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Dampfbremsfolienkunst und Streichen des Kellers

Heute kümmerte sich Nicole weiter um den Keller und strich ihn in weiß. Ich kümmerte mich um die Dampfbremsfolie im DG, die um den Giebel angebracht werden musste.

Es ist schon eine kleine Kunst, die Dampfbremsfolie ohne viel Falten und überall dicht abschließend an die Außenwände und die Decke des Giebels zu bekommen. Dann sollten auch noch die geraden Wandflächen des Giebels mit Holzwerkstoffplatten verplankt werden, bevor diese mit Dampfbremsfolie überzogen werden. Ich beschloss, die in die geraden Wände hängende Dampfbremsfolie mit Dampfbremsfoliendichtkleber abzudichten, dann mit Holzwerkstoffplatten zu verplanken, um dann nochmals die Dampfbremsfolie über die geraden Flächen mit 20 cm Überlappung zu den Schrägen zu ziehen. Ich fand heute heraus, dass wenn man die Folie mit Tackerklammern an die Endposition anbringt, es viel einfacher ist, mit Eurasol die Stöße abzukleben. Hohlräume wurden vor der Anbringung der Dampfbremsfolie mit Mineralwolle „endgedämmt“. Die Dämmwolle wurde unter der Dampfbremsfolie so gut es ging noch zurechtgerückt.

Beim Streichen von Beton und Kalksandstein wurde uns heute wieder bewusst, wie wichtig eine dick aufgetragene Grundierung ist. Stellenweise wollte die gute weiße Farbe am Sockel nicht haften bleiben. D. h. dass wir morgen früh zu Farben-Frank müssen und nochmals Haftgrund besorgen dürfen. Dann darf der Sockel nochmals damit eingepinselt um nach 24 Stunden mit weißer Farbe nachgestrichen zu werden. Wenn wir schon bei Farben-Frank sind, können wir gleich nochmals weiße Farbe besorgen, da der eine Eimer doch nicht für alles gereicht hat.

Ansonsten stehen nun die Verplankungen der Außenwände im DG an. Danach geht es wieder an die Dampfbremsfolie und dann kommt endlich die Einlattung der Deckenunterkonstruktion. Diese wird im Bereich des Giebels nochmals interessant.

Sockelgießen

Der heutige Tag stand im Zeichen des Sockels. Da die Heizungsanlage vor dem Estrich aufgestellt und angeschlossen werden muss, sollte man für das ganze Heizungszubehör einen Sockel gießen. So kann man das Abbinden des Estrichs durch Durchheizen (speziell wenn man eine Fußbodenheizung hat) beschleunigen.

geflochtene BaustahlmattenAus dem Baumarkt besorgten wir am gestrigen Tag ersteinmal 16 Sack Betonestrich. Ich weiß nicht, wie wir auf die 16 40-kg-Säcke gekommen sind, aber wie wir heute festestellen mussten, hat dieses Estrichvolumen nicht ganz gereicht. Also war folgendes angesagt: auf Papa mit dem Bus warten, danach Papa und Bus schnappen und zum Baumarkt fahren und 16 weitere Sack Betonestrich á knappe 3 EUR kaufen. Am Ende verbauten wir dann insgesamt 31 Sack Betonestrich für einen durch die ganze Länge des Raumes reichenden Estrichsockel.

Für das Gießen des Estrichs muss der Untergrund besenrein vorbereitet werden. Wir haben die Verschalung ja schon gestern montiert. Vor dem Montieren der Schalung habe ich das Bodenstück, welches v0m Betonestrich übergossen wird, mit Besen und Schaufel und teilweise noch mit dem Industriestaubsauger gereinigt. Danach wurde die Schalung aufgebaut und heute gingen wir dann ans Flechten der Baustahlmatten.

Stahl im Beton macht den Beton dehnfähig. Beton ist durch seine Beschaffenheit sehr druckfest, aber empfindlich gegen Zugkräfte, wie sie bei ungleicher Lastenverteilung auftreten können. Stahl im Beton macht den Beton zugfester. Daher entschieden wir uns für das Verarbeiten von 2 Baustahlmatten, die es für knappe 12 EUR je Baustahlmatte im Bauhaus zu kaufen gibt. Beim Flechten der Baustahlmatten ist darauf zu achten, dass man die Metallstreben mit einem doppelt gelegten Bindedraht (der billigste Blumendraht aus dem Baumarkt reicht dafür) die Metallstreben der Baustahlmatte kreuzförmig verbindet und dann mit einer Beißzange dreht und und bei genügend Spannung des Drahtes, den Draht abknippst. Abdrehen geht auch. Zugegeben wir haben ein wenig mit dem Baustahl übertrieben, aber sicher ist eben sicher.

Die Abflussrohre der unter der Bodenplatte verlegten Schmutzwasserentwässerung wurden von uns mit kurzen HTEM-Rohren mit Muffe verlängert. Die HTEM-Rohre wurden später in den Sockel einbetoniert.

Marcus beim BetonestrichschüttenAnrühren des BetonestrichsNicole beim StampfenNicole beim GlattstreichenDas Meisterwerk

Nachdem der Baustahlkern geflochten und positioniert wurde, gingen wir ans Anrühren des Betonestrichs. Sackweise wurde der Betonestrich in die Mörtelwanne gegeben und mit Wasser (ca. 4 l pro 40 kg-Sack) mit einem Rührer gemischt. Es empfiehlt sich einen fließfähigen Estrich herzustellen. Mit der Stopflatte wurde dann der Betonestrich über den Sockelbereich verteilt und verdichtet. Nach ca. 8 Stunden hatten wir unseren Sockel gegossen. Nun wurde nur noch mit der Kelle für sehr glatte Oberflächen die Oberfläche begradigt. Nun muss der Estrich aushärten. Nach 4 Tagen sollte er begehbar sein. Im Mittel dauert es knapp einen Monat, bis der Estrich vollständig ausgehärtet ist

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