Archiv der Kategorie: Bauen im Winter

Der Estrich ist drin, juhu

Endlich, der Estrich liegt nun seit knapp 6 Tagen. Morgen wird angeheizt.

Unsere Estrichjungs waren letzte Woche richtig schnelle. Nachdem es einige Zeit gedauert hat, und die Termine öfters verschoben wurden, machten uns die Estrichjungs den Estrich der 3 Etagen innerhalb eines Tages.

Wir sind im Moment im Trocknen des Estrichs. Jeder Estrichbauer gibt ein individuelles Belüftungs- und Heizprotokoll. So könnte ein Protokoll aussehen:

Ersten Drei Tage: Estrich bleibt ohne Lüftung, im Winter max. Heizungsvorlauf 5 – 15 °C.
Danach Stoßlüften, Vorlauf immer noch für 7 Tage auf 5 – 15 °C im Winter, im Sommer ganz aus.
Danach Vorlauf auf 20 °C, jeden Tag um 5 °C erhöhen bis 7 Tage danach Vorlauf auf 55 °C für drei Tage belassen.

Hier kann dann Ab- oder Beleggeheizt werden. Euer Estrichbauer gibt nähere Auskunft.

Übrigens: Die gelben Fähnchen, die im Estrich stecken, sind die Markierungen für die Estrichfeuchtemessung kurz vor der Belegung. Und für die Bauherren, die ebenfalls ungeduldige GUs kennen: Der Blower-Door-Test wird erst kurz vor Einzug gemacht. Magische Zahl für Pelletkesselverwender als Ergebnis aus dem Test: 3,0.

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Schleppend gehts voran!

Nachdem wir gestern die überschüssige Grundierung an unserer Hausfassade nach 9 Stunden abgemeißelt hatten gingen wir heute an die weitere Rigipsverarbeitung im DG. Wir mussten die Grundierung abnehmen, um ein evtl. Erbraunen des Putzes durch die Inhaltsstoffe des Teers und Bitumen vorzubeugen.

Was nicht alles aufeinander aufbaut!

Bis jetzt haben wir fast die ganzen Wasserzuleitungen und HT-Rohre installiert. Es fehlen nur noch Doppelabzweige und Eckabzweige um unsere Abwasserwege komplett verbaut und geschlossen zu haben. Wir haben die Dinger auf eBay bestellt und warten erst mal auf diese.

In diesem Artikel soll es auch wieder einmal ein paar Tipps um die Sanitärinstallation geben:

  • Das Gefälle der HT-Rohre sollte immer nur 1/4 Blase vom Strich in der Libelle der Wasserwage sein. Höheres Gefälle erhöht die Fließgeschwindigkeit und man kann das Wasser buchstäblich rauschen hören.
  • Alle Wasserzuleitungen (auch zu den Verbrauchern müssen schallentkoppelt sein). Das wird mit dem roten Isolierschlauch gemacht. Ansonsten hält Montageband die Rohrleitungen am Boden.
  • Die HT-Rohre sollten durch Schellen schallentkoppelt sein.
  • Wenn man durch die Decke geht, sollte man 2x 45°-Bögen ineinanderstecken, um so Platz für das Wasser zu schaffen. 87°-Winkel wären zu steil dafür und es würde das Wasserrauschen wieder hörbar sein.
  • Zweigt man direkt am HT-Rohr horizontal am Bodendurchbruch ab, dann sollte man 87°-Winkel verwenden.
  • Doppelabzweige und Eckabzweige helfen bei der Installation in Ecken und bei mehreren Abwasserproduzenten, wenn man diese an den gleichen Abwasserstrang anschließen möchte.
  • Gut schmieren mit dem HT-Gleitmittel ist goldwert.
  • Die Abwasserbelüftung sollte nicht so hoch gehalten werden.
  • Abzweigungen direkt an Deckendurchbrüchen sollten immer kurz über dem Boden passieren.
  • Vormauerungen mit Knauff-Metallständerwände aus Alu sind günstig und verhindern Ausgleichsmaßnahmen am gewachsenen Holz.

Wenn wir mit der Sanitärinstallation komplett fertig sind, widme ich einen ganzen Artikel der Sanitärinstallation (auch mit Bildern) und was man dabei beachten muss.

Ansonsten haben wir heute wieder gemerkt, wie alles voneinander abhängt. Im DG kommen wir teilweise mit der Decke nicht voran. Manche Schrägen sind noch immer nicht ausgerichtet, was dann natürlich den Rigipsaufbau vom Boden her erschwert.

Wir hoffen, dass wir bis zu den Herbstferien mit der Teilrigipsverlegung an den Wänden fertig werden, so dass der Estrichbauer die Isolierung auslegen, wir die Fußbodenheizung endlich verlegen können und dann Frostsicher sind.

Verplanken der Zwischenwände

Nach der großflächigen Dämmung der letzten Bautage, wurde heute angefangen, die Innenwände im EG zu verplanken. Bei knapp unter 0 °C im Rohbau, war dies nur mit der Einhell-Gaspuste zu bewerkstelligen. Wir haben die letzten Tage einen Mörderwintereinbruch erleben dürfen: Dauerfrost bei bis zu -15 °C (Danke Sibirien!). Und dann noch in unseren Höhenalgen. Wer im Winter baut, der sollte so schnell wie möglich seine Hausanschlüsse ins Haus bekommen und das Loch für die Hausanschlüsse so schnell wie möglich zumachen.

Heute hatten wir nicht mehr die Geduld zum Einfädeln der Sperrholzplatten zur Befestigung am Flaschenzug (nicht bei den Temperaturen), so dass wir mit vereinter Frau- und Manneskraft die Sperrholzplatten in das EG gestemmt haben. Für die Wandinnenverplankung in unserem Rohbau im EG haben wir vorerst 5 Sperrholzplatten ins EG gebracht und wie nach Handbuch zuerst die großen Planken verplankt, danach den Zuschnitt gemacht.

Mit knapp 4 cm Abfall war ein Endlos-Verplanken nicht mehr so wirklich möglich. Beim Endlosverplanken nimmt man das Verschnittstück der zugeschnittenen Platte und setzt diese direkt als nächste Platte auf die Holzständer, danach misst man den Abstand bis Ober- bzw. Unterkante und schneidet dann eine neue Holzwerkstoffplatte mit den genauen Maßen zu. Das Abfallstück wird dann als nächste Platte an den nächsten Holzständer geschraubt, wieder die Maße bis Ober- bzw. Unterkante genommen und wieder zugeschnitten. So fällt Praktisch fast kein Verschnitt an.

Es wird noch 2011!

Freitag, 28.10.11 flatterte ein Brief in unseren Briefkasten. Im Betreff stand: Termine! Termine! Termine! (genau so wie hier abgedruckt in Fettschrift). So wie es aussieht, steht unser Haus in den nächsten 4 Wochen.

Folgender Fahrplan ist angedacht, (wir sind gespannt, ob dies gehalten werden kann):

07.11.-11.11. Ausschachtung der Baugrube
11.11. Feinabsteckung der Baugrube, Anschluss Bauwasser und Baustrom, Abnahme der Erdarbeiten
14.11. – 17.11. Kellermontage
17.11.-18.11. Verfüllung des Kellers und Verfestigung, Abnahme der Gründung
21.11. – 23.11. Hausmontage
nach dem 23.11. Abnahme des Rohbaus, Quellmörtelverfugung, Sockelisolierung und Fassadenbau

Jetzt geht es also los! Die nächsten 4 Wochen (also der gesamte November) wird wohl sehr sehr stressig. Ab morgen wird wieder Schnittstellenmanagement betrieben.

Unser Versicherungsmakler freute sich gestern Abend gegen 22 Uhr über eine weitere Provision aus der Gebäudeversicherung.

Tiefbau fängt nun an

Fa. Krummholz fängt nun mit dem Tiefbau im Laufe des morgigen Tages an, und … der Keller lässt auf sich warten. (Erratum vom 01.11.: Fa. Krummholz fängt doch erst am 07.11. mit dem Erdbau an.)

Da in einer Fertigungsstraße des ProHaus-Betonfertigteilezulieferers einige Tische gebrochen sind, kann der Montagetermin des Kellers in der KW 45 (jetzt schon KW 45! ursprünglich sollte es in KW 43 gestellt werden) nicht eingehalten werden. Unser Bauleiter kann noch keine genaue Terminzusage für die Kellermontage machen. Ist wohl so, dass wir evtl. bis in den November hinein auf unseren Keller warten dürfen.

Im Gespräch mit unseren Fachleuten (Bauleiter und Architekt) wurde uns versichert, dass das Haus und der Keller auch im Winter ohne Schäden gebaut werden würde, auch wenn es Frost und Minusgrade draußen gäbe.

Außerdem habe ich im Gespräch persönlich ein paar Sachen über Bauwerkstoffe und Bauen im Winter hinzugelernt:

  • Durch Folien um das Fundament, kann die Wärmewirkung der Hydratationswärme, die beim Abbinden des Betons frei wird, längere Zeit genutzt werden, um ein Einfrieren des Betons und somit Frostschäden vorzubeugen.
  • Die Sockelabdichtung kann durch verschweißen mit Bitumenschweißbahnen auch bei Frostgraden gemacht werden, ohne dass es Frostschäden gibt.
  • Ist das Haus von ProHaus gestellt und handelt es sich um ein 2-Schalen-Haus, so ist die Vormauerung irrelevant, da es im aufgestellten Zustand ohne Vormauerung schon wasserdicht ist. Mit dem Ausbau kann sofort auch ohne Vormauerung begonnen werden.
  • Die Vormauerung wird dann vollzogen, wenn es die Witterung zulässt.
  • Die Quellvermörtelung ist frostempfindlich, kann jedoch noch im Nachhinein gemacht werden. Kann also geschoben werden.
  • Blitzeis in der Baugrube macht Probleme, Schnee kann mit Gasbrennern abgeschmolzen werden.

Um bei den Kosten für das Recycling des Erdaushubs vielleicht etwas sparen zu können, bieten viele Gemeinden die Möglichkeit an, im Gemeindewald den Erdaushub zu verfüllen. Die Verfüllung und der Einbau des Erdaushubs wird nach Kubikmeter berechnet und dient dazu, um z. B. Wege zu vergrößern.