Archiv der Kategorie: Ausbau

1 Jahr vorbei und weiter gehts

Nach einem guten einem halben Jahr Umzug, geht es nun weiter in der Fertigstellung.
Man glaubt es kaum: wenn erst einmal der Umzug vollzogen ist, dauerst es erst einmal ein Paar Monate, bis man wieder den Drive bekommt etwas zu tun. Außerdem unterliegt der Fertigstellung des Hausbaus immer wieder äußerer Zwänge (Beruf, Fortbildungen, Nebentätigkeiten, …).

Nun aber wird es zeit, das Einliegerbad fertig zu stellen. Angepeilt waren nun 2 Tage, wir arbeiten nun schon drei Tage dran.

In unserem eigenen Bad entschieden wir uns, die Wände deckenhoch zu fließen, was in der Musterung nicht berücksichtigt wurde. Daher fehlten uns auch nur ein paar Fliesen zum Verfliesen des Einliegerbades. Als wir nach gut einem Jahr die Wandfliesen bei Prohaus nachbestellen wollten, waren diese natürlich vergriffen. Nun war großer Rat teuer. Wir entschlossen uns bei unserem örtlichen Baustoffhändler fließen für das untere Bad anzusehen und dann diese zu verbauen.

Der Trend ging innerhalb unserer Bauphase auf dem Fliesenmarkt hin zu großformatigen Fliesen. Diesen Trend wollten wir nicht an uns vorüberziehen lassen. Die jetzigen Fliesen entsprechen in der Breite ca. 3 Fliesen aus dem alten ProHaus-Bestand.

Nun war zu Entscheiden, ob wir die Fliesen im Wilden Verband oder eher klassisch verlegen wollten. Angedacht war der Wilde Verband. Wir entschieden uns beim Verlegen jedoch für die klassische Variante.

Fliesenmuster im Überblick:

Fliesen im Wilden Verband: Bild im Wilden Verband
Fliesen im klassischen Kreuzverband: Fliesen im Kreuzverband
Fliesen im Diagonalverband: Fliesen im Diagonalverband

Vor- und Nachteile der Fliesenmuster:

Natürlich ist der Vorteil beim Wilden Verband, dass man am wenigsten Verschnitt hat. Hier werden die Reste mit verwendet. Trotzdem ist der Kreuzverband immer noch der schönere. Für das Diagonale verlegen der Fliesen produziert man den größten Verschnitt.

Bauupdate – Fensterbänke und professionelle Hilfe

Heute kommt nun das längst fällige update. Ihr wisst ja, um Weihnachten ist immer stressig und wir hatten sehr viel zu organisieren. Da wir mit unserer Baustelle nun doch nicht so wirklich weiterkommen, wie wir wollen, haben wir uns professionelle Hilfe geholt. Wir sind einfach zu sehr von unserer beider Jobs vereinnahmt. So viel zu „Lehrer haben ja so viel Zeit“.

In der 2. KW im Neuen Jahr kommt das letzte Ausbaupaket, daher müssen wir jetzt Gas geben. Eigentlich wollten wir schon nächste Woche mit Malern beginnen, so dass wir dann mit den Malerarbeiten fertig sind, wenn das Ausbaupaket ankommt.

Wer in Baden-Baden und Umgebung baut, dem kann ich Herrn Dabic wärmstens empfehlen. Ein guter Gipser und zuverlässig. Wer nähere Infos braucht, meldet sich einfach bei mir.

Fensterbänke setzen

Bei den Fensterbänken ist es wichtig, das richtige Aufmaß zu bemaßen. Wenn die Fensterleibungen noch nicht gemacht sind, dann ist der Einbau am einfachsten, da die Fensterbänke einfach eingebaut werden können und die Fensterleibung dann im Nachhinein befestigt wird. Unsere erste Idee, die Fensterbänke in die Wand zu versenken war zum Scheitern verurteilt, da ja die Fenster schon eingebaut waren. Daher mussten wir die Fensterbänke noch anpassen.

Die Anpassung der Fensterbänke wurde wie folgt in Angriff genommen:

  1. Aufmaß nehmen und auf der Fensterbank im richtigen Maß mit Kreppband abkleben.
  2. Eine Steinschrubbscheibe war das Mittel der Wahl, um Aussparungen an der Fensterbank vor dem Einbau einzusägen und überflüssiges Steinmaterial abzunehmen.
  3. Die Fensterbank wurde vorsichtig von beiden Seiten mit der Steinschrubbscheibe (nVidia) bearbeitet, bis die gewünschten Stücke der überflüssigen Steinmaterialien aus der Bank gefallen sind.
  4. Vor dem Einbau der Fensterbänke wurden die Fenster mit winddichtem Klebeband an der Einbaustelle wind- und luftdicht verschlossen. Nach setzen der Leibungen wurde das überschüssige Klebeband mit einem Cutter-Messer angeschnitten und abgezogen.

Ausrichtung und Einbau:

  1. Die Fensterbank wurde mit Keilen ins Wasser ausgerichtet. War das Wassermaß nach vorne nicht richtig möglich, wurde eine leichte Neigung nach vorne weg vom Fenster akzeptiert. Nie die Neigung nach hinten zum Fenster hin vornehmen: Kondenswasser würde sich zum Fenster hin sammeln und früher oder Später unter die Fensterbank ziehen und dort erheblichen Schaden anrichten.
  2. Nachdem alle Fensterbänke angepasst und ausgerichtet wurden, wurde unter die Fensterbänke 2K-Schaum aus dem Fachhandel eingearbeitet. Der Vorteil bei 2K-Schaum ist, dass die Bank festgeklebt und gleichzeitig die Fläche unterhalb der Fensterbank isoliert wird.
  3. Nachdem der Schaum der Fensterbänke ausgehärtet war, wurden die Fenster mit Hilfe eines Imbussschlüssels so eingestellt, dass die Fenster ohne Widerstand zugemacht werden konnten.

Der Estrich ist drin, juhu

Endlich, der Estrich liegt nun seit knapp 6 Tagen. Morgen wird angeheizt.

Unsere Estrichjungs waren letzte Woche richtig schnelle. Nachdem es einige Zeit gedauert hat, und die Termine öfters verschoben wurden, machten uns die Estrichjungs den Estrich der 3 Etagen innerhalb eines Tages.

Wir sind im Moment im Trocknen des Estrichs. Jeder Estrichbauer gibt ein individuelles Belüftungs- und Heizprotokoll. So könnte ein Protokoll aussehen:

Ersten Drei Tage: Estrich bleibt ohne Lüftung, im Winter max. Heizungsvorlauf 5 – 15 °C.
Danach Stoßlüften, Vorlauf immer noch für 7 Tage auf 5 – 15 °C im Winter, im Sommer ganz aus.
Danach Vorlauf auf 20 °C, jeden Tag um 5 °C erhöhen bis 7 Tage danach Vorlauf auf 55 °C für drei Tage belassen.

Hier kann dann Ab- oder Beleggeheizt werden. Euer Estrichbauer gibt nähere Auskunft.

Übrigens: Die gelben Fähnchen, die im Estrich stecken, sind die Markierungen für die Estrichfeuchtemessung kurz vor der Belegung. Und für die Bauherren, die ebenfalls ungeduldige GUs kennen: Der Blower-Door-Test wird erst kurz vor Einzug gemacht. Magische Zahl für Pelletkesselverwender als Ergebnis aus dem Test: 3,0.

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Das letzte Ausbaupaket …

jipiee, das letzte Ausbaupaket ist abgerufen. Die Postkarte mit samt der Bemaßung der Türen ging am vergangenen Mittwoch raus.

Und es folgen gleich mal ein Paar Tipps fürs Abrufen:

  1. IMG_0092Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig: Mit dem Kaufvertrag bei ProHaus geht eine Abtretung der Kaufsumme einher. Nur diese Abtretungssumme ändert sich noch ein paar Mal, bis der genaue Kaufpreis des Hauses feststeht: nämlich bis zum Ausbaupaket 4. Danach weiß der Häuslebauer, wie viel sein Haus wirklich kostet. Um unliebsame Verzögerungen der Zusendung bei der Freigabe zu verhindern, ist es besser, seinen Sachberater einmal zu viel als einmal zu wenig zu kontaktieren. Und zwar mit Durchhaltevermögen. Die Sachbearbeiter bei ProHaus sind meistens dauerüberlastet, so dass Beharrlichkeit sich auszahlen wird. Danach muss natürlich noch der Banksachbearbeiter mit ins Boot geholt werden. Hier zahlt es sich aus, den Kontakt zum ProHaussachbearbeiter dem Banksachbearbeiter auszusourcen.
  2. Wat? Sie wollen noch was ändern?: Es zahlt sich aus, früh seinen Bemusterer anzurufen, um mit ihm die letzten Feinschliffe abzumachen. Auch hier zahlt sich Beharrlichkeit aus: E-Mail, Briefe und dann noch der Anruf und das am besten alles drei auf einmal. Und wundern Sie sich nicht, wenn sie nicht mit dem gleichen Reden, der Sie bemustert hatte, so vor ein oder zwei Jahren. An der letzten Absprache mit dem Bemusterer orientiert sich nämlich der endgültige Kaufpreis. Darf es Eiche für die CPL-Beschläge und die Echtholztreppe sein, da man Fußbodenheizung und Eicheechtparkettholz verlegt? Stimmen die Maße nach dem Verrigipsen noch, so dass eine Duschwanne in das schon kleine Einliegerbad passt, oder lässt man es lieber erst heraus rechnen und kauft es später bei einem Sanitärdienstleister?

Sie brauchen aber nicht gleich panisch reagieren, wenn sie denken, dass sie schon ein wenig spät mit der letzten Absprache dran sind: Heizung, Sanitär und Estrich zögern sich genügend raus, so dass das mit der Sendung von Ausbaupaket 4 noch dicke reicht.

Bestückte Noppenbahnen …

Endlich, nachdem wir unseren Heizungsbauer noch einmal aus terminlichen Gründen wechseln mussten, wurde es geschafft: Unsere Noppenbahnen sind nicht mehr nur schwarz, sondern haben teilweise auch „weiße Streifen“. Dankenswerterweise griff uns unsere Sanitätsfirma, die uns auch den Heizkessel und den Warmwasserspeicher verrohrt haben mit 3 Mann unter die Arme um innerhalb (na ratet mal) einem Tag die komplette Fußbodenheizung zu verlegen. An einem Tag wurden 4 Wochen herschieben wett gemacht. Man ist gut beraten, wenn man die richtigen Leute und vor allem Handwerker kennt.

Wie gesagt, endlich kann der Estrich kommen und er kommt (in 14 Tagen). Man denkt nicht, wie schnell die Wochen ins Landziehen, wenn der eine oder andere Handwerker es nicht packt, den Auftrag in seine Planung zu bekommen.

Aber allem Ärger zu trotz: Am Dienstag wird vollends gefüllt, der Badheizkörper aufgehängt, die Flussmenge eingestellt, 24 Stunden abgedrückt und dann kann unser Estrichbauer kommen.

Wichtig beim Verlegen der Fußbodenheizung ist natürlich noch neben den Verlegeabständen sog. Schiebehülsen nicht zu vergessen. Diese Schiebehülsen werden auf die Rohre gesteckt, die unter der Türe durchlaufen. Diese Schiebehülsen müssen ca. 10 cm in jeden Raum reichen und dienen der Beweglichkeit der Dehnfuge des Estrichs, die meistens an der Türschwelle gelegt wird.

Abstrahlung vs. Konvektion (Quelle: http://www.kosertec.com)

Zu den Verlegeabständen ist folgendes zu sagen: die Verlegeabstände müssen so gewählt werden, dass man unter oder knapp über der magischen Zahl 100 m Rohrlänge mit dem Rohr eines Heizkreises kommt (Hin und Zurück mit inbegriffen). Bei der Länge von 100 m ist das Rohr genug lang, um genug heißes Wasser in der richtigen Geschwindigkeit durch den Kreis pumpen zu lassen. Physikalisch wissen wir ja, dass zum Wärmetransport Konvektion notwendig ist. Geht die Konvektion gegen Null, gibt es also fast keine, dann wird die Fußbodenheizung auch nicht warm genug oder benötigt zu lange Zeit, um die richtige Wohlfühltemperatur zu liefern. ProHaus rechnet die Verlegeabstände eigentlich gut und auch unsere Profis richteten sich danach.

An die Rohrenden sollte man dann auch die Rohrmeter schreiben, die man verwendet hat.

Übrigens: Unsere Sanitärmonteure ließen sich nicht davon überzeugen, im Bad die Heizungsrohre durchzulegen. Sie haben Duschwanne und Badewanne ausgelassen (vgl. die Umfrage im Artikel – Estrich rückt näher… vom 21.10.2013).

Tipp für ETA-Kessel: Das Estrichtrocknungsprogramm

Wer wie wir einen ETA-Kessel zum Feuern benutzt, der muss mit dem Servicepasswort 135 ins Serviceprogramm des Kessels. Sobald der Servicemodus aktiv ist, muss in das Textmenü des Heizkreises eingestiegen werden und dort findet sich dann der Parameter „Estrich“. Durch einmaliges Anklicken öffnet sich das Untermenü, und die gewünschten Parameter lassen sich einsteigen.

Dieser klitzekleine Tipp wurde uns weder vom Servicetechniker, noch von unserem Hausanbieter gegeben. Erst als ich den Service von ETA angeschrieben habe, hat ein Servicetechniker noch am gleichen Tag mit dem Hinweis geantwortet.

Lebenszeichen von uns – Der Estrich rückt näher

Ja, es wird mal wieder Zeit. Wir müssen reden…

Die letzten paar Wochen waren sehr sehr stressig, daher kam ich nicht zum aktualisieren. Sorry dafür.

Zwischenstand:

Wir kommen bald an den Estrich. Die letzten Wochen standen im Zeichen des Rigips an die Wandklebens, des Verspachtelns und des Ausbesserns. Vor dem Estrich müssen auf jeden Fall die Eckschienen, die den Stoßschutz für die Rigipskanten bilden, eingespachtelt werden. Daher entschieden wir uns dafür, den ersten Spachteldurchgang gleich mitzumachen und mit Maleracryl die Stoßfugen an den ganzen Wandfugen zu verschließen. So können wir dann nach dem Estricheinbau ohne Probleme nach dem Schleifen den zweiten Spachteldurchgang starten, der uns dann hoffentlich weniger Zeit rauben wird.

Spachteln, kleben und Co:

Da unser Kalksandsteinmauerwerk sich nicht wirklich als Sichtmauerwerk eignet und wir die Einliegerwohnung eh noch schallisolieren wollten, entschieden wir uns für das Ankleben der Rigipsplatten an den KS-L-Wänden. Als Kleber eignet sich hervorragend Perlfix. Dieser Kleber wurde von uns in Batzen auf die anzuklebenden Rigipsplatten aufgebracht und dann mit einer Zahntraufel verteilt. Diese Methode spart Kleber und gibt einen definierten Wandabstand für die Platten vor. Danach wurde mit einer Richtlatte die Platte an die KS-L-Wand geklopft und gleichzeitig ausgerichtet.

Als Spachtelmasse entschieden wir uns für Settamur Glättputz. Dieser Glättputz ist viel besser als jede Spachtelmasse von Knauff und Co. Glättet super, ist klasse adhäsiv durch einen gewissen Kunststoffanteil und kommt auch ohne Armierungs- bzw. Fugengewebe aus. Außerdem lässt er sich super verarbeiten. Nur zu dünn anrühren sollte man ihn in erster Spachtel nicht. Zu dick bei sommerlichen Temperaturen, wie wir sie im Juli hatten, auch nicht, da er dann zu sehr schnell abbindet. Obwohl der Glättputz aus Herstellerangaben kein Gewebe benötigt, gingen wir trotzdem auf Nummer sicher und überzogen die Stoßfugen der Rigipsplatten an den beweglichen Gebäudeteilen (Dachstuhl, Holzständer) mit PVC-Netzgewebe und überspachtelten dann das ganze mit Settamur und einer Glättkelle. Als Netzgewebe eignet sich das selbstklebende von Knauff.

Vorbauten …

Nachdem ich berufsbedingt unsere Baustelle eine ganze Woche allein lassen musste, kam ich heute wieder in den Genuss ein wenig Sanitärmeisterarbeit zu leisten. Am heutigen Tag wurde im Bad des Obergeschosses die Vorwand für Toilette und Waschbecken, sowie die Verkofferung der Abflussrohre in Angriff genommen. So gut es ging, natürlich. Tatsächlich hatte Bauhaus bei seiner Berechnung der Metallständer die Wandanschlussprofile nicht mit eingeplant, obwohl wir dem Verkäufer gezeigt haben, wie wir die Vorwandinstallation gerne haben möchten. Daher konnte ich nur die Knauff UW-dB-Rahmenprofile (40 mm x 0,6 mm, Länge: 4 m) und die Knauf CW-dB-Ständerprofile (50 mm x 50 mm, Länge: 3 m) setzen. Mit Wasserwaage, Bleistift und Hammer bewaffnet, ging es dann an die Errichtung der Metallständer. Wichtig bei der Befestigung der Metallständer ist, dass die UW-dB-Rahmenprofile mit Dichtungsband Schallisoliert und die Ständer ins Wasser gestellt werden. die Ständer lassen sich leicht mit einer Blechschere schneiden. Zollstock und Edding helfen bei der Bemaßung.

Die Ausbeute von 5 Stunden kann man hier im Bild sehen:

Vorwandinstallation Waschbecken

Vorwandinstallation Waschbecken

Worwandinstallation von der Seite

Worwandinstallation von der Seite

Vorwandinstallation Toilette

Vorwandinstallation Toilette

Vor dem Belüftungsrohr des Abflusssystems (im Bild von der Vorwandinstallation der Toilette sieht man links davon ein Stück), konnte wegen den gigantischen Fähigkeiten von Bauhaus nur die UW-dB-Rahmenprofile auf den Boden gedübelt und ein CW-dB-Ständerprofil an der Wand unter der Badschräge angebracht werden. Demnächst, wenn die Wandanschlussprofile (27 mm x 28 mm) besorgt sind, können wir auch die Verkofferung und die Vowandinstallation abschließen.

Knauf beschreibt in folgendem Din-A 4 Flyer die Montage der Vorwandinstallationen: staenderprofile_266896.

Und mit Rigips geht es weiter

Rigipsverbau, Elektrik in der Küche und Bilder für die Bank waren heute die Hauptaufgaben des Tages. Das Bad im Obergeschoss ist, bis auf die Schnellbauschrauben, soweit gut verspachtelt. Wir benutzten die Knauffsche Spachtelmasse für Nassräume (imprägniert und auf Kalkbasis), waren jedoch nicht so wirklich zufrieden mit der Verarbeitungsfähigkeit. Sedamur Glättputz ist hier um Welten besser und für alle Bauherren und -herrinen zu empfehlen. Trotzdem verwandten wir Knauff, da es von Sedamur keine imprägnierte Spachtelmasse gab.

Ansonsten wurde die elektrische Leitung für Dunstabzug und Mauerkasten in der Küche endlich gefunden und es wurden zwei ECON-64-Außendosen gesetzt. Nachdem ich die schon montierten Deckenplatten nochmals zurückgebaut habe, war der Kabelverlauf klar. Abnahme von etwas Rigips und das teilweise Aufschneiden der blauen Folie ließen mich dann auch das Stromkabel so platzieren, dass es möglich ist, die Steckdosen für Mauerkasten und Dunstabzug zu montieren. Es ist auf jeden Fall nicht zu empfehlen, die Kabel aus Einklemmgründen in die Dämmung zu stecken. Die findet man wohl nicht mehr so schnell, wie man es hier gesehen hat.

Da unsere Bank nun wieder Bilder vom Baufortschritt haben möchte, ist es mir möglich, die Fortschrittsbilder unseres Hauses sogar mit Erläuterung online zu stellen.

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Wie die obere Dokumentation zeigt, warten wir bisher immer noch auf das Verputzen unseres Kellers. Ende März, Anfang April, wenn es draußen mal wieder Plusgrade haben sollte, müsste dies Fa. Reit in Angriff nehmen.

Heute war auch unser Bezirksschornsteinfeger zufällig da und kontrollierte unsere Feuerstelle. Am Donnerstag in 14 Tagen wird die Endabnahme der Feuerstelle vollzogen. Jedoch war unser Bezirksschornsteinfeger jetzt schon mit dem Verbau des Feuerungskessel zufrieden, so dass wir wahrscheinlich keine unerwarteten Probleme bekommen werden.

Tutorial – Anschließen einer Antennendose

Heute gibt es mal Abwechslung zum Baubericht: Das Tutorial – Anschließen einer Antennendose.

Um mit der Arbeit zu beginnen, benötigt man Schraubendreher, Antennendose, Coax-Abmantelmesser und einen Meterstab. Am besten benutzt man einen Kreuzschraubendreher, der für das Anziehen der Festhalteschrauben für das Coaxkabel und für die Steckdosenkrallen benötigt wird und einen Schlitzschraubendreher, der für das Lockern und Anziehen der Geräteschrauben an der Einbaudose benötigt wird. Natürlich darf man auch nicht den Fasenschneider vergessen, wenn die Kabel nicht schon auf 20 cm abgelangt sind.

Werkzeug zum Antennenanschluss

Werkzeug für den Antennenanschluss.

1. Ablangen:

Bevor man loslegt, muss das Coaxkabel auf eine ca-Länge von 20 cm abgelangt werden. Das Coax-Abmantelmesser, welches ich benutze, hat zwei Drehmesserabstände: einen weiten und einen engen.

Das Coax-Kabel auf ca. 20 cm Ablangen

Das Coax-Kabel auf ca. 20 cm ablangen.

2. Abmanteln:

Im zweiten Schritt mantelt man mit dem weiten Drehmesserabstand 1,5 cm des äußeren Mantels des Coaxkabels ab, danach nimmt man die engen Klingenabstände und mantelt 1 cm den Kupferdraht ab. Danach wird der Metallgeflechtschlauch 0,5 cm über das nicht abgemantelte Kabel zurückgestülpt. Der Metallgeflechtschlauch muss später Kontakt zur Dose haben.

weite Klingenweite des Coaxabmangelmessers

weite Klingenweite des Coax-Abmantelmessers (Abmanteln des Außenmantels)

enge Klingenweite des Coax-Abmantelmessers

enge Klingenweite des Coax-Abmantelmessers (Abmanteln des Kupferdrahtes)

Koaxabmantelung in zwei Schritten: Erst der Außenmantel, danach das Kufperkabel

Koaxabmantelung in zwei Schritten: Erst der Außenmantel, danach das Kupferkabel. Metallgeflechtschlauch zurückstülpen nicht vergessen!

3. Anschluss:

Im 3. Schritt wird das abgemantelte Kupferkabel an die Dose angeschlossen. Dazu löst man vor dem Einstecken des Kupferdrahtes die Festhalteschraube für den Kupferdraht und die eine Schraube von der Metallbrücke kurz vor dem Steckplatz des Kupferkdrahtes. Dann steckt man den Kupferdraht in den dafür vorgesehenen Steckplatz, dreht die Festhalteschraube für den Kupferdraht zu. Danach sollte man den Zugtest (ähnlich wie beim Anschluss der Steckdosen) nicht vergessen. Sitzt das Kabel richtig und fest, dann kann die Metallbrücke angezogen werden. Dabei darauf achten, dass das Metallgeflecht Kontakt zur Metallbrücke hat.

Der Metallgeflächtsdraht muss mit dem Gehäuse in Kontakt stehen!

Der Metallgeflächtsdraht muss mit dem Gehäuse in Kontakt stehen!

4. Montieren:

Die Antennedose wird mit einer Drehbewegung in die Einbaudose positioniert. Darauf achten, dass das Coax nicht zu sehr verdrillt. Dies hätte Einbußen bei der Schirmung zur Folge. Die Geräteschrauben der Einbaudose werden gelockert, die Einbaudose lotgerecht ausgerichtet, die Geräteschrauben werden angezogen und die Krallen danach festgedreht.

Fertig eingebaute Antennendose

Fertig eingebaute Antennendose. Die Antennendose wird sowohl an den Geräteschrauben, als auch an den Metallkrallen fest angezogen.

Tipp für das lotgerechte Ausrichten der Antennendosen bzw. Steckdosen:

  • Beim Verbau einer Antennendose bzw. einer Steckdose: mit der Wasserwaage knapp 6 mm neben der Einbaudose einen senkrechten Bleistiftstrich ziehen. Dann die Dose daran ausrichten.
  • Beim Verbau von mehreren Antennen- bzw. Steckdosen: mit der Wasserwaage knapp 6 mm über den Einbaudosen einen waagrechten Bleistiftstrich ziehen. Dann die Dosen daran ausrichten.

Wer eine Kombidose (Coax-, RJ11 und RJ45) verlegen will, wird für Hilfe auf youtube fündig: http://www.youtube.com/watch?v=wW4yH06n54k.

Beachtet aber bitte dabei, dass für Gigabit-LAN immer alle 8 Adern des Eternet-Verlegekabels benutzt werden müssen. Mittlererweile werden auch keine Adern mehr abgeknipst.

Der Momentane RJ45-Standard liegt bei Verlegekabeln der Cat. 7 bald 7e.

Für einen Überblick über die max. Verlegestrecken soll folgende Tabelle dienen:

RJ45-Kategorie max. Verlegestrecke
CAT5 veraltet und in D. verboten
CAT5e 45 m
CAT6 55 m
CAT6a/7 100 m

Allerdings sollte beim Verlegen von RJ45-Kabeln immer der neueste Standard genommen werden, auch wenn dieser teurer ist. RJ45-Buchsen auszuwechseln ist deutlich günstiger und einfacher, als neue Kabelstrippen ziehen zu müssen.

Wir machen (Bau)fortschritte

Es wird mal wieder Zeit für einen Baufortschrittseintrag. Da wir als lehrendes Volk im Moment ziemlich im Halbjahresinfostress stehen, sprechen heute mal wieder mehr die Bilder.

Ein paar Handwerkertipps für Selbstbauer sollen natürlich auch in diesem Threat nicht fehlen.

  • Rigips-Anbringung bei schwierig zugänglichen Stellen: Hier hilft die, wir nennen es, Viereck-Dreieck-Technik. Bei schwierig zugänglichen Stellen, wie, z. B. dem Treppenaufgang im Flur, werden die Einmann-Rigipsplatten (1,5 m auf 1 m) im Ganzen soweit hochgeschoben, bis eine Ecke des Vierecks an der Schräge andockt. Dies wird wiederholt, bis die größte Fläche mit Rigips verschraubt ist. Die rechteckigen Dreiecke, die jetzt noch fehlen, können ganz einfach aus vorhanden Rigipsresten geschnitten und dann einfach angebracht werden.
  • Dielen machen das Bauherren-Leben leichter: Problematisch wird es immer, wenn steile Bautreppenaufgänge gerade Leitern nicht stehen lassen. Hier helfen Dielen. Gerissene oder zu alte Dielen lassen die Gerüstbauer meistens auf der Baustelle liegen. Diese müssen nicht fortgeschmissen werden, sondern können noch einen letzten Dienst tun: Mit Hilfe eines Balkens und der Diele lassen sich wunderbar Treppenaufgänge überbrücken. Wichtig dabei ist es jedoch, dass die Dielen an Balken und Treppe verschraubt werden.