Archiv der Kategorie: Ausbau

Und mit Rigips geht es weiter

Rigipsverbau, Elektrik in der Küche und Bilder für die Bank waren heute die Hauptaufgaben des Tages. Das Bad im Obergeschoss ist, bis auf die Schnellbauschrauben, soweit gut verspachtelt. Wir benutzten die Knauffsche Spachtelmasse für Nassräume (imprägniert und auf Kalkbasis), waren jedoch nicht so wirklich zufrieden mit der Verarbeitungsfähigkeit. Sedamur Glättputz ist hier um Welten besser und für alle Bauherren und -herrinen zu empfehlen. Trotzdem verwandten wir Knauff, da es von Sedamur keine imprägnierte Spachtelmasse gab.

Ansonsten wurde die elektrische Leitung für Dunstabzug und Mauerkasten in der Küche endlich gefunden und es wurden zwei ECON-64-Außendosen gesetzt. Nachdem ich die schon montierten Deckenplatten nochmals zurückgebaut habe, war der Kabelverlauf klar. Abnahme von etwas Rigips und das teilweise Aufschneiden der blauen Folie ließen mich dann auch das Stromkabel so platzieren, dass es möglich ist, die Steckdosen für Mauerkasten und Dunstabzug zu montieren. Es ist auf jeden Fall nicht zu empfehlen, die Kabel aus Einklemmgründen in die Dämmung zu stecken. Die findet man wohl nicht mehr so schnell, wie man es hier gesehen hat.

Da unsere Bank nun wieder Bilder vom Baufortschritt haben möchte, ist es mir möglich, die Fortschrittsbilder unseres Hauses sogar mit Erläuterung online zu stellen.

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Wie die obere Dokumentation zeigt, warten wir bisher immer noch auf das Verputzen unseres Kellers. Ende März, Anfang April, wenn es draußen mal wieder Plusgrade haben sollte, müsste dies Fa. Reit in Angriff nehmen.

Heute war auch unser Bezirksschornsteinfeger zufällig da und kontrollierte unsere Feuerstelle. Am Donnerstag in 14 Tagen wird die Endabnahme der Feuerstelle vollzogen. Jedoch war unser Bezirksschornsteinfeger jetzt schon mit dem Verbau des Feuerungskessel zufrieden, so dass wir wahrscheinlich keine unerwarteten Probleme bekommen werden.

Tutorial – Anschließen einer Antennendose

Heute gibt es mal Abwechslung zum Baubericht: Das Tutorial – Anschließen einer Antennendose.

Um mit der Arbeit zu beginnen, benötigt man Schraubendreher, Antennendose, Coax-Abmantelmesser und einen Meterstab. Am besten benutzt man einen Kreuzschraubendreher, der für das Anziehen der Festhalteschrauben für das Coaxkabel und für die Steckdosenkrallen benötigt wird und einen Schlitzschraubendreher, der für das Lockern und Anziehen der Geräteschrauben an der Einbaudose benötigt wird. Natürlich darf man auch nicht den Fasenschneider vergessen, wenn die Kabel nicht schon auf 20 cm abgelangt sind.

Werkzeug zum Antennenanschluss

Werkzeug für den Antennenanschluss.

1. Ablangen:

Bevor man loslegt, muss das Coaxkabel auf eine ca-Länge von 20 cm abgelangt werden. Das Coax-Abmantelmesser, welches ich benutze, hat zwei Drehmesserabstände: einen weiten und einen engen.

Das Coax-Kabel auf ca. 20 cm Ablangen

Das Coax-Kabel auf ca. 20 cm ablangen.

2. Abmanteln:

Im zweiten Schritt mantelt man mit dem weiten Drehmesserabstand 1,5 cm des äußeren Mantels des Coaxkabels ab, danach nimmt man die engen Klingenabstände und mantelt 1 cm den Kupferdraht ab. Danach wird der Metallgeflechtschlauch 0,5 cm über das nicht abgemantelte Kabel zurückgestülpt. Der Metallgeflechtschlauch muss später Kontakt zur Dose haben.

weite Klingenweite des Coaxabmangelmessers

weite Klingenweite des Coax-Abmantelmessers (Abmanteln des Außenmantels)

enge Klingenweite des Coax-Abmantelmessers

enge Klingenweite des Coax-Abmantelmessers (Abmanteln des Kupferdrahtes)

Koaxabmantelung in zwei Schritten: Erst der Außenmantel, danach das Kufperkabel

Koaxabmantelung in zwei Schritten: Erst der Außenmantel, danach das Kupferkabel. Metallgeflechtschlauch zurückstülpen nicht vergessen!

3. Anschluss:

Im 3. Schritt wird das abgemantelte Kupferkabel an die Dose angeschlossen. Dazu löst man vor dem Einstecken des Kupferdrahtes die Festhalteschraube für den Kupferdraht und die eine Schraube von der Metallbrücke kurz vor dem Steckplatz des Kupferkdrahtes. Dann steckt man den Kupferdraht in den dafür vorgesehenen Steckplatz, dreht die Festhalteschraube für den Kupferdraht zu. Danach sollte man den Zugtest (ähnlich wie beim Anschluss der Steckdosen) nicht vergessen. Sitzt das Kabel richtig und fest, dann kann die Metallbrücke angezogen werden. Dabei darauf achten, dass das Metallgeflecht Kontakt zur Metallbrücke hat.

Der Metallgeflächtsdraht muss mit dem Gehäuse in Kontakt stehen!

Der Metallgeflächtsdraht muss mit dem Gehäuse in Kontakt stehen!

4. Montieren:

Die Antennedose wird mit einer Drehbewegung in die Einbaudose positioniert. Darauf achten, dass das Coax nicht zu sehr verdrillt. Dies hätte Einbußen bei der Schirmung zur Folge. Die Geräteschrauben der Einbaudose werden gelockert, die Einbaudose lotgerecht ausgerichtet, die Geräteschrauben werden angezogen und die Krallen danach festgedreht.

Fertig eingebaute Antennendose

Fertig eingebaute Antennendose. Die Antennendose wird sowohl an den Geräteschrauben, als auch an den Metallkrallen fest angezogen.

Tipp für das lotgerechte Ausrichten der Antennendosen bzw. Steckdosen:

  • Beim Verbau einer Antennendose bzw. einer Steckdose: mit der Wasserwaage knapp 6 mm neben der Einbaudose einen senkrechten Bleistiftstrich ziehen. Dann die Dose daran ausrichten.
  • Beim Verbau von mehreren Antennen- bzw. Steckdosen: mit der Wasserwaage knapp 6 mm über den Einbaudosen einen waagrechten Bleistiftstrich ziehen. Dann die Dosen daran ausrichten.

Wer eine Kombidose (Coax-, RJ11 und RJ45) verlegen will, wird für Hilfe auf youtube fündig: http://www.youtube.com/watch?v=wW4yH06n54k.

Beachtet aber bitte dabei, dass für Gigabit-LAN immer alle 8 Adern des Eternet-Verlegekabels benutzt werden müssen. Mittlererweile werden auch keine Adern mehr abgeknipst.

Der Momentane RJ45-Standard liegt bei Verlegekabeln der Cat. 7 bald 7e.

Für einen Überblick über die max. Verlegestrecken soll folgende Tabelle dienen:

RJ45-Kategorie max. Verlegestrecke
CAT5 veraltet und in D. verboten
CAT5e 45 m
CAT6 55 m
CAT6a/7 100 m

Allerdings sollte beim Verlegen von RJ45-Kabeln immer der neueste Standard genommen werden, auch wenn dieser teurer ist. RJ45-Buchsen auszuwechseln ist deutlich günstiger und einfacher, als neue Kabelstrippen ziehen zu müssen.

Wir machen (Bau)fortschritte

Es wird mal wieder Zeit für einen Baufortschrittseintrag. Da wir als lehrendes Volk im Moment ziemlich im Halbjahresinfostress stehen, sprechen heute mal wieder mehr die Bilder.

Ein paar Handwerkertipps für Selbstbauer sollen natürlich auch in diesem Threat nicht fehlen.

  • Rigips-Anbringung bei schwierig zugänglichen Stellen: Hier hilft die, wir nennen es, Viereck-Dreieck-Technik. Bei schwierig zugänglichen Stellen, wie, z. B. dem Treppenaufgang im Flur, werden die Einmann-Rigipsplatten (1,5 m auf 1 m) im Ganzen soweit hochgeschoben, bis eine Ecke des Vierecks an der Schräge andockt. Dies wird wiederholt, bis die größte Fläche mit Rigips verschraubt ist. Die rechteckigen Dreiecke, die jetzt noch fehlen, können ganz einfach aus vorhanden Rigipsresten geschnitten und dann einfach angebracht werden.
  • Dielen machen das Bauherren-Leben leichter: Problematisch wird es immer, wenn steile Bautreppenaufgänge gerade Leitern nicht stehen lassen. Hier helfen Dielen. Gerissene oder zu alte Dielen lassen die Gerüstbauer meistens auf der Baustelle liegen. Diese müssen nicht fortgeschmissen werden, sondern können noch einen letzten Dienst tun: Mit Hilfe eines Balkens und der Diele lassen sich wunderbar Treppenaufgänge überbrücken. Wichtig dabei ist es jedoch, dass die Dielen an Balken und Treppe verschraubt werden.

Neujahrstag und wir bauen noch

Hier nun wieder ein Baulebenszeichen von uns. In den letzten Tagen waren wir richtig fleißig. Trotzdem könnte es natürlich immer noch schneller gehen. So ein Hausbau ist halt doch ein riesiges Projekt.

Das Bad ist für Rigips soweit vorbereitet, Sanitär- und Elektrikinstallation soweit fertiggestellt. Teilweise ist es auch schon mit Rigipsplatten beplankt. Alle Kabel wurden für die Steckdosen gefunden, im Bad war dies ein Kunststück. Gottseidank hat Mama Vollmer (die Mutter von Nicole) genau die richtige Händegröße, um Kabel finden zu können.

Flur wartet noch auf die Fehlerkorrektur der Hausstellmonteure die Einsitiegsluke des Dachbodens betreffend.

Die beiden Büros sind bis auf die Problemzonen geschlossen und schon fleißig verspachtelt. Das Schlafzimmer ist auch zum großen Teil verplankt. Ich denke, dass der obere Stock in der Neujahrswoche noch fertig werden kann. Bei der Deckenverrigipsung sollte man jedoch nicht die Lampenverstärkung vergessen. Wir haben die Verstärkung mit Spanplatten gelöst: Spanplatten zusägen, danach mit JAMOs auf die Höhe der Lattung herunterschrauben. Hat gegenüber der Lattenverstärkung den großen Vorteil, dass die Fläche der Verstärkung ein wenig größer ist, so dass man auch mal längere Lampen aufhängen kann.

Aus unserer Erfahrung können wir sagen, dass die Rigipsverarbeitung anfangs gewöhnungsbedürftig, dann aber doch sehr gut von der Hand gegangen ist.

Mama Vollmer bei der Arbeit

Mama Vollmer bei der Arbeit

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Und ran geht's an die Deckenunterkonstruktion

Und ran geht’s an die Deckenunterkonstruktion

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Baulebenszeichen

Unser letzter Eintrag ist doch schon eine lange Weile her: 6.10. knapp 1,5 Monate. Wir haben halt im Moment ein bisserl was zu tun. Ein Bauupdate folgt aber in aller Kürze.

Folgende Arbeiten wurden heute erledigt:

  • Endverlegung des vermeintlichen Kabelrohrs für die evtl. Solarleitungen einer Fotovoltaikanlage.
  • Schließen der Bodendurchbrüche im Gäste-WC und Kinderzimmer. Die Deckendurchbrüche wurden für die Solar-, Wasser und Abflussleitungen gemacht.
  • Befestigung der tragenden Wand im Kinderzimmer.
  • Quellgussvermörtelung der ausgesparten Holzständer.

Für die Endverlegung des Kabelrohrs musste ich den Durchbruch unserer Solarleitungen durch den Boden ein wenig aufmeißeln, um das dicke Rohr unter Ständer und neben Solarleitung stecken zu können. 16 mm im Durchmesser sind halt doch kein Pappenstiel. Im Ständer wurden dann das Leerrohr und die losen Kabel mit Kabelbinder und Montageband befestigt, so dass es beim Verplanken nicht zu irgendwelchen Kabelunfällen kommt.

Die Bodendurchbrüche wurden mit normalem Beton geschlossen. Dazu habe ich wo es ging Holz mit einem Deckenspanner unter den Durchbruch gespannt, Ritze zwischen den Rohren habe ich mit Mineralwolle ausgestopft. Die Glaswolle war zwar nicht ganz dicht, die größte Masse an Beton wurde aber im Durchbruch gehalten. Ich schloss Durchbrücke für die WC-Abflussrohre und die Solarleitungen (Solarthermie und späteres Fotovoltaik). Beim Einbetonieren der HT-Rohre ist darauf zu achten, dass die Rohre mit Randdämmstreifen, Isolierfilz oder Isolierschlauch schallentkoppelt werden, zumindest da, wo der Beton packt.

Nachdem ich die Wand mit Restholz und Spax Hi Force Schrauben wieder verstärkt und den tragenden Balken an meine Verstärkungen geschraubt hatte, ging ich an die Quellgussvermörtelung. Die Wandverstärkungen aus Restholz und Hi Force wurden unten mit Bitumenkaltbahn gegen Nässe geschützt. Danach wurde der Quellgussmörtel angerührt, bis er schneeballartige Konsistenz hatte. Dieser Quellvergussmörtel wurde dann unter die Ständerausbesserungen mit einem Abfallholz gestopft. Der Mörtel quoll so gut auf, dass er mit Brettern in dem Ständer gehalten werden musste.

Unser Abwasser ist belüftet

Am heutigen Tag kümmerten wir uns weiter um die Lattung, die Belüftungsziegel und um das Anpassen der Spanplatten für die Verplankung. Der Zwerchgiebel forderte das gesamte Konstruktionsgeschick für die Lattung von meinem Bruders. Beim setzen der Belüftung ist darauf zu achten, dass die ganzen Abwassersysteme von Küche, Bad und WC an der Belüftung angeschlossen sind. Wer dies vergisst kann sich im Bauhaus Doppelmuffen besorgen, mit denen er die gelegte Rohrleitung einfach durchsägen und die HT-Rohre mit Hilfe der Doppelmuffe mit dem Abzweig (Rohrdurchmesser: Badewanne 70 mm, Toliette 100 mm und Waschbecken 50 mm) setzen kann.

Deckenunterkonstruktion 2 und Belüftung 2

Wie im vorangegangenen Bloqbeitrag angekündigt, kümmerten mein Vater und ich uns heute um die Lattung zwischen den 1-Meter-Latten. Nicole packte fleißig weiter das EG in Blau ein. Nachdem mein Bruder noch am Abend vorbeigeschaut und sich unsere Arbeit angesehen hat, bekamen wir noch ein paar Tipps vom Meister:

  1. Bei der Deckenunterkonstruktion sollte auf Stoßversatz geachtet werden. Endlosverlegen hilft dabei. Dies steht so nicht im Ausbauordner ist aber sehr sinnvoll!
  2. Bei Kabeln unter der Decke hilft eine Konterlattung.
  3. Ausgleich der Unterkonstruktion:
    • Immer drei Latten und immer an den JAMO-Schrauben mit der Richtlatte ausrichten
    • Erst rechte Seite, danach linke Seite ausrichten (oder natürlich umgekehrt)
    • Danach eine Maurerschnur nehmen, Jeweils an den Ecken der Latte die Maurerschnur spannen und an der Oberkante der Latte ablesen und mit Hilfe der Justierschrauben ausgleichen.

Also entschieden wir uns im Schlafzimmer, in beiden Büros und dem Bad für eine Konterlattung, die ich morgen mit meinem Vater anbringen werde.

Als wir die Maße von Dachlukentreppe und Dachluke nachmaßen, stellten wir fest, dass die Länge von Bodentreppe und Bodentreppenaussparung (vgl. unten angef. Fotos) nicht passen. Ich bin gespannt auf die Antwort, die Herr Lötgering von ProHaus auf meinen Brief gibt, der morgen noch rausgehen wird.

Das letzte, was wir heute noch gemacht haben, war das zweite Entlüftungsrohr zu setzen. Auch hier mussten wir zweimal 45°-HT-Rohrbögen einsetzen, da das Entlüftungsrohr sonst am äußersten Holzsparren des Daches so unglücklich anlegen würde, dass wir die Entlüftung nicht richtig anschließen könnten.