Archiv der Kategorie: Rigips

Besenrein …

„So leer wird es in eurer Bude nie mehr sein!“. Ware Worte, die uns vor dem Vorbereiten des Estricheinbaus gesagt wurden:

So, leergeräumt haben wir. Jetzt muss nur noch der Estrichbauer kommen.

Vorbereitung:

Im Vorfeld bis zum Leerräumen haben wir noch folgendes abgearbeitet:

  • Erste Verspachtelungsaktion wurde gestartet. Dafür benutzten wir zum größten Teil Settamur Glättputz (siehe hierzu auch den Artikel Lebenszeichen von uns …)
  • Die Eckabschlussschienen wurden eingespachtelt. Hier eignet sich ebenso hervorragend Settamur Glättputz.
  • Fast alle KS-L-Wände der Einliegerwohnung und des Kellerflures wurden mit Rigipsplatten beklebt. Hierfür nutzten wir Perlfix Ansetzgips und ein Maurerlob. Der Ansetzgips ist mit Kunststoffadditiven angereichert, so dass er besonders klebrig ist und er wird nach dem Trocknen bombenfest. Das Maurerlob besitzt runde Aussparungen, mit denen man den Ansetzgips mit Rillen auftragen kann. Diese Methode ist Materialschonender als das Auftragen von großen Batzen auf die Rigipsplatte.
  • Alle beklebten Rigipsplatten wurden im ersten Arbeitsgang verspachtelt.
  • Die Kabelschlitze in den Betonwänden, die wir nicht mit Rigips beklebten, haben wir mit Settamur Glättputz plan Verspachtelt und nochmals feingeschliffen. Für das Schließen der Schlitze bedarf es keiner Armierung aus PVZ-Netzgewebe. Wir haben beides Probiert (ohne Armierung und mit) und der Settamur Glättputz ist so spitze, dass er auch ohne Armierung hält und keine Risse wirft.

Als wir mit der Verspachtelungs-, Klebe- und Glättaktion fertig waren, gingen wir ans Aufräumen, Wegräumen und Fegen.

Für unser Restmaterial, unsere Maschinen und unsere restlichen Schrauben wählten wir den einen Kellerraum, der für Zementestrich und nicht für Anhydridestrich vorgesehen war und stellten alles ordentlich unter.

Die Trennung der Estrichbereiche stellen wohl kein Problem dar, da ja auch die Treppenaussparungen nachträglich mit Estrich gefüllt werden müssen. Unser Estrichbauer stellt mit Alupappwinkel die Bereiche ab, die voneinander getrennt werden müssen.

Unser letzter Blogeintrag war Anfang August. Vom Zeitmanagement her kann man daher sagen, dass dieser letzte Schritt vor dem Estrich ungefähr ein Monat dauern kann.

Lebenszeichen von uns – Der Estrich rückt näher

Ja, es wird mal wieder Zeit. Wir müssen reden…

Die letzten paar Wochen waren sehr sehr stressig, daher kam ich nicht zum aktualisieren. Sorry dafür.

Zwischenstand:

Wir kommen bald an den Estrich. Die letzten Wochen standen im Zeichen des Rigips an die Wandklebens, des Verspachtelns und des Ausbesserns. Vor dem Estrich müssen auf jeden Fall die Eckschienen, die den Stoßschutz für die Rigipskanten bilden, eingespachtelt werden. Daher entschieden wir uns dafür, den ersten Spachteldurchgang gleich mitzumachen und mit Maleracryl die Stoßfugen an den ganzen Wandfugen zu verschließen. So können wir dann nach dem Estricheinbau ohne Probleme nach dem Schleifen den zweiten Spachteldurchgang starten, der uns dann hoffentlich weniger Zeit rauben wird.

Spachteln, kleben und Co:

Da unser Kalksandsteinmauerwerk sich nicht wirklich als Sichtmauerwerk eignet und wir die Einliegerwohnung eh noch schallisolieren wollten, entschieden wir uns für das Ankleben der Rigipsplatten an den KS-L-Wänden. Als Kleber eignet sich hervorragend Perlfix. Dieser Kleber wurde von uns in Batzen auf die anzuklebenden Rigipsplatten aufgebracht und dann mit einer Zahntraufel verteilt. Diese Methode spart Kleber und gibt einen definierten Wandabstand für die Platten vor. Danach wurde mit einer Richtlatte die Platte an die KS-L-Wand geklopft und gleichzeitig ausgerichtet.

Als Spachtelmasse entschieden wir uns für Settamur Glättputz. Dieser Glättputz ist viel besser als jede Spachtelmasse von Knauff und Co. Glättet super, ist klasse adhäsiv durch einen gewissen Kunststoffanteil und kommt auch ohne Armierungs- bzw. Fugengewebe aus. Außerdem lässt er sich super verarbeiten. Nur zu dünn anrühren sollte man ihn in erster Spachtel nicht. Zu dick bei sommerlichen Temperaturen, wie wir sie im Juli hatten, auch nicht, da er dann zu sehr schnell abbindet. Obwohl der Glättputz aus Herstellerangaben kein Gewebe benötigt, gingen wir trotzdem auf Nummer sicher und überzogen die Stoßfugen der Rigipsplatten an den beweglichen Gebäudeteilen (Dachstuhl, Holzständer) mit PVC-Netzgewebe und überspachtelten dann das ganze mit Settamur und einer Glättkelle. Als Netzgewebe eignet sich das selbstklebende von Knauff.

Betonieren – die Dritte

Fertigstellung der Küchen-Abwasserleitung

Fertigstellung der Küchen-Abwasserleitung

Nachdem heute die Abwasserleitung für die Küche gelegt wurde, konnte das Betonieren des Fußbodendurchbruch für das Abwasserrohr in Angriff nehmen.

Rückblick:

Nachdem wir unsere Küche mit Rigips verkleidet hatten, und die Steckdosen herausgebohrt haben, fiel uns auf, dass der Fußbodendurchbruch für das Abwasserrohr zu groß für die UW-dB-Rahmenprofile unseres Rohrkoffers war. Daher mussten wir den Rohrdurchbruch betonieren. Auch nachdem wir mit unserem Estrichbauer Rücksprache gehalten haben, bestätigte er uns, dass die Verkofferung vor dem Verlegen des Fließestrichs sinnvoll sei, da der Estrich in der Heizperiode sich bis zu 6 mm ausdehnen könnte. Diese Ausdehnung macht der Randdämmstreifen mit, jedoch nicht die Keramikplatten nach dem Plattenlegen auf der Vorwandkonstruktionen. Außerdem ist es besser, Durchbrüche zu betonieren, anstatt Sie auszuschäumen bzw. sie mit Mineralwolle auszustopfen. Mit Bauschaum oder Mineralwolle fehlt einfach die Masse, um Schall nicht durchzulassen.

Vorbereitung:

Abstützung der Estrichflussbremse

Abstützung der Estrichflussbremse

Zu aller erst musste das Rohr schallentkoppelt werden. Die Schallentkopplung verhindert, dass das Rohr zur Schallbrücke wird. Die Schallentkopplung löste ich mit Randdämmstreifen und Eurasol Klebeband.
Danach fertigte ich aus Presspanplattenresten eine Estrichflussbremse, um den Fußbodendurchbruch von unten gegen Estrichdurchfluss zu verschließen. Dabei half das Vermessen des Durchbruchs + die Zugabe von 2,5 cm Überstand. Die Pressspanplatte wurde dann in den richtigen Maßen ausgesägt.
Danach wurde der 2,5 cm Überstand mit Bleistift auf die ausgesägte Presspanplatte übertragen und 2 Punkte am Rohr eingemessen. Ein Abflussrohr mit der Plastikmuffe in diesen zwei Punkten wurde eingepasst und die Umrisse des Rohres nachgezeichnet.
Danach half der Dremelfräßer die Aussparung für das Rohr herauszufräßen und die Platte zu halbieren.

Betonieren

Zwei Deckenstützen aus dem Baumarkt halfen bei der Abstützung der Estrichflussbremse, angeschraubte doppelte Rigipsreste überbrücken den Spalt der zwei Pressspanplattenpuzzles.
Danach wurde Betonestrich angerührt und in die Öffnung eingebracht, mit einer Holzlatte verfestigt.

Betonieren des Fußbodendurchbruchs

Betonieren des Fußbodendurchbruchs

Mit der Glättkelle wurde die Oberfläche des frisch gegossenen Estrichs geglättet. Ist der Estrich ausgehärtet, kann das UW-dB-Rahmenprofil angedübelt werden.

Mit der Vorwandinstallation …

… ging es die letzten Tage weiter. Gäste-WC ist fertig und das Obergeschossbad zum größten Teil verkoffert.

Vorwandinstallation im Gäste-WC

Vorwandinstallation im Gäste-WC

Vorwandinstallation im Obergeschossbad

Vorwandinstallation im Obergeschossbad

Die erste Lage Vorwandinstallation haben wir mit OSB-Platten gelöst. Wir haben uns für diese Variante entschieden, da wir die zweite Lage Rigips direkt auf die OSB-Platten schrauben können und nicht die Metallständer treffen müssen. Wer OSB-Platten an Knauff Metallständern anschraubt benötigt keine Extra-Schrauben. Die Schnellbauschrauben von Würth tun es allemal. Nur drücken muss man kräftig und es gehört ein wenig Übung dazu, um die Schnellbauschrauben in dem Ständerwerk zu versenken. Das eine oder andere Mal muss mit einem Senker nachgebessert werden, so dass die Schnellbauschrauben auch in die OSB-Platte versenkt werden und nicht herausstehen.

Von den Schnellbauschrauben von Knauff kann ich für die OSB-Variante abraten, da sind die Würth-Schrauben besser. Verrigipst man die Vorwandinstallation mit der doppelten Lage an Rigips, dann sind die Knauffschrauben nicht schlecht für die erste Lage. Für die zweite Lage, benötigt man dann auf jeden Fall längere Schrauben.

Die doppelte Beplankung mit Rigips ist nur dann nötig, wenn auch gefliest wird. Für eine dauerhaftende Fließe wird eine verdrillungsfreie Wand benötigt, die man entweder mit Pressspan- oder OSB-Plattenunterkonstruktion und darauf dann Rigips, oder mit der doppelten Lage an Rigips hinbekommt.

Die Version mit der doppelten Rigipsverplankung machen wir mit kleinen zu verkleidenden Ständerstellen.

Und mit Rigips geht es weiter

Rigipsverbau, Elektrik in der Küche und Bilder für die Bank waren heute die Hauptaufgaben des Tages. Das Bad im Obergeschoss ist, bis auf die Schnellbauschrauben, soweit gut verspachtelt. Wir benutzten die Knauffsche Spachtelmasse für Nassräume (imprägniert und auf Kalkbasis), waren jedoch nicht so wirklich zufrieden mit der Verarbeitungsfähigkeit. Sedamur Glättputz ist hier um Welten besser und für alle Bauherren und -herrinen zu empfehlen. Trotzdem verwandten wir Knauff, da es von Sedamur keine imprägnierte Spachtelmasse gab.

Ansonsten wurde die elektrische Leitung für Dunstabzug und Mauerkasten in der Küche endlich gefunden und es wurden zwei ECON-64-Außendosen gesetzt. Nachdem ich die schon montierten Deckenplatten nochmals zurückgebaut habe, war der Kabelverlauf klar. Abnahme von etwas Rigips und das teilweise Aufschneiden der blauen Folie ließen mich dann auch das Stromkabel so platzieren, dass es möglich ist, die Steckdosen für Mauerkasten und Dunstabzug zu montieren. Es ist auf jeden Fall nicht zu empfehlen, die Kabel aus Einklemmgründen in die Dämmung zu stecken. Die findet man wohl nicht mehr so schnell, wie man es hier gesehen hat.

Da unsere Bank nun wieder Bilder vom Baufortschritt haben möchte, ist es mir möglich, die Fortschrittsbilder unseres Hauses sogar mit Erläuterung online zu stellen.

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Wie die obere Dokumentation zeigt, warten wir bisher immer noch auf das Verputzen unseres Kellers. Ende März, Anfang April, wenn es draußen mal wieder Plusgrade haben sollte, müsste dies Fa. Reit in Angriff nehmen.

Heute war auch unser Bezirksschornsteinfeger zufällig da und kontrollierte unsere Feuerstelle. Am Donnerstag in 14 Tagen wird die Endabnahme der Feuerstelle vollzogen. Jedoch war unser Bezirksschornsteinfeger jetzt schon mit dem Verbau des Feuerungskessel zufrieden, so dass wir wahrscheinlich keine unerwarteten Probleme bekommen werden.

Verspachteln und Elektrik

Die letzten zwei Tage standen im Zeichen des Verspachtelns und der Elektrik.

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Rigipsverspachteln mit Hilfe der Traufel

In der linken Hand die Traufel, in der rechten die breite Malerspachtel ging es am Samstag die Leiter hoch und runter. Wir haben das Schlafzimmer mit dem ersten Spachtelgang versehen.

Verspachteln geht ruck zuck, wenn man wie die Gipser mit der Traufel (auch Glättkelle genannt) die Spachtelmasse über die Anschlussränder vom Rigips zieht. Dabei sollte man darauf achten, dass man nicht zu viel Spachtelmasse anrührt. Die Spachtelmasse härtet innerhalb 30 min. aus. Wir benutzen im Moment noch Sedamur Glättputz (wurde uns vom Malerfachbetrieb empfohlen). Dieser ist auf Kalkbasis und beinhaltet Kunststofffasern zur Verhinderung von Trocknungs- und Bewegungsrissen. Trotzt dass wir es nicht nach Packungsangabe bräuchten, benutzen wir selbstklebendes Armaturgewebe von Knauff, um die Spachtelmasse zu stabilisieren. Dafür holten wir im Bauhaus selbstklebendes Armaturgewebe, klebten es vor der Spachtelei auf und Spachtelten einfach drüber. Wie genau man Rigips verspachtelt findet sich in der Knauff-Anleitung: Rigips verspachteln (pdf, ca. 2,1 MB). Die angerührte Spachtelmasse wird mit Hilfe der Malerspachtel auf die Traufel aufgetragen und dann auf den Rigips aufgetragen. Reste auf der Traufel werden nochmals mit der Malerspachtel zusammengekratzt und weiter aufgetragen. Die Spachtelmasse hat dann die richtige Konsistenz, wenn Rührspuren mit dem Rührer in der Spachtelmasse stehen bleiben. Angerührt wird die Spachtelmasse, indem man erst das Wasser und dann bis zur Inselbildung (ca. 2 bis 3 cm Spachtelmasse aus dem Wasser ragend) Fertigspachtel in den Rühreimer einbringt und 3 min. einsinken lässt. Danach erst mit dem Rührer die Masse gleichmäßig rühren. Das Einsinken verhinder die Brockenbildung in der Spachtelmasse, und die Spachtelmasse wird richtig schön sämig.

Heute ging es dann ans Steckdosen und Schalter einbauen und verschalten. Gestern wurde dies schon gestartet, jedoch war das Wissen, über die Verschaltung von Schaltern nicht ausreichend genug und der Elektriker im Urlaub.

Erst eine Googlesuche brachte mich auf die Seiten von Georg Birkert (Elektrobirkert von Möttingen), der selbst schon die Domain sehr schön zielführend wählte: dein-elektriker-hilfe.de. Auf Birkerts Seiten finden sich klasse und auch für den Ottonormalverbraucher verständlich geschriebene Anleitungen, wenn man von den Rechtschreibfehlern her absieht.

Wen’s interessiert, dem führe ich die URLs an:

Wer vorher sich in die Materie ein wenig einließt, hat nachher weniger Ärger. Wer an der Elektrik daheim selbst Hand anlegt, sollte stets die DIN-Normen beachten.

Wir machen (Bau)fortschritte

Es wird mal wieder Zeit für einen Baufortschrittseintrag. Da wir als lehrendes Volk im Moment ziemlich im Halbjahresinfostress stehen, sprechen heute mal wieder mehr die Bilder.

Ein paar Handwerkertipps für Selbstbauer sollen natürlich auch in diesem Threat nicht fehlen.

  • Rigips-Anbringung bei schwierig zugänglichen Stellen: Hier hilft die, wir nennen es, Viereck-Dreieck-Technik. Bei schwierig zugänglichen Stellen, wie, z. B. dem Treppenaufgang im Flur, werden die Einmann-Rigipsplatten (1,5 m auf 1 m) im Ganzen soweit hochgeschoben, bis eine Ecke des Vierecks an der Schräge andockt. Dies wird wiederholt, bis die größte Fläche mit Rigips verschraubt ist. Die rechteckigen Dreiecke, die jetzt noch fehlen, können ganz einfach aus vorhanden Rigipsresten geschnitten und dann einfach angebracht werden.
  • Dielen machen das Bauherren-Leben leichter: Problematisch wird es immer, wenn steile Bautreppenaufgänge gerade Leitern nicht stehen lassen. Hier helfen Dielen. Gerissene oder zu alte Dielen lassen die Gerüstbauer meistens auf der Baustelle liegen. Diese müssen nicht fortgeschmissen werden, sondern können noch einen letzten Dienst tun: Mit Hilfe eines Balkens und der Diele lassen sich wunderbar Treppenaufgänge überbrücken. Wichtig dabei ist es jedoch, dass die Dielen an Balken und Treppe verschraubt werden.