verspachtelns und der Elektrik.

2013-02-08 17.41.41

Rigipsverspachteln mit Hilfe der Traufel

In der linken Hand die Traufel, in der rechten die breite Malerspachtel ging es am Samstag die Leiter hoch und runter. Wir haben das Schlafzimmer mit dem ersten Spachtelgang versehen.

Verspachteln geht ruck zuck, wenn man wie die Gipser mit der Traufel (auch Glättkelle genannt) die Spachtelmasse über die Anschlussränder vom Rigips zieht. Dabei sollte man darauf achten, dass man nicht zu viel Spachtelmasse anrührt. Die Spachtelmasse härtet innerhalb 30 min. aus. Wir benutzen im Moment noch Sedamur Glättputz (wurde uns vom Malerfachbetrieb empfohlen). Dieser ist auf Kalkbasis und beinhaltet Kunststofffasern zur Verhinderung von Trocknungs- und Bewegungsrissen. Trotzt dass wir es nicht nach Packungsangabe bräuchten, benutzen wir selbstklebendes Armaturgewebe von Knauff, um die Spachtelmasse zu stabilisieren. Dafür holten wir im Bauhaus selbstklebendes Armaturgewebe, klebten es vor der Spachtelei auf und Spachtelten einfach drüber. Wie genau man Rigips verspachtelt findet sich in der Knauff-Anleitung: Rigips verspachteln (pdf, ca. 2,1 MB). Die angerührte Spachtelmasse wird mit Hilfe der Malerspachtel auf die Traufel aufgetragen und dann auf den Rigips aufgetragen. Reste auf der Traufel werden nochmals mit der Malerspachtel zusammengekratzt und weiter aufgetragen. Die Spachtelmasse hat dann die richtige Konsistenz, wenn Rührspuren mit dem Rührer in der Spachtelmasse stehen bleiben. Angerührt wird die Spachtelmasse, indem man erst das Wasser und dann bis zur Inselbildung (ca. 2 bis 3 cm Spachtelmasse aus dem Wasser ragend) Fertigspachtel in den Rühreimer einbringt und 3 min. einsinken lässt. Danach erst mit dem Rührer die Masse gleichmäßig rühren. Das Einsinken verhinder die Brockenbildung in der Spachtelmasse, und die Spachtelmasse wird richtig schön sämig.

Heute ging es dann ans Steckdosen und Schalter einbauen und verschalten. Gestern wurde dies schon gestartet, jedoch war das Wissen, über die Verschaltung von Schaltern nicht ausreichend genug und der Elektriker im Urlaub.

Erst eine Googlesuche brachte mich auf die Seiten von Georg Birkert (Elektrobirkert von Möttingen), der selbst schon die Domain sehr schön zielführend wählte: dein-elektriker-hilfe.de. Auf Birkerts Seiten finden sich klasse und auch für den Ottonormalverbraucher verständlich geschriebene Anleitungen, wenn man von den Rechtschreibfehlern her absieht.

Wen’s interessiert, dem führe ich die URLs an:

Wer vorher sich in die Materie ein wenig einließt, hat nachher weniger Ärger. Wer an der Elektrik daheim selbst Hand anlegt, sollte stets die DIN-Normen beachten.

Mit Verplanken gehts nun weiter.

Am heutigen Tag ging es ans Verplanken der Wände im Wohnzimmer und Kinderzimmer.

Gerade das Kinderzimmer hat uns ein wenig aufgehalten. Wir mussten jede Menge Aussparungen anbringen und die Seiten zur Zwischenwand hin einkürzen. Mit vereinten Kräften und dem Nageleisen, buxierten wir die Planke an und in den Ständer, dass es gepasst hat.
Aussparungen für Hausanker und Außenleuchtenschalter.

Aussparungen für Hausanker und Außenleuchtenschalter.

Aussparungen für unsere zwei Außenlampen. Die Dämmung ist noch sichtbar.

Aussparungen für unsere zwei Außenlampen. Die Dämmung ist noch sichtbar.

 

Auch unsere Putzer waren wieder am Arbeiten
Unsere Putzer bei der Arbeit.

Unsere Putzer bei der Arbeit.

Nach und nach wird der Giebel rot.

Nach und nach wird der Giebel rot.

Der Giebel nach getaner Arbeit.

Der Giebel nach getaner Arbeit.

So nach und nach wurde unser Giebel Rot, und zwar Verkehrsrot.
Zum Teil schlossen wir die Zwischenräume über den Rolladenkästen
Anstückung über dem Rolladenkasten.

Anstückung über dem Rolladenkasten.

Es wiederholt sich …

Fast alle Zimmer sind heute verkabelt worden, bis uns die ganzen Kabelmeter ausgegangen sind. Gästezimmer, Gäste-WC, Kinderzimmer und Wohnzimmer sind mit fast allen Dosen ausgestattet, es fehlen nur noch ein paar Schalter. Dass das Kabel ausging, lag nicht an ProHaus, sondern daran, dass wir uns mehr Steckdosen als von der Stange vorgesehen gegönnt haben. Küche und Gang müssen noch komplett verkabelt werden, wobei wir die Küche erst dann Verkabeln, wenn wir mit unserem Küchenplaner gesprochen haben. Die Mörteldurchbrüche in der Ständerunterfütterung werden bald von uns mit Quellgussmörtel gestopft um wieder die gewohnte Stabilität und Auflagefläche für die Ständer herzustellen.

Teilweise Aussparungen der Ständer für die Deckenelektrik

Teilweise Aussparungen der Ständer für die Deckenelektrik

Die Ständer können, um Kabel in die Decke zu führen, 0,8 cm mit Stechbeitel und Gummihammer ausgespart werden, dann passen die Kabel (sowohl NYM 3×1,5 und 5×1,5) ohne dass man die Spanplatte oben aussparen muss.

Mit der Strategie, die Zuleitungen, Ethernet-, TV- und Telefonkabel über den Boden zu legen und die Versorgung der einzelnen Endverbraucherstellen über die Decke zu bewerkstelligen, sind wir bisher gut gefahren. Innerhalb von zweieinhalb Tagen waren wir mit den meisten Räumen fertig.

Montagelochband zur Fixation der Kabeltrassen

Montagelochband zur Fixation der Kabeltrassen

Liegen die Kabeltrassen auf dem Boden, dann empfiehlt es sich, diese mit Montagelochband, 6er-Dübeln und 6er-Schrauben zu fixieren. Dabei darf man nicht vergessen, dass die Kabeltrassen 20 cm weg von der Wand liegen müssen, um eine gute Auflagefläche für die Isolierung zu gewährleisten. Zugegeben, dass ist uns auch nicht immer gelungen, sollte aber oberstes Ziel sein. Die Estrichbauer danken es.

Nach dem Gespräch mit unserem Elektriker stellt das Überkreuzen von Wasserleitungen und Stromkabeln heute wohl kein Problem mehr dar. Sollte aber so weit es geht vermieden werden. Somit muss ich meinen Eintrag vom 29.05. revidieren (s. dort).

Finale für die Putzer

30. Mai 2012 1 Kommentar

Neben der weiteren Elektroinstallation in der Wohnetage, kümmerten wir uns heute um die Finalisierung der Vorbereitung für die Putzer.

In der Wohnetage war Nicole fleißig im Bohren von Ständerdurchbrüchen, während ich schon die Verlegung der RJ 46, die RJ 11 und die restlichen Zuleitungen in Angriff nahm. Die Thermostatzuleitungen wurden von Nicole zum FBH-Verteiler verlegt, während ich die Abmantelung in den Außenunterputzdosen vor nahm und mit Signaldeckeln, die Fahnen hatten, verdeckelt habe.

Signalfahnen im Großpack

Signalfahnen im Großpack

Nebenbei kamen heute unsere Signaldeckel, die wir für den Verschluss der Außensteckdosen vor dem Verputzen benötigten.

Tipps für die Verlegung der Unterputzdosen:

  1. Auf ca. 15 cm ablangen und entmanteln

    Auf ca. 15 cm ablangen und entmanteln

    Die Kabel, die in die Unterputzdose beherbergen, am besten vor dem eingipsen 10 bis 15 cm ablangen und auch abmanteln. Wir haben diesen Tipp leider zu spät bekommen und es war ziemlich mühsam mit Gartenschere und Elektrikermesser die Kabel in der Dose zu entmanteln. Das spart man sich, wenn man die gezogenen und gelegten Kabel vor dem Eingipsen auf die besagte Länge abmantelt. Dafür am besten Abmantelzangen oder andere Abmantelgeräte verwenden. Wer mit Gartenschere und Elektrikermesser das Abmanteln versucht, sollte dies vorher an Kabelabfallstücken üben.

  2. Einwickeln der entmantelten Kabel

    Einwickeln der entmantelten Kabel

    Wenn kurz hinter dem Eintritt des Kabels in die Dose abgemantelt wurde (bitte nur den äußeren Kabelmantel), dann werden die Kabel in Kreisen in die Dose gelegt.

Aufstecken der Signaldosen

Aufstecken der Signaldosen

Zu guter Letzt wird die Dose mit dem Signaldeckel verschlossen. Dieser Signaldeckel beinhaltet Fahnen, die nach dem Putzen die Orte der Dose zeigen.

Und hier noch Tipps für das Kabelverlegen:

  1. Ein Elektroinstallationsplan (wenn auch nur großzügig von Hand in die Bauzeichnung eingetragen) spart Zeit.
  2. Indem man Funktionsweise vor geht, spart man enorme Zeitressourcen. So haben wir, im Gegensatz in der DG-Etage, die Kabelverlegung mit dem Legen der Zuleitungen begonnen. Wir haben mit Edding an die Verplankung unsere Schalter, Steckdosen, EDV, TV und Telefonkabel geschrieben. Danach für die Zuleitung über den Boden die Ständer durchbohrt. Danach die Zuleitungen über den Boden gelegt. Danach die RJ 11- und RJ 46-Kabel über den Boden und im Bereich der Untermörtelung in Leerrohre gelegt. Sparen morgen die Ständer um 0,8 cm aus. Diese 0,8 cm müssten für die Verlegung der NYM 3×1,5 Kabel in die Deckenkonstruktion reichen.
  3. Arbeitsteilung macht Zeitgewinn und weniger Frust für alle. Während einer die Durchbrüche bohrt, kann der andere schon mit der Beschriftung und Verlegung der Kabel beginnen.
  4. Für Telefon und Ethernet können die gleichen Kabel (RJ 46 Cat 5e oder Cat 6, Begründung siehe http://www.elektronik-kompendium.de/sites/net/0603241.htm) verwendet werden. RJ 46 und RJ 11 unterscheiden sich in 2 Drähten. Eine gute Auflistung der gängigen Telefon- und ISDN-Belegung findet sich unter http://de.wikipedia.org/wiki/RJ-Steckverbindung.

Ganz in Weiß…

Am heutigen Tag wurde der Keller mit einem 2. Farbauftrag zur Hälfte fertig gestrichen. Die andere Hälfte machen wir, wenn die Heizungsanlage steht und  bei Gelegenheit. Das Streichen eilt ja nicht. Gestrichen wurden die Wände um den Sockel und den Teil der Decke, die bis zum Sockel reicht. Grund dafür ist die Installation der Heizungsanlage. Steht die Heizungsanlage, dann hat man nicht mehr so viel Platz, um die Wände und Decke um die Anlage zu streichen. Wenn die Montagearbeiten für Pelletlager, Warmwasserspeicher und Brennkessel abgeschlossen sind, muss so die Wand nach den Montagearbeiten der Heizungsanlage stellenweise nur ausgebessert werden.

Zum Steichen des Sockels sind folgende Punkte noch zu sagen:

  • Der Betonestrichsockel kann frühestens 23 Tage nach gießen gestrichen werden.
  • Als Farbe benötigt man Bodenfarbe, mit hoher Abriebfestigkeit.
  • Bevor der Sockel gestrichen werden kann, muss er abgeschliffen werden.

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