Archiv der Kategorie: Kaminbau

Baulebenszeichen

Unser letzter Eintrag ist doch schon eine lange Weile her: 6.10. knapp 1,5 Monate. Wir haben halt im Moment ein bisserl was zu tun. Ein Bauupdate folgt aber in aller Kürze.

Folgende Arbeiten wurden heute erledigt:

  • Endverlegung des vermeintlichen Kabelrohrs für die evtl. Solarleitungen einer Fotovoltaikanlage.
  • Schließen der Bodendurchbrüche im Gäste-WC und Kinderzimmer. Die Deckendurchbrüche wurden für die Solar-, Wasser und Abflussleitungen gemacht.
  • Befestigung der tragenden Wand im Kinderzimmer.
  • Quellgussvermörtelung der ausgesparten Holzständer.

Für die Endverlegung des Kabelrohrs musste ich den Durchbruch unserer Solarleitungen durch den Boden ein wenig aufmeißeln, um das dicke Rohr unter Ständer und neben Solarleitung stecken zu können. 16 mm im Durchmesser sind halt doch kein Pappenstiel. Im Ständer wurden dann das Leerrohr und die losen Kabel mit Kabelbinder und Montageband befestigt, so dass es beim Verplanken nicht zu irgendwelchen Kabelunfällen kommt.

Die Bodendurchbrüche wurden mit normalem Beton geschlossen. Dazu habe ich wo es ging Holz mit einem Deckenspanner unter den Durchbruch gespannt, Ritze zwischen den Rohren habe ich mit Mineralwolle ausgestopft. Die Glaswolle war zwar nicht ganz dicht, die größte Masse an Beton wurde aber im Durchbruch gehalten. Ich schloss Durchbrücke für die WC-Abflussrohre und die Solarleitungen (Solarthermie und späteres Fotovoltaik). Beim Einbetonieren der HT-Rohre ist darauf zu achten, dass die Rohre mit Randdämmstreifen, Isolierfilz oder Isolierschlauch schallentkoppelt werden, zumindest da, wo der Beton packt.

Nachdem ich die Wand mit Restholz und Spax Hi Force Schrauben wieder verstärkt und den tragenden Balken an meine Verstärkungen geschraubt hatte, ging ich an die Quellgussvermörtelung. Die Wandverstärkungen aus Restholz und Hi Force wurden unten mit Bitumenkaltbahn gegen Nässe geschützt. Danach wurde der Quellgussmörtel angerührt, bis er schneeballartige Konsistenz hatte. Dieser Quellvergussmörtel wurde dann unter die Ständerausbesserungen mit einem Abfallholz gestopft. Der Mörtel quoll so gut auf, dass er mit Brettern in dem Ständer gehalten werden musste.

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Finalisierung der Elektroinstallation im OG

Nachdem wir gestern und heute die Küche komplett verdrahtet haben, sind wir noch einmal die ganzen Verteilerplätze der einzelnen Räume durchgegangen, haben die Kabel alle auf die richtige Länge abgelangt und nochmals die einzelnen Kabel an den Verteilerstellen geprüft. Nachdem wir noch das eine oder andere vergessene Kabel nachgezogen haben, haben wir die Stromkabel gezählt und die Anzahl der Kabel an den Ständer geschrieben, die nach der Verplankung rausgezogen werden müssen. Bei sorgfältigem Übertrag auf alle drei Schichten (Werkstoffplatte, evtl. Dampfbremsfolie und Rigipsblatte) haben wir die Gewissheit, dass wir keines der vielen Kabel im Ständer vergessen werden.

Unsere Sanitärinstallateure gaben uns den Tipp, die Raumthermostate über den Schaltern in ca. 1,20 m Höhe anzubringen. Die Schalter würden nie zugebaut und stören in den anderen Wänden nicht. Den Tipp haben wir so gleich umgesetzt und mussten die eine oder andere Thermostat-Leitung nochmals umverlegen. Im DG nutzten wir dies sogleich um die Thermostatleitungen aus den Leerrohren herauszunehmen. Die waren nämlich unnötig, wie es sich im Nachhinein herausstellte.


Ich gebe hier nochmals eine Auflistung, auf welche OKFFB-Höhe wir unsere Schalter und Steckdosen gesetzt haben. Natürlich ist diese Aufstellung von den Gegebenheiten des Ständers abhängig und kann nicht immer eingehalten werden:

Thermostate 1,20 m OKFFB über den Lichtschaltern
Lichtschalter 1,10 m OKFFB, um 15 cm von der Tür in den Raum hineinversetzt
Staubsaugersteckdosen meistens in einer Steckdosen-Schalter-Kombi an die Schalter gekoppelt
Ethernetbuchsen über den 2-fach-Schukos auf 0,37 m OKFFB
Schukos für EDV und Co 0,27 m OKFFB

Die Küchenelektrik wurde nach Wunsch unserer Küchenbauer installiert.


Unsere Installateure bauten heute das Pelletlager auf. Und dieses ist wahrhaftig raumfüllend. Außerdem mussten Sie sich mit dem Umplanen des HWR-Raumes beschäftigen, da unsere ProHaus-Zeichner die richtige Bemaßung des Pelletlagers nicht in den HWR-Raum gezeichnet bekamen. Auf der Zeichnung sah die Geobox kleiner aus, als Sie in Wirklichkeit war. Unser HWR-Raum ist nun brechend voll. Wahrscheinlich bekommen wir nicht einmal mehr Waschmaschine und Trockner hineingestellt. Aber wir werden sehen …

Die Installation und Verrohrung der Trinkwassersteigleitung werden wir ZIG in die Hände geben. Alles weitere machen wir dann in Eigenregie und der Beratungspower unserer ZIG-Jungs.

Unsere Putzer kamen heute gar nicht auf die Baustelle. Wie es sich herausstellte, war Ihr Auto auf dem gestrigen Heimweg liegen geblieben und musste abgeschleppt werden.

Wir dokumentieren … wieder einmal

Nachdem heute alle Kabel für die Elektroinstallation bis auf die Küche gelegt wurden, gingen wir an die Dokumentation der Elektroinstallation in der Wohnetage. Und immer wieder viel uns auf, dass hier und dort ein Kabel fehlt, welches wir dann noch nachträglich eingezogen haben. Gerade deswegen empfiehlt es sich, eine Dokumentation zu machen.

Neben der tagesfüllenden Dokumentation wurde es gewaltig staubig. Nachdem der Durchbruch erneut vermessen und gerade Linien mit der Wasserwaage gezogen wurden, wurde die Flex angesetzt. Staub gabs bis ins 2. Stockwerk. Danach wurde der Durchbruch mit dem Flachmeißel und dem Bohrhammer verarbeitet. Übrig blieb das Ergebnis, was man in der Galerie einsehen kann. Das Reduzierstück wurde mit Keramikschnur eingedichtet auf den Kaminanschluss gesteckt. Alles weitere müssen unsere Sanitärmenschen bzw. Ofenbauer tun.

Weiter gehts … Kabelziehen fast am Ende

Heute waren folgende Punkte unsere Zile:

  • Einbetonieren des Schornsteins
  • Fertigstellen der Kabelinstallation bis auf Küche
  • Quellvermörtelung

Gegen 11:15 Uhr war heute ein Besuch von Bauhaus angesagt. Wir besorgten uns sägerauhe Bretter für die Wandverstärkungen im Wohnzimmer, Stuhlwinkel zum Anschrauben der Wandverstärkungen, 8er- und 6er-Betondübel mit dazugehörigen Schrauben und Quellvergussmörtel, um die herausgemeißelten Unterfütterungen der Ständer wieder zustopfen zu können.

Gegen 13:45 gingen wir ans finale Einbetonieren unseres Schornsteins. Dieses Mal verwendeten wir Betonestrich. 45 kg Betonestrich mussten für die letzte Bodenaussparung unter dem Dach genügen. Wir betonierten den Schornstein unter dem Dach, um einen guten Abschluss der Dampfbremsfolie auf der Decke im Dachgeschoss gewährleisten zu können.

Da das vor drei Tagen bestellte Koax-Kabel noch nicht da war, mussten wir leider die Quellvermörtelung auf dann verschieben, wenn das Koax-Kabel geliefert wurde. Dafür konnten wir heute die Kabelinstallation bis auf die Küche vollständig fertigstellen.

Dafür wurde die Steckdose im FBH-Verteiler gesetzt. Dabei segten wir mit dem  Lochkranz sowohl das Blech als auch die Spanplatte aus, setzten eine Hohlraumdose im FBH-Verteiler und schlossen gleich die Steckdose an.

Da unser Elektriker die bestellten Kabel direkt vorbeigebracht hatte, konnte ich mir noch ein paar Tipps von ihm holen:

  • Für die SAT-Anlage, die wir optional in den Dachstuhl legen möchten, benötigen wir 4 Coaxialkabel und eine Erdung. Die Ablanglänge des Kabels vom Boden des Montageortes an gesehen soll 4 m betragen. Die Räume werden sternförmig aus dem HWR-Raum bedient. So ist ein Switch zwischen Kabel-Fernsehen oder Sat möglich. Strom und Ansteuerung folgt im HWR-Raum durch eine Multidose.
  • Schalter und Taster werden in Kundenwunschhöhe angebracht: 1,00 m, 1,05 m oder 1,10 m OKFFB. Wir entschieden uns für 1,10 m.
  • Schalter werden ca. 15 cm von der Wand bzw. der Türaussparung gesetzt. Wir müssen jedoch Rücksicht auf die Ständergepflogenheiten nehmen.

Update und das erste Abwasserrohr

Da Ihr schon lange nichts mehr in diesem Bloq von uns gehört habt folgt erstmal ein update oder wie man so schön sagt, was bisher geschah:

So wird die Zuleitung isoliert

So wird die Zuleitung isoliert

  1. Solarzu- und Ableitung, Leerrohr für den Fühler, ein Kabel für eine Steckdose

    Solarzu- und -ableitung, Leerrohr für den Fühler, ein Kabel für eine Steckdose

    Angeschlossene Heizkreisverteiler

    Angeschlossene Heizkreisverteiler

    Solarleitung: Unser Installateur Herr Spaleck hat die Solarleitung verlegt, uns dankenswerter Weise noch ein paar fehlende Durchbrüche gelegt und auch diese isoliert. Bei der Verlegung der Solarleitung darf man ja nicht das Fühlerkabel vergessen. Unser Installateur hat daran gedacht und gleich ein Leerrohr für das Fühlerkabel gelegt. Nach Herrn Spaleck reicht ein Telefonkabel, welches wir dann heute noch in das Leerrohr bis zum Kessel gelegt haben.

  2. Heizkreisverteiler: Herr Spaleck hat die Heizkreisverteiler der beiden oberen Etagen verrohrt. Zu- und Ableitung wurden von Herrn Spaleck und seinem Team verlegt, aufgeweitet und anmontiert. Hier folgt mal ein dickes Lob an Dahotherm: alle notwendigen Sachen waren da, es muss wenig Material nachgekauft werden. Für die Fixation der Zuleitungsrohre wurden von Herrn Spaleck sog. Rohrhagen verwendet. Mit diesen Rohrhaken spart man sich ein Loch. Für den Rohrhaken bohrt man mit einem 8er-Bohrer vor und schlägt dann die Haken ein. Ziemlich praktisch das Ding.

Ansonsten wurde heute fast alles für unseren Putz, der nächste Woche kommt, vorbereitet:

  • Die letzten Schlitze wurden geklopft. Wenn man mit der Mauernutfräße richtig sägt, ist das Herausstämmen der Schlitze super einfach. Der letzte Schlitz war für die Außenleuchte. Heute wurde der Schlitz von mir nicht ganz zugeschmiert. Ich setzte Betonmörtelbrücken. Die Putzer machen den Rest.
  • Der Sockel der Eingangstür wurde mit Kaltbitumenbahn gegen Nässe isoliert und ist nun fast Schlagregendicht.

Sanitärmäßig setzten die ZIG-Jungs heute die letzten Zuleitungen und ich half beim Aufstellen und Ausrichten von Brennkessel und Warmwasserspeicher. Kessel und Warmwasserspeicher lassen sich prima auf der Palette und Stahlrohren transportieren, so wie es früher die Ägypter taten.

Nicole und ich legten unser erstes Abwasserrohr für die Kondensatleitung des Kamins. Beim Verlegen der Abwasserrohre reichen ein bis zwei Grad Gefälle zur Kanalisation hin. Unser Monteur sagte: „Ich leg die Rohre immer so, dass die Blase der Wasserwaagenlibelle ein wenig aus der Mitte ist.“ Diese Daumenregel entspricht ungefähr 1,4 plusminus 0,5 Grad Gefälle.

Was heute ein wenig ärgerlich war: Das Rauchrohr konnte nicht gesetzt werden, da das Reduzierstück (bei Dahotherm auch Übergangsstück genannt) nicht vorhanden war. Über den Umweg von Schiedel, unserem Kaminbauer, telefonierte ich nochmals mit Dahotherm. Dahotherm nahm geduldig die Sachen die fehlten mit auf und sagte, dass dies mit ProHaus abgeklärt werden wird. Bin gespannt, was dabei rauskommt. Außer dem Reduzierstück von 180 auf 120 mm fehlen Mauerkasten und Keramikschnur zum Eindichten des Rauchrohres.

Jipijeij – Wir kriegen eine Eingangstür

Eingangstür Außenansicht

Unsere Tür von Außen

Ganz früh ging es heute los. Um kurz nach 8 Uhr am frühen morgen waren wir auf der Baustelle um die Aussparungen der Eingangstür für den Einbau vorzubereiten. Wir gingen in 8 Schritten vor:

  1. Abschrauben der selbst gebastelten OSB-Türen.
  2. Herausschlagen und Demontage des Holzrahmens.
  3. Herauskratzen des Styrodurs im Rahmen, so dass die Tür bis an den WU-Beton eingepasst werden konnte.
  4. Ausbau der Eingangstüre aus dem Rahmen.
  5. Abnahme des ab Werk fälschlicher Weise an die Tür angeklebte Sockeleinpassungsstück aus Pressspan, welches die Tür auf die Höhe des OKFFB gebracht hat. Unser Keller hat ja selbst diesen Sockel fertig mitbekommen.
  6. Einschlagen und Einschrauben der Befestigungsanker an der Türleibung.
  7. Einpassen und Einschäumen des Fensterrahmens.
  8. Bohren und Anschrauben der Befestigungsanker an der Betonflucht.

Nicole machte sich an das Entfernen des Styrodurs in den Türfluchten unserer Eingangsnische. Ich betonierte derweil den Kamin im OG. Den Zement habe ich dabei mit Kies 1:3 gemischt. Nach drei Stunden Abtrennen und Herauskratzen des Styrodurs unseres Sandwichkellers kam mein Bruder pünktlich zum Einsetzten der Türe. Unser Atlas Schwerlasttransportbrett war hierbei eine große Hilfe. Zu zweit hoben wir die Türe an, während Nicole den Atlas unter die Türe schob. Danach war es ohne Probleme möglich, die Türe dorthin zu schieben, wo wir sie haben wollten. Mit der gleichen Technik verfuhren wir mit der Glas-Holztüre, nachdem sie mein Bruder vom Rahmen getrennt hat. Beim Trennen in der Horizontalen entfernt man die Türbänder (das sind die Stifte, die in den Zapfen am hinteren Tüerende liegen) mit Hilfe eines runden Eisens (wir nahmen ein Stück Bewehrungsstahl), drückt leicht mit dem Knie gegen Die Türe und nimmt dann die Türe aus dem Rahmen am besten gleich auf den Atlas.

ProHaus hat wohl ohne unseren Keller geplant, da die Tür auf einer schwarzen Pressspanplatte gestanden hat. Wir dachten, diese Pressspanplatte war für den Transport wichtig und könnte gut mit dem Entfernen der Schrauben abgenommen werden. Dies war jedoch nicht so. Die Pressspanplatte war mit der Tür verklebt. Nachdem die Tür an den Türleibungen mit einem Brett und drei Torx-Schrauben von mir verstärkt wurden, nahm mein Bruder die Handkreissäge und sägte den Pressspan bis auf zwei Milimeter von der Tür weg. Ab und an sprühten Funken. Dies lag an Metallverstärkungsstiften, die in das Pressspan mit eingelassen wurde. Ein gutes Sägeblatt kommt aber auch hier durch, ohne dass es stumpf wird oder zerspringt. Den 2-mm-Rest des Sperrholzes haben wir dann mit dem Stechbeitel abgeschabt. Das Brett stabilisierte den Rahmen so, dass dieser nicht aus seinen Winkeln kam.

Einganstür Innenansicht

Unsere Eingangstüre von Innen (noch ist sie von innen eingepackt).

Nun wurde der Rahmen eingepasst, eingekeilt und eingeschäumt. Erst nachdem der Schaum trocken war, wurden die Befestigungsanker an die Wand gedübelt. Dieses Vorgehen verhindert, dass sich nach dem Einpassen während dem Bohren irgendwie die Türe wieder verschiebt. Die Tür wurde punktuell eingeschäumt. Wichtig waren dabei die Bereiche um den Anker und in den Ecken. Der Schaum hat genügend Ausdehnung, so dass er die ganze Türleibung auch beim punktuellen Ausschäumen ausfüllt. Das Problem war nur noch die Abdichtung des Betonsockels gegen Nässe, welches nächste Woche in Angriff genommen wird. Wir lösen dieses Problem mit Kaltbitumenbahn.

Unser Haus in Abendsonne

Unser Haus in Abendsonne

Ausbetonieren des Schornsteins

Ausbetonieren des Schornsteins

Nachdem die Türe eingesetzt wurde und mein Bruder sich verabschiedet hatte, mussten wir noch die Schalung für das Betonieren des HWR-Raumes montieren. Da sich unser Installateur nicht sicher war, wie er am besten Pelletlager, Heizkessel und Warmwasserkessel stellen möchte, hat er uns den Tipp gegeben, dass wir den ganzen Raum mit Beton voll laufen lassen sollen. Dies nachdem wir nach dem ersten Baustellengespräch mit ihm über den Sockel gesprochen hatten. Hätte ja auch hier schon angekündigt werden können. Falk-Estrich übernimmt das Betonieren wir waren für die Schalung zuständig. Schön dass es Handwerker gibt, die unkompliziert sind, so wie unser Estrichbauer. Viel zu kurzfristig musste ich Ihn gestern anrufen und trotzdem hat es geklappt, dass der Raum in 2 Wochen betoniert werden kann.

Ja, wie man der Länge dieses Posts sieht, wurde heute sehr viel geschafft.

Ganz normaler (Bau)Alltag

Sonnenuntergang über Loffenau

Sonnenuntergang über Loffenau

Der Schulalltag hat uns wieder, daher schreiben wir nicht mehr so viel. Trotzdem gibt es noch ein paar weitere Updates:

Am vergangenen Montag gelang uns das Schnittstellenmanagement brillant. Wir bekamen sowohl unseren Versorger als auch den Kundendienst von Gussek auf die Baustelle. Hartnäckig bleiben lohnt sich wohl. Da uns der Schulalltag wieder hat, übernahm mein Vater die Oberaufsicht auf dem Bau. An diesem Tag wurde der Hausanschluss für den Strom ins Haus verlegt und die geöffnete Kellersohle geschlossen. Und man muss sich ja nicht mehr wundern: Die vom Kundendienst mitgebrachten Zementsäcke haben nicht gereicht. Der Kundendienst versuchte gleich das Problem in den Griff zu bekommen und frage an der Nachbarstelle nach ein paar günstigen Spende-Säckchen. Da die schwäbischen Grenze gerade mal 2km entfernt liegt, hatten sie keinen Erfolg. Deshalb sind die guten Handwerker 20 km weit nach Bad Rotenfels gefahren (der Standort des einzigen Baumarktes der innerhalb einer halben Stunde erreichbar ist), um nochmals Zementsäcke zu kaufen. Ist scheinbar gar nicht so einfach, für ein selbst gegrabenes Loch die passende Menge an Zement vorauszusehen, geschweige denn zu berechnen. Rechnen ist so eine Sache.

Heute war dann der Kundendienst für den Holzständer da und musste feststellen, dass die Fa. Schiedel Murgs (nein, sie heißen nicht „Murgs“, sondern machen ihn nur)  im Setzen des Abschlusssteins bei der Verlängerung des Kamins gemacht hat. Mein Vater hat auch heute wieder die Oberaufsicht übernommen. Wie wir feststellen mussten, arbeiten die meisten Handwerker ohne Oberaufsicht nicht wirklich sauber und pfuschen nur rum. So auch im Fall des Schornsteinsetzens: Normalerweise wird als Abschlussstein bei den Kaminen ein Stein mit vier Gewindestangen gesetzt, so dass man die Metallabdeckung des Kamins an diesen vier Gewindestangen sturmsicher befestigt bekommt. Die gute Fa. Schiedel hat einen Stein verwendet, der nur zwei Gewindestangen besaß. Schön, dass der Tonkanal schon mit Dünnbettmörtel auf immer und ewig auf das alte Tonrohr aufgeklebt wurde. Der Stein lässt sich nun auch nicht mehr ersetzen. Wir sind mal wieder gespannt, mit welch kreativen Lösungen für dieses Problem uns unsere handwerkenden Freunde diesmal überraschen werden.

Auch der Techniker der Telekom kam heute und legten den Hausanschluss für das Telefon. Zwei Tage nach der Montage des Elektrohausanschlusses war das wirklich schnell für die Telekom. Trotz alledem musste mein Vater als Oberaufseher nochmals Fa. Krieger anrufen, um nochmals den Telekomikern Dampf unter dem Hintern zu machen. Aber danach klappte es auch. Ab heute haben wir Strom, Wasser und Telefon im Haus und nicht mehr nur in der Erde.

Zitat aus einer mehr oder weniger zuverlässigen Internetquelle:

Wie viele Ärzte könnten in einer Lehrzeit von 3 Jahren exzellente Fließenläger werden? 95 %. Wie viele Fließenläger könnten innerhalb der Ausbildungszeit für Medizin exzellente Ärzte werden? 5 %.

Das stimmt nachdenklich.

Wenigstens sind wir heute mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt worden.

Weiterführendes findet man: