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verfliest und zugenäht

15. März 2014 1 Kommentar

Ich bin richtig erschrocken, als ich unseren letzten Eintrag in diesem Blog gesehen habe: Dieser war vom alten Jahr!

Jetzt wird es endlich wieder Zeit, euch ein umfangreicheres Bauupdate zu geben.

Wir haben den Großteil unserer zu verfliesenden Böden nun verfliest und verfugt. War ne heiden Arbeit, ist aber für den Heimwerker nicht so schwer, wenn man den einen oder anderen Tipp anwendet.

Tipps fürs Verfliesen:

  1. Am besten vorher alles Tapezieren, Streichen oder Verputzen. Wir hatten das Glück, dass unser Estrichbauer nicht so viel Zeit für uns hatte. Daher konnten wir noch vor dem Schleifen des Estrichs unsere Verputzung in Angriff nehmen. Super gings mit Sreichgrund. Die Körnung war richtig fein und wir mussten nicht so aufs Estrichversauen achten, da der Putz eh ja runtergeschliffen wurde.
  2. Zutaten fürs Verfliesen:
    • Fürs Kleben: Flexkleber, Zahnkelle (6 mm-Zahnung) und eine Gipserspachtel, ein Rührer, einen Rondenrührer und Wasser, Flex mit Diamanttrennscheibe, Papageienschnabelzange, Mörteleimer (davon nicht zu wenig), Fliesenlaser, Fliesenmarker (das sind ganz weiche Bleistifte) und Fugenkreuze (für den Boden: 1 cm im Durchmesser). Außerdem ein Fliesenschneider mit Trennrad.
    • Fürs Verfugen: Flexfuge, Rondenrührer mit Rührgerät, Mörteleimer, Schwammbrett, Schwammbretteimer mit Rollenvorrichtung fürs Schwammbrettauswringen, Plastikabzieher in groß und klein.
  3. Flexkleber und Flexfuge besitzen einen höheren Kunststoffanteil als andere Kleber und Fugen. Diese machen noch mehr Dehnung und Bewegung mit als andere Kleber und Fugen.
  4. Bei der Raumaufteilung ist es wichtig, die Raummitten in Länge und Breite auszumessen. Hier reichen zwei Striche mit einem Bleistift jeweils in der Mitte der Länge und Breite. Danach wird mit dem Laser angepeilt, so dass beide Striche von den Lasern des Fliesenlasers berührt werden. Entlang der Linie werden nun für Fliesenlegeranfänger zwei Reihen von Fliesen gelegt. Fugenkreuze an den Ecken helfen beim Geradelegen. Immer wieder können an dieser Fliesenreihe dann rechts und links weitere Reihen zu den äußeren Wänden gelegt werden, um zu sehen, wie die Platten ausgehen.
  5. Ggf. kann man nun die Platten verschieben, um möglichst groß an den jeweiligen Seiten Fliesen reinschneiden zu können.
  6. Erst jetzt sollte der Kleber nach Aufschrift auf der Verpackung angerührt werden.
  7. Als erstes werden nun die ganzen Platten aufgeklebt: Mit der Zahnkelle wird nach dem Beispiel der ausgelegten Fliesen mit der nichtgezähnten Kellenseite so viel Mörtel aufgetragen, wie man in einer viertel Stunde belegen kann. Hier bitte nur so viel Mörtel auftragen, wie die Zahnbreite ist. Mehrauftrag führt zu ackermäßig verlegten Fliesen. Danach wird mit der gezähnten Seite das Mörtelbett durchkämmt.  Bekannt ist ja, dass Bilder mehr als Tausend Worte sagen. Daher wird hier ein Videotipp gegeben: http://youtu.be/deS18vhZLec
  8. Die Fliesen werden erst einmal leicht auf den Kleberauftrag gelegt, mit Hilfe der Fugenkreuze ausgerichtet, danach leicht angedrückt. Dabei werden Randstücke, oder Fliesen die eingepasst werden müssen erst einmal ausgelassen. Die Wasserwaage hilft bei der Orientierung der Höhe.
  9. Nachdem der Kleber ein Tag getrocknet ist, werden die Randschnitte angefertigt. Dabei gilt: Maße übertragen ist besser als ausmessen.
  10. Danach werden die Randplatten nach oben beschriebenem Vorbild geklebt. Ist der Randabschnitt zu klein, folgt der Kleberauftrag direkt auf der Rückseite der Platte. Danach wird sie in die zu beklebende Fläche leicht angedrückt.

Schlüterschienen:

Schlüterschienen bilden den Anschluss von unterschiedlichen Belegen und werden bei jeder Dehnungsfuge in den Kleber eingelassen. Alternativen zu Schlüterschienen sind etwas breitere Fugen, die dann mit Silikon ausgefüllt werden. Schlüterschienen machen das Verlegen der Platten jedoch einfacher.

Die Schlüterschienen werden in der Größe zugeschnitten, in der man Sie benötigt. Nach dem Kleberauftrag und dem Durchkämmen werden die Schlüterschienen in die Klebermasse gedrückt. Auf die Schlüterschienen werden dann die Platten geklebt.

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